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Kunst & Gentrifizierung *Arbeitstitel*

Die Zeit, sie eilt und mit ihr verändert sich die Potsdamer Straße zusehends. Heute sind die StudentInnen des HU-Career Center 2017 für eine erste Begegnung im Gebiet. Sie werden hier recherchieren, Interviews führen und in Artikeln auch uns allen neue Aspekte unseres Kiez auf ihre Art und Weise bekannt machen.

Da ist es auch Zeit eine Nachlese zu betreiben. Drei StudentInnen des letzten Kurses im Frühjahr 2016 machten es sich zur Aufgabe, die Entwicklungen an der Potsdamer Straße zu beobachten und auch die Folgen zu bedenken. Das ist eine Mammutaufgabe und im Rahmen eines Semesterferienkurses nicht zu bewältigen. Doch Ihre Versuche sind Wert zu schätzen.

Hier Artikel Nummer 1
Hier Artikel Nummer 2

Es folgt der ambitionierte #Entwurf# einer Gastbloggerin vom Januar 2016. 

Sie kennen das alle bestimmt. Die Schwierigkeit einen guten Text zu verfassen. Tagelang schwammen mögliche Einleitungen durch meinen Kopf, bildeten sich aus Wissensmolekülen durch elektrische Impulse zwischen den Synapsen in Klümpchen, fügten und nährten sich von der klaren Brühe meiner grauen Zellen.

Das Thema: Kunst als Ursache für die Gentrifizierung mit großem Fragezeichen. Wichtig sind vor allem die Ansichten der Galeristen. Denn Sie stellen die Kunst anderer KünstlerInnen aus, sind oder waren womöglich auch selbst KünstlerInnen; folglich befinden Sie sich sozusagen am Puls der Kunst. Auch erleben sie die Veränderung innerhalb ihrer Umgebung wandnah. Doch es ist schwieriger als gedacht das Thema hier in all seinen Facetten darzustellen, genügend Galeristen/Künstler an der Potse zu befragen, dafür fehlt mir einfach die Zeit. Und andere haben ähnliches schon viel besser hinbekommen.

Dennoch ein Versuch:
Berlin ist nicht lediglich die Hauptstadt, sondern auch Kunst- und Kulturzentrum Deutschlands. 2013 gab es laut einer Studie des IFSE in Kooperation mit dem BVDG (ausschreiben) in Deutschland etwa 700 Galerien. Davon konzentrierten sich etwa 33% in Berlin. Zum Vergleich: in der Region NRW befanden sich ‘lediglich’ 23% aller deutschen Galerien.
Mittlerweile haben sich rund 400 Galerien in Berlin niedergelassen. Nicht zuletzt zeigen ca. 150 nichtkommerzielle Showrooms und Off-Spaces ständig neue Ausstellungen.

> Gentrifizierung in Berlin; Def.=>Anknüpfung an Ansicht:

Leerstand und niedrige Mietpreise in einem Viertel ziehen Künstler und Kreative an. Mit der Zeit etabliert sich eine Kunstszene, welche die mediale und damit die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit auf sich zieht. Die Kunst macht das Viertel trendy, zieht wohlhabendere Menschen und damit auch Investoren an. Sie werten das Viertel auf. Kunst, so soll man meinen, ist eine der Hauptursachen für die Gentrifizierung. [Links zu anderen Artikeln einfügen]

[Bild]

Eine weit verbreitete Ansicht, die mir und bestimmt auch Ihnen schon oft untergekommen ist. Doch ist das Thema weitaus komplexer.

=> „es ist interessant zu lesen, dass….“ Verweis auf Quellen/Artikel Süddeutsche & Gentrificationblog

Gentrifizierer – die Rolle des Künstlers?

>Wieso?:…

Viele Künstler sind sich ihrer Rolle bewusst und versuchen dem entgegen zu wirken. Beispielsweise der italienische Künstler Blu. Als er erfuhr, dass das Cuvry Brachland in Kreuzberg durch einen Investor erworben wurde und bebaut werden sollte, übermalte er seine berühmten Cuvry-Graffitti. Er wollte verhindern, dass durch seine Kunst die Mietpreise steigen würden.

