Lars Schwuchow – Dekorateur und Raumausstatter in Bülowstr.

Von HU-Gastblogger: Vasyl


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Ich brauche mehr Gemütlichkeit in meinem Zuhause…

Nicht in jedem Einrichtungsgeschäft kann man einfach vorbeikommen, diesen Satz sagen und wird auf Anhieb verstanden. Nicht in jedem, aber beim Raumausstatter Lars Schwuchow in der Bülowstrasse 52 stößt man damit auf offene Ohren. Denn hier befindet sich die kleine und gemütliche Werkstatt  von Lars Schwuchow.

Der gebürtige Berliner, der jeden Gast mit einem freundlichen Lächeln begrüßt, ist ein richtiger Profi in Sachen textiler Gestaltung, Sonnenschutz und klassischer Raumausstattung. Er ist stets auf der Suche nach passenden Vorhang- und Polsterstoffen die sich wie selbstverständlich in das jeweilige Wohn- und Einrichtungskonzept einfügen, ganz gleich für welchen Geschmack.

„Als junger Mann beeindruckte mich im Theater immer stillvolle Bühnenbilder, täuschend echte Kulissen und opulente Stoffdraperien. So etwas wollte ich auch können – und da meine Eltern eh mit einem interessanten Mix aus Gründerzeit und Biedermeier eingerichtet waren, fand sich schnell der Berufswunsch – Raumausstatter“ – antwortet Herr Schwuchow auf meine Frage, warum er sich für diesen Job entschieden hat. „Außerdem kommt man in fremde Wohnungen, und ich war schon immer neugierig. Man plaudert mit den Menschen und bekommt oft ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee“ – fügt er lächelnd hinzu.

„Wir sagen nicht Gardine, wir sagen Fensterdekoration“

Lars Schwuchow hat einiges im Assortiment – internationale Stoffe namenhafter Hersteller, moderne Gardinenstangen und Schienen, Sisalteppiche auf Mass. Meine Auswahl ist eher übersichtlich im Vergleich zu anderen Kollegen. „Ich taste mich mit meinen „Basics“ an die Kundenwünsche heran und sollte das nicht ausreichen, habe ich Zugriff auf weitere Kollektionen von Kollegen und Großhändlern. Allerdings ist mir auch kein Auftrag zu klein.“

Auf seinem Arbeitstisch weckt eine alte Lampe aus der DDR meine

CIMG4669Aufmerksamkeit. Ob sie gerade auf dem Weg in ein neues, „schöneres“ Leben sei, frage ich ihn: „Diese Lampe habe ich im verlassenen Gebäude in Pankow gefunden. Wissen Sie, ich finde oft alte interessante Sachen irgendwo und schleppe sie mit in meine Werkstatt. Die meisten werden später zu einem coolen Möbelstück oder einer schönen Dekoration.

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Was hat die Wohnung von Klaus Wowereit mit einer Friedrichshainer Studenten-WG gemein?

Wahrscheinlich nicht viel, aber etwas doch. Beide wurden von Herrn Schwuchow ausgestattet. „Ja, ich habe die Vorhänge und Rollos für Herrn Wowereits Wohnung angefertigt. Auch die spanische Botschaft, das „Berghain“ und der Botanische Garten Berlin zählen zu meinen Kunden. Aber in meinem Geschäft achte ich auf die Bedürfnisse aller meinen Kunden. Mir geht es nicht unbedingt nur um Gewinn, ich will vor allem, dass die Wohnung meines Kunden am Ende schön aussieht. Bei mir kann jeder was für sich finden, egal ob der Bürgermeister oder ein Student einen Vorhang für seine Küche braucht“.

„Wenn ich mich nicht melde, dann wissen meine Freunde, ich verdiene gerade Geld.“

Herr Schwuchow ist sehr viel mit seinem charmanten Oldtimer unterwegs in der Stadt, arbeitet meistens bei seinen Kunden und ist selten in seiner Werkstatt anzutreffen. „Heutzutage muss man flexibel sein. Mein Geschäft ist nicht jeden Tag geöffnet, aber jeder kann mich anrufen und wir vereinbaren einen Termin. Auch am Wochenende und am Abend stehe ich meinen Kunden zur Verfügung.“

Und für wen würde Herr Schwuchow besonders gern einmal die Wohnung dekorieren? “Für Daniela Katzenberger, am liebsten mit ihr zusammen“, beantwortet er mit einem breiten Grinsen meine Frage

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