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Ja, mir sein mitm Radel da – und nach Leipzig kommen wir auch noch

„Seit drei Jahren senden uns Leser ihre Bilder von gefährlichen Stellen im Berliner Radverkehr. Diese zeugen vom Unwillen, das Fahrrad als Verkehrsmittel ernst zu nehmen,“ war der Teaser des gestrigen Tagesspiegel-Artikels Kampfparker, Fehlplanungen und wilde Baustellen.

Ich finde es prima, dass sich LeserInnen dieses Mediums des Themas in einer Art Langzeitbeobachtung annehmen. Und ich danke dem Tagesspiegel, das er diese Missstände mit einer Auswahl von Zeitzeugenbildern und ausführlichen Erklärungen schonungslos und bis auf die Felge offen legt. Weiterlesen

Die Evangelische Elisabeth Klinik

Von Gastblogger Volker Thomas

Das Haus liegt mittendrin im Kiez, bis zum Potsdamer Platz ist es nicht weiter als bis zum Nollendorfplatz und zum Park am Gleisdreieck. Zwischen diesen Koordinaten spielt sich das Leben rund um die „Potsdamer Straße“ ab: Hotels, Restaurants, Bars, Jugendherbergen und Luxusappartements, Galerien und eine bunt gemischte Bevölkerung. Für alle ist sie da: die Evangelische Elisabeth-Klinik, ein Haus, das 2012 seine 175-Jahr-Feier beging. Damit ist es – nach der Charité – die zweitälteste Klinik in Berlin. Weiterlesen

Rettung des Kiezmosaiks

Zwischen 2009 und 2012 entstand an der Mauer des Seniorenheims der Evangelischen Elisabeth Klinik in der Lützowstraße auf einem circa 1 Meter hohen und 15 Meter langen Fries das „Kiezmosaik“, ein Projekt von Anita Staud und Regine Wosnitza.

Kiezmosaik

KiezbewohnerInnen, SchülerInnen der Allegro Grundschule, BewohnerInnen des Seniorenstiftes der Ev. Elisabeth Klinik, Klinikpersonal, Mitglieder der Malkurse von Anita Staud, BesucherInnen des Frauentreffs Olga, PassantInnen und KünstlerInnen aus dem Kiez Tiergarten-Süd bemalten einzelne Backsteine mit historischen und zeitgenössischen Motiven.

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Anfang 2012 ereilte uns die Nachricht, dass das Seniorenheim abgerissen werden sollte. Dies war nicht nur aufgrund der gemeinsamen kreativen Arbeit von so vielen Menschen am Kiezmosaik zu bedauern, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass das Gebäude eines der ältesten im Kiez ist. Denn die Evangelische Elisabeth Klinik ist nach der Charité das zweitälteste Krankenhaus Berlins. Errichtet wurde das Gebäude im Zuge der Bebauung der Potsdamer Straße Ende des 19. Jahrhunderts.

Glücklicherweise konnten wir während der Abrissarbeiten, die im April 2014 begannen, einen Stopp erwirken und zogen so mit Hammer, Meißel, Handschuhen und Muskeln dorthin, um wenigstens einen Teil der Backsteine zu retten. Herzlichen Dank an die Bauleitung und die Leitung der Evangelischen Elisabeth Klinik, die dieses möglich gemacht hat.

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Der Deutschlandflaggenstein am Kiezmosaik

Seit Frühling 2009 gehen die Künstlerin Anita Staud und die Rechercheurin Regine Wosnitza immer wieder mit Gruppen zum Kiezmosaik am Seniorenstift der Elisabeth-Klinik in der Lützowstraße. Inzwischen haben dort SchülerInnen der Fritzlar-Homberg/Grips Grundschule, SeniorInnen, Geschäftsführer und Personal der Evangelischen Elisabeth Klinik, PassantInnen, Frauentreff Olga, AnwohnerInnen, der Kontaktbereichsbeamte und MalschülerInnen von Anita Staudt einen Stein bemalt und zur Erstellung dieses Gesamtkunstwerkes beigetragen.

Irgendwann entstand der Deutschlandflaggenstein

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Nach unserer letzten Session im August 2010 war er integrativ gestaltet

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Polizei Ticker # 2756

Die Polizei titelt: Verletzter Fußgänger

Schwere Verletzungen erlitt ein 69-jähriger Fußgänger gestern Abend (6. Oktober) bei einem Verkehrsunfall in Schöneberg. Die 59-jährige Fahrerin eines „Volkswagen“ übersah gegen 20 Uhr 20 beim Abbiegen aus der Gleditschstraße in die Pallasstraße den Mann und erfasste ihn in der Fußgängerfurt. Der 69-Jährige kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