[Bild des Curvy Areals Vorher/Nachher]

>Gentrification-Lubricants; Bild

Und was sagen andere?

Interessieren tuen mich v.a. die Ansichten der Galeristen/Künstler im Kiez der Potsdamer Straße. Denn unter anderem hier konzentriert sich die Galerien-/Kunstszene(Nachweis/Zitat) Berlins. Hier in der Umgebung der Potsdamer Straße wird seit neuestem wieder gebaut/saniert(Nachweis/Beispiele[Umgebung Gleisdreieck-Park] mit Links).

Ich frage bei einigen Galerien nach. Doch es ist schwierig. Sie alle haben viel zu tun; höchstwahrscheinlich liegt es an Artweek. Ich hatte es überhaupt nicht auf dem Schirm. Zum Glück bekomme ich aber doch noch ein Interview. Es läuft gut, aber nicht ganz so wie ich erhofft hatte.

An einem lauschigen Herbstnachmittag treffe ich Herrn Kuhn beim Büchersortieren. Die weißen Wände lachen in der Sonne. Wir setzten uns nach draußen. Die Galerie Kuhn&Partner ließ sich 2009 in der Pohlstraße, nur gefühlte 20 Meter vom lebhaften Treiben der Potse, nieder. Zur Zeit hat die Galerie geschlossen, doch schon Mitte Oktober beginnt die nächste Ausstellung. [Anmerkung März 2017: Die Galerie Kuhn ist inzwischen nicht mehr in der Pohlstraße vertreten]

…. Interview-Transcript einfügen…

Und was die Cuvry-Werke angeht:  [Zitat]

> Wieso?

Gegen Ende des Interviews bitte ich um ein Schlussstatement zur Gentrifizierung und merke erst dann, dass nicht Kunst und Gentrifizierung sondern Kunst und Gender Equality verstanden wurde. Die befremdlichen aber freundlichen Blicke, das geduldige Schulterklopfen während ich müde und verwirrt auf meine Notizen starrte – Schuppen fallen mir von den Augen. Wie erklären Journalisten ihren Interviewees, dass es ein Missverständnis gab? Wie macht man das möglichst höflich und ohne dämlich auszusehen? – Mir ist es so peinlich, ich belasse es dabei.

……>Schlussschlenker

Doch die meisten sind sich einig: Gentrifizierung, vor allem die erhöhten Kosten die sie mit sich bringt, ist nicht im Interesse der Künstler.  [Zitat“Künstler – die meisten von Ihnen – sind arm…”. Nachweise]. Auch die Künstler werden in diesem Prozess verdrängt.

[Hinweis auf weitere Lektüre?]

Sprech-Café im Nachbarschaftstreff Tiergarten Süd

Von HU-Gastbloggerin Lisa

Sprech-Café im Nachbarschaftstreff Tiergarten Süd

Jeden Donnerstag von 16 bis 19 Uhr findet in der Stadtbibliothek der Lützowstr. 27 ein Nachbarschaftstreff mit Flüchtlingen statt. Ich habe an dem Treffen teilgenommen, um mir das Ganze genauer anzusehen.

Kurz vor 16 Uhr. Das Café, dass ich betrete ist brechend voll, alle Tische sind bereits besetzt und eifrig werden neue Tische und Stühle bereit gestellt. Ich werde persönlich von den Veranstaltern und Helfern begrüßt und freundlich aufgenommen. Für eine lockere Atmosphäre stehen Wasserflaschen, Gläser und Knabbereien zu Verfügung. Ich setze mich an einen der neuen, noch leeren Tische und in weniger als zwei Minuten sitzen drei Flüchtlinge bei mir und wir beginnen schnell ein Gespräch.

Mehran, einer der drei erzählt mir von seinen Zukunftsplänen. “Ich möchte Mechaniker werden und eine Familie gründen“. Derzeit sucht er, wie viele andere im Café, eine Wohnung und besucht einen Sprachkurs. Er stellt mir viele Fragen aus dem Alltag und wir führen gemeinsam sein Vokabelheft weiter. Während er mir Fragen rund ums Auto stellt, entstehen hier und da ein paar Missverständnisse, die aber keine Hürde aufstellen. Wir malen schnell ein Auto und bezeichnen die wichtigsten Teile.

Unter den Helfern befinden sich Anwohner und auch ein Deutschlehrer der gegenüberliegenden Grundschule Allegro. Sie sind nicht nur eine Hilfe bei Sprachübungen, sondern auch bei der Wohnungssuche, bei Ämtern und Ausbildungsplätzen. Auch außerhalb des Cafés finden Treffen zum gemeinsamen Kochen oder für Ausflüge statt.

Ich erfahre, dass immer mehr Flüchtlinge zu dem Treffen kommen und extra lange Wege auf sich nehmen, einige kommen sogar aus Brandenburg. Ich merke, dass alle viel Spaß an dem Treffen haben und sehr wissbegierig sind.

Ich ging zu dem Treffen mit den Erwartungen einer schulischen und ruhigen Atmosphäre, doch das Café ist erfüllt mit Gelächter und aufgeregten Gesprächen. Während die meisten in ihre Gespräche vertieft sind, spielen andere im Nebenraum Scharade.

Erfolge des Sprech-Cafés

Als sich das Treffen langsam dem Ende neigt, bekomme ich die Gelegenheit mich mit Claudia Kaloff zu unterhalten. Sie ist eine der Gründerinnen des Projektes und interessiert sich sehr für Menschen und ihre Schicksale. Bevor das Projekt ins Leben gerufen wurde, war die Kommunikationssituation in den verschiedenen Flüchtlingsheimen schwierig. Die Leute unterhielten sich in ihrer eigenen Sprache und knüpften wenig Kontakte. Das erste Treffen am 3. November letzten Jahres fand mit ungefähr 8 Flüchtlingen statt fand.

Wir kauften extra Gesellschaftsspiele um die Situation aufzulockern, doch die wurden nie benötigt„, sagt Claudia Kaloff. Das Projekt wird immer beliebter, aber „es fehlen junge Helfer wie Studenten oder Oberstufenschüler, da die meisten Flüchtlinge zwischen 20 und 30 Jahre alt sind„.  Neue Helfer und Flüchtlinge sind also jederzeit willkommen.

Ich frage Frau Kaloff was ihr am Projekt am besten gefällt und sie weiß sofort eine Antwort: „Es ist toll wenn etwas klappt, Erfolge bei der Wohnungssuche ebenso wie bestandene Prüfungen.“ Gerade hat sie erfahren, dass wieder etwas geklappt hat. Ein Arzt, der viele Jahre in seiner Heimat in einer Kinderklinik gearbeitet hat, bekam endlich eine Hospitanz in einem Krankenhaus.

Ein Besuch des Sprech-Cafés lohnt sich um neue Kontakte zu knüpfen, um zu helfen oder um einfach mal einen Kaffee oder Tee bei einem netten Gespräch zu trinken.

(Kontakt: akf-ts@posteo.de)

Der Artikel ist entstanden im Rahmen des Kurses „Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen“ des Career Centers an der Humboldt Universität.

Lisa

von HU-Gastgloggerin Martina

Lisa scheint  eine motivierte Studentin zu sein, die sich noch am Anfang ihrer universitären Laufbahn  befindet. Sie studiert mit großem Interesse das Fach der Agrarwissenschaften. Das Studium macht ihr überwiegend sehr viel Spaß,was heutzutage beim Studieren nicht immer selbstverständlich scheint. Sie ist eine waschechte ,,Berliner Pflanze“, d.h. sie ist in Berlin geboren und lebt auch hier. Die Umgebung der Potsdamer Straße ist ihr persönlich bekannt.

Momentan ist sie noch ohne Kind und ,,Kegel“ und hat auch keinen Hund. Aber sie ist anderen tierischen Mitbewohnern sehr zugeneigt.

Tagtäglich begeistern sie ihre zwei Rennmäuse,die sie bei einem Berliner Züchter erworben hat.  Die Rennmäuse machen  sich ,,piepend“permanent bemerkbar  und sorgen stets für gute Stimmung in ihrer Wohnung.

Durch ihre ausgeprägte Affinität zu Tieren möchte sie am liebsten nach ihrem abgeschlossenen Studium in diesem Bereich beruflich beginnen. Ihr Wunsch wäre es, auf unterschiedlichen Bauernhöfen zu arbeiten.

Sie selber möchte dafür verantwortlich sein, evtl. im Rahmen einer Beschäftigung des öffentlichen Dienstes,als Hygienebeauftragte o.ä. dafür zu sorgen, dass es allen Tieren dort gut geht.

Im Übrigen   wäre ein perfekter Tag für sie, bei angenehmen 20 Grad und Sonne in einem Tierpark zu sein und  Tiere zu besuchen. Auch könnte es ein Besuch von speziell kleinen Hundewelpen sein, darauf ist sie aber nicht unbedingt festgelegt.

Das Portrait ist entstanden im Rahmen des Kurses Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen des Career Centers an der Humboldt Universität.

 

 

 

 

„Bin ich schön?“ – fragt die schlitzblättrige Buche im Kleistpark

Von HU-Gastbloggerin Kaya

Naturdenkmale nahe der Potsdamer Straße. „Ahh, Bäume!“ denke ich beglückt, genau mein Thema. Seit einem forstwirtschaftlichen Unikurs und dem Buch von Peter Wohlleben „Das geheime Leben der Bäume“ sind mir meine Waldspaziergänge noch lieber geworden. Bevor ich mir ‚meinen‘ Baum aussuche, sammele ich ein paar Fakten.

Auf der Liste der Berliner Naturdenkmale sind 605 Denkmale verzeichnet. Diese sei aber nicht aktuell, erfahre ich vom Bezirksamt; einige Bäume stehen nicht mehr. Neuausweisungen – so der Fachjargon – gab es wohl 2001 das letzte Mal. Aus der Liste wähle ich ‚meinen‘ Baum.

Die stattliche denkmalgeschützte Stieleiche im Kleistpark ist auch vor grauem Märzhimmel eindrucksvoll.

Ein paar Tage später sitze ich unter der Stieleiche im Kleistpark und benötige an diesem Märzmorgen doch etwas Phantasie, um in die richtige Stimmung für ein Baum-Portrait zu kommen: Das Straßenrauschen wird zum Wind in den Blättern, die Sonne funkelt durch das Blätterdach, Vögel singen in den Ästen und ein Eichhörnchen springt behende… ok genug!

Ich brauche keine Sommerromantik, um mich in diesen Baum zu verlieben. Da es Mitte März ist, ist das einzig Farbenfrohe das grell gelb leuchtende „Naturdenkmal“-Schild. Seine Äste sind kahl, sowie es sich für eine anständige Eiche zu dieser Jahreszeit gehört. Zu seinen Füßen steht ein grauer Stromkasten. Trotzdem! Der Baum wirkt groß und mächtig mit weit ausladenden Ästen, so wie man sich ein stattliches Naturdenkmal vorstellt. Tut ‚man‘ das? Wieso eigentlich?

Wer oder was ist ein Naturdenkmal?
Naturdenkmale können Bäume, Findlinge, Pfuhle oder Flächen wie Wiesen oder Teiche von bis zu 5ha sein. Als Baumfan steht mein Fokus fest. Als mögliche Gründe für eine Unterschutzstellung für Bäume nennt die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (ab jetzt SenUVK) „Seltenheit, Eigenart, außergewöhnliche Schönheit und Mächtigkeit, kulturgeschichtliche oder landschaftstypische Kennzeichnung„. Das klingt schon mal recht erhaben, aber ab wann ist so ein Baum denn ‚außergewöhnlich schön‘? Zusätzlich zu mindestens einem dieser Qualitätskriterien muss der Baum noch mindestens einem der Wuchskriterien entