Von der Potse in die Welt – Multikulti im Olympiastadion beim World Culture Festival

Von HU-Gastbloggerin Serena Wetzel

Auf der Suche nach einem spannenden Thema aus dem Kiez am Tiergarten stoße ich im Treppenhaus des Hinterhofes der Potsdamer Straße 98 auf Susanne Kemp, die Leiterin der dortigen Yoga-Oase. Kurze Zeit später sitze ich mit ihr und Stephan Chopard in einem Gespräch über deren anstehendes Großprojekt in Berlin, dem World Culture Festival.

„Zuallererst: Worum geht es beim World Culture Festival, das am 2. und 3. Juli in Berlin stattfinden wird?“, frage ich den Direktionsleiter Stephan Chopard, und erfahre, dass das Festival das größte Yogafestival seiner Art in Europa ist. Die Absicht dabei ist, möglichst viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und sozialen Schichten zusammen zu bringen, um gemeinsam friedlich zu feiern und mehr Bewusstsein für sich und seine Umwelt aufzubauen. Getreu nach den Lebensweisheiten der Art of Living Foundation.

Erwartet werden im Olympiastadion über 70 000 Besucher, sowie Musiker und Tänzer aus über 151 Ländern. Ein großes musikalisches Aufgebot wird ebenso erbracht, mit Orchestern aus über 6 500 Gitarristen und über 30 Pianisten und kleineren Wettbewerben, die auch prämiert werden. Für eine Teilnahme am Gitarristenorchester kann man sich auf deren Seite bewerben. Daneben werden Speisen aus aller Welt angeboten, sowie offene Workshops und Konferenzen zu den Thematiken „internationale Jugend“ und „menschliche Werte leben“.

Die Art of Living Initiative wurde 1981 vom Inder Sri Sri Ravi Shankar gegründet und unterstützt nicht nur weltweit soziale Projekte, sondern ist auch Schirmherr für über 40 weitere europäische Organisationen, ebenso ist diese bei der UNO akkrediert.

Die Art of Living Organisation ist ein non-profit-Unternehmen, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen zu helfen. Zum Beispiel um sich vom Stress und den täglichen Belastungen zu lösen und wieder die Augen für das Wesentliche, für das Miteinander, zu öffnen. Vom Einzelnen zum Ganzen, lautet die Devise. Denn nur wer mit sich im Reinen ist, kann sich auch für andere einsetzen. Mit den Einnamen der Art of Living – Yogakurse werden die Hilfsprojekte unterstützt.

Indien spielt beim Festival eine zentrale Rolle, besonders dessen „Volkssport“ Yoga als verbindendes Element. Durch dessen Praktizierung soll nicht nur das Bewusstsein für den eigenen Körper und Geist ausgebaut, sondern auch der Blick auf andere verstärkt werden. Es geht um das erkennen und weitergeben von menschlichen Werten. Zu diesem Zweck wird ein Yogapark beim Festival eingerichtet, bei dem Kurse und Ausstellungen besucht werden können.

Gerade Berlin erscheint prädestiniert für das World Culture Festival, das in diesem Jahr das erste Mal in Deutschland stattfinden wird. Nicht nur durch die kulturelle Vielfalt der Einwohner selbst, sondern auch durch die Historie der Stadt: Berlin repräsentiert die Verbindung von Ost und West.

Das World Culture Festival bleibt aber ein „One-Time-Festival“, erwähnt Chopard. Denn zahlreiche andere Projekte beanspruchen ebenso Aufmerksamkeit.

Diese sind vielfältig. Viele sind Hilfsprojekte, die sich mit Minderheiten oder sozial schwachen Gruppen auseinandersetzen. So zum Beispiel mit Gefangenen, die betreut und auf das Sozialleben nach ihrer Haft vorbereitet werden (Prison Smart). Daneben z.Bsp. eines, dass sich zur Aufgabe gemacht hat, mehr als 100 Schulen in Indien aufzubauen, um dort Kindern aus bildungsschwachen Regionen zu helfen. Ein Projekt in nächster Nähe ist „Yes+“, welches durch Kurse und Workshops jungen Leuten zur leichteren Alltagsbewältigung verhilft.

Beim Festival wird es also Nahrung für den Bauch, für das Herz und für den Intellekt geben.“ meint Stephan Chopard abschließend. Und als mir Susanne Kemp anschließend noch die Räumlichkeiten ihrer Yogaoase in der Potsdamer Straße zeigt, kommt uns Jack Johansson entgegen und bittet uns nochmal um ein Photo, dass er nach dem Gespräch mit uns schon einmal gemacht hatte. Er sammelt Bilder von lächelnden Personen für sein Projekt „One Million Smiles“, dass ebenso zur Art of Living Foundation gehört. Wir stellen uns also nochmal auf und mit diesem Lächeln verabschiede ich mich und gehe wieder hinaus.

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