Camaro in der Philharmonie – ein Brückenschlag

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Am vergangenen Sonntag lud die Camaro-Stiftung in die Philharmonie zur einer Ausstellungseröffnung über den Künstler Alexander Camaro (1901 – 1992) und ermöglichte eine bewußte Betrachtung der wunderbaren Glasfenster, die er dort schuf.

Geht man abends in die Philharmonie, sieht man sie von außen leuchten, doch am diesem Sonntagmorgen ließ der Sonnenschein das Foyer in blau, grün und rot erstrahlen.

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Camaro, so wurde er beschrieben, war immer Tänzer und Komödiant geblieben. Seine Erlebnisse als Tänzer hat er in Bilder umgesetzt. Seine Vielseietigkeit als Maler ließ ihn abseits aller Kategorisierungen stehen. Er war ein Solitär in der Kunstgeschichte. Seine Heiterkeit, Liebenswürdigkeit, sein Charisma, seine Melancholie und auch Sturheit wurde beschrieben.

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Seine Frau Renata konnte vor ihrem Tod im Jahr 2009 noch die Stiftungsurkunde entgegen nehmen. Sichtlich bewegt sprach ihr Bruder Theodor Gentner, der die Alexander und Renata Camaro Stiftung leitet.

Dann waren die Gäste zu einer „Preview“ in die neuen Stiftungsräume eingeladen. Per Rikscha, zu Fuß und im Auto ging es über die Brücke hinein in die Potsdamer Straße.

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Das Gebäude in der Potsdamer Straße 98 wurde 1892/93 erbaut und beherbergte zunächst eine Zeichen- und Malschule, da Frauen an Akademien nicht zugelassen waren. 1911 wurde für sie und den Verein der Künstlerinnen zu Berlin (VKKB) am heutigen Schöneberger Ufer 71 ein Haus gebaut. Später arbeitete Camaro dort in seinem Atelier. Und nun schließt die Stiftung sozusagen wieder den Kreis zu einem Ort, wo auch Käthe Kollwitz und Paula Modersohn-Becker lernten und arbeiten.

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Die räume der Camaro Stiftung sind zunächst nur kurze Zeit der Öffentlichkeit zugänglich. Es lohnt sich jetzt schon vorbeizuschauen. Wunderbar hergerichtet die großen lichten Räume in der dritten Etage. Die offizielle Eröffnung ist dann im Herbst.

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„Beide wären jetzt wahrscheinlich hoch zufrieden,“ vermutete Theodor Gentner über seine Schwester Renata und ihren Mann Alexander Camaro.

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