Portrait Lisa

LisaVon HU-Bloggerin Nadia

Lisa ist in Stuttgart geboren und mit 19 Jahren empfand sie das Bedürfnis ihre Heimatstadt zu verlassen, zu der sie kein wirklich inniges Verhältnis hatte. „Schon vor dem Abitur war mir klar, dass ich die Stadt verlassen werde. Zu der Zeit waren meine Auswahlkriterien: So billig und so weit weg wie möglich.“ Und schon stand Berlin als Zielort. Auch war der Mythos Berlins das, was auf Lisa wie auf viele andere junge Einwanderer eine unwiderstehliche Anziehungskraft ausübte.

Was sie nach wie vor am interessantesten am Berliner Nachtleben findet, ist die Kneipenkultur. Denn die alten Leute, die man durch Zufall am Tresen dieser oder jener Kneipe trifft, haben meistens mehr zu erzählen als jüngere ClubbesucherInnen. „Einmal habe ich in einer Kneipe in Charlottenburg eine alte Dame getroffen, die mir erzählte, dass sie mal als Wrestlerin gearbeitet hatte.“ Lisa erzählt, dass der Mikrokosmos der Kneipen nicht das einzige ist, was sie interessiert.

Sie liest gerne und viel und geht manchmal joggen. „Aber in letzter Zeit nur so alle zwei Wochen. Ich weiß, ich sollte das eigentlich regelmäßiger tun.“

Zu Hause hat Lisa einen Wintergarten voller Pflanzen, der ihrer Wohnung eine gemütliche Atmosphäre verleiht. Vernachlässigt werden dürfen diese Pflanzen nicht. Besonders stolz ist sie auf ihre Zitronenpflanze, die sie vor ungefähr 7 Jahren eingepflanzt hat. „Zitronen bekommen erst nach 8 bis 12 Jahren ihre ersten Früchte. Also ist es hoffentlich bald soweit.“

Nach einiger Zeit, in der sie hier und dort gearbeitet hatte, beschloss Lisa zu studieren. Mit ihrem Studium der Deutschen Literatur und der Gender Studies ist sie zufrieden, auch wenn es nicht ganz die ursprüngliche Wahl war. „Am Anfang wollte ich Deutsche Literatur und Philosophie als Zweitfach studieren, aber ich hatte leider die Anmeldefristen verpeilt.“ Daraufhin ging sie zum verantwortlichen Büro. Die gaben ihr die Möglichkeit, das Studium trotzdem zu beginnen, allerdings nur, wenn sie sich ein Zweitfach zuteilen ließe. So kam sie zu Gender Studies. Bürokratie zählt Lisa auch heute noch zu einem der Nachteile des Studiums.

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