Polizei Ticker # 2766

Die Polizei titeltZwei Schwerverletzte nach Verkehrsunfall

Bei einem Verkehrsunfall gestern Nachmittag (7. Oktober) in Schöneberg wurden ein Autofahrer und ein Fußgänger schwer verletzt.
Nach den bisherigen Ermittlungen befuhr ein 49-jähriger „Mercedes“-Fahrer gegen 16 Uhr 15 den linken Fahrstreifen der Kulmer Straße in Fahrtrichtung Dennewitzplatz. Unmittelbar vor dem Kreuzungsbereich Kulmer– Ecke Bülowstraße wechselte der Mann in den mittleren Fahrstreifen und kollidierte mit einem 52-jährigen „Fiat“-Fahrer, der die Alvenslebenstraße in Fahrtrichtung Bülowstraße befuhr. Durch die Wucht des Aufpralls gerieten beide Fahrzeuge auf den Gehweg der Bülowstraße, schleuderten gegen die am Fahrbahnrand aufgestellten Straßenpoller und streiften einen Verkehrszeichenmast. Kurz darauf erfasste der „Fiat“-Fahrer einen 16-jährigen Fußgänger, der sich in unmittelbarer Nähe auf dem Gehweg befand. Der 52-Jährige sowie der 16-Jährige wurden bei dem Verkehrsunfall schwer verletzt und kamen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Beide befinden sich außer Lebensgefahr. Der 49-Jährige wurde leicht verletzt in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Der Bereich Bülow- Ecke Kulmer Straße war zwischen Goebenstraße und Dennewitzplatz aufgrund der Rettungsmaßnahmen rund eine Stunde für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

13. Venus Berlin – BZ und Feministischer Pornofilmpreis

Auf der Seite der 13. Internationalen Fachmesse Venus läuft der Countdown in Sekundenschnelle rückwärts: Gerade noch 4:1:19:01 – jetzt nur noch 4:1:18:24 Tage/Stunden/Minuten/Sekunden bis zur Eröffnung der grossen Sexmesse, die vom 15. bis zum 18. Oktober in Berlin stattfindet. Hier eine Eigendarstellung von der Internetseite:
Die VENUS Berlin – eine Erfolgsgeschichte, die sich sehen lassen kann. Womit wir auch schon beim Stichwort wären, denn sehen kann man bei der VENUS so einiges: Waren seit dem Startschuss im Jahre 1997 ‚erst’ 128 Aussteller aus rund 18 Ländern auf der Messe vertreten, so hat sich diese Zahl bis zum Jahr 2008 vervielfacht und wir begrüßen mittlerweile 400 Aussteller aus über 36 Ländern, die mit ihrer Produktvielfalt Jahr für Jahr die Konsumenten begeistern. Und auch in Bezug auf unsere Besucherzahlen lohnt sich ein Blick auf die Statistik: Jahr für Jahr öffnet die VENUS ihre Pforten für circa 27.500 Konsumenten, Tendenz steigen.

Der Vertretungsberechtigter Geschäftsführer ist Sven Hurum, der auch das LSD in der Kurfürstenstraße betreibt.

Der Zulauf zur Messe ist also groß und deshalb bereiten auch die Zeitungen der Stadt sich und ihre Leserschaft auf das Ereignis vor. Hier eine Auswahl:

Ist Porno gucken okay?

fragt die taz in ihrer Wochenendausgabe. Und führt so in das Thema ein: Vor Beginn der internationalen Fachmesse der Sexindustrie kritisiert Ex-Emma-Chefin und WDR-Moderatorin Lisa Ortiges altfeministische Kampagnen gegen Pornofilme. „Eine PorNo-Kampagne wie in der Emma, die 30 Jahre alte Pornofilme zitiert oder Stringtangas und Tarrantino-Filme in denselben PorNO-Topf wirft, ist genauso struktur- und ziellos wie die Angriffe linker Chaoten auf Luxusautos, weil die ‚irgendwie‘ für Kapitalismus stehen“, schreibt sie im „Streit der Woche“ der sonntaz. Eine solche Definition von Porno hinke dem Sprachgebrauch und dem Markt hinterher.

Einen klick weiter weist die taz darauf hin: Ebenfalls am kommenden Wochenende verleihen die InitiatorInnen der „PorYes“-Kampagne um die Berliner „Sexpertin“ Laura Meritt den „1. Feministischen Pornofilmpreis Europa“.  Ist Porno jetzt also endgültig auch in linken, feministischen Kreisen angekommen?. Bis zu diesem Zeitpunkt am frühen Sonntag morgen (8:56 Uhr) ist die Frage 137 mal kommentiert worden.

Viel früher aufgestanden ist dagegen die BZ für ihre dreiteilige Vor-Ort Reportage, die sie am 7. Oktober begann unter dem Titel Doppeltitel

Knochenjob

Berlins härtester Straßenstrich
7.30 Uhr, Kurfürstenstraße, Ecke Potsdamer Straße. Die Kälte zieht in jedes Knopfloch. Die junge Frau mit der rotblonden Löwenmähne und den pinken Stöckelschuhen hat sich gegen den Stromkasten gelehnt. Ihre Augenlider sinken hinab vor Müdigkeit. Es ist ihre elfte Arbeitsstunde. Sie wartet auf Freier. Täglich. Knochenjob Straßenstrich.

1. Tag: Prostituierte kommen zu Wort. Die „schüchterne“ Tinka und die „aufgestiegene“ Reni.

2. Tag:  Wir Anwohner vom Straßenstrich
In der B.Z. berichten Anwohner des Straßenstrichs vom Leben zwischen Heim und Huren.

Zu Wort kommen Opa Kurt, Monika und Pfarrer Fuhr.

3. Tag:  Geständnisse eines Freiers
Seit 13 Jahren ist Paul* aus Schöneberg Stammkunde bei den Mädchen der Kurfürstenstraße.
Der Vorteil für ihn: nicht so viel Genörgel wie bei einer Freundin. Er sagt er gäbe bis zu € 400 für Sex im Monat aus.

Wobei wir wieder beim Geschäft wären. Jetzt sind’s nur noch 4:00:51:17 Tage/Stunden/Minuten/Sekunden bis zur Eröffnung.

(*Der Name von Paul ist übrigens der einzige, der in der Reportage geändert wurde.)

Verrucht Spezial 2 – Drittes Reich an der Potsdamer Straße

Verrucht Spezial 2

7. November, 15 Uhr

Thema: Drittes Reich an der Potsdamer Straße – inklusive einer ausführlichen Führung durch den Bunker Pallasstraße – Genaueres wird zeitnah bekannt gegeben

mit Bodo Förster, Sophie Scholl Schule

Treffpunkt: wird noch bekannt gegeben

Preis: € 13 / erm. € 11

Anmeldung erwünscht unter potseblog@wosnitza-berlin.de

Der Bunker vom Grundstück Pallasstraße, von der Ecke Potsdamer Straße aus gesehen, im Hintergrund der Ostflügel der Sophie-Scholl-Oberschule. Foto: Behnisch, Museen Tempelhof-Schöneberg, Archiv

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°mstreet – Mediennetzwerk an der Potsdamer Straße

Einmal im Monat gibt es zur Zeit den °mstreet newsletter, der voll gepackt ist mit Informationen, die für die 400 Medienunternehmen und FreiberuflerInnen von Interesse sind. Nun ist er gerade wieder erschienen und die Vielfalt und Reichhaltigkeit der Geschehnisse ist erfreulich.

logo-page-mstreet Mediennetzwerk an der Potsdamer Straße

Das Mediennetzwerk erstreckt sich vom Potsdamer Platz zum Kleistpark, vom Gleisdreieck zum Lützowplatz und Goltzstraße. Hier sind Verlage, SchriftstellerInnen, KünstlerInnen und andere Medienschaffende seit langer Zeit zu Hause. Das besondere Flair aus Gediegenheit und Verruchtheit, Bürgerlichkeit und Arbeiterviertel, Homokiez und Frauenbewegung schuf ein Ambiente, in dem sich Kreativität bestens entfaltete.

Erwähnte man einen oder eine der Celebrities hieße dies, viele andere auszuschließen. Fakt ist, dass die Potsdamer Straße Anziehungspunkt für Kreative aus aller Welt war – ein Schmelztiegel und Multikultiort – damals wie heute.

Heute ist der Medienstandort °mstreet aufgrund seiner Vielfalt des Angebots von Interesse. Bei den über 400 Medienunternehmen und Selbständigen sind die Branchen Film, Fernsehen, Theater (12%) und Grafik, Design, Layout (11%) sowie Medienproduktion (9%) stark vertreten. Darüberhinaus gibt es unerwartete Nischneangebote.  Die genaue Branchenstruktur ist auf der °mstreet Internetseite zu erfahren.

Gleichzeitig gibt es Vernetzungsangebote an die Firmen am Standort. Dies beginnt beim einfachen Stammtisch, reicht über kurzfristige Projekte wie PotsTandem, über Fachkreise bis hin zur Vernetzung durch Verbundpraktika.

Stöbern auf der mstreet-Seite ist unbedingt zu empfehlen. Und das Abonnement des newsletter gewährt, dass die aktuellen Angebote wahrgenommen werden können.

Polizei Ticker #2689

Die Polizei titelt:  Feuer im Keller eines Restaurants

Rauchentwicklung bemerkte vergangene Nacht gegen 22 Uhr 15 ein 44-jähriger Angestellter im Keller eines Lokals in der Kurfürstenstraße in Tiergarten. Die alarmierte Feuerwehr löschte den Brand. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist unklar. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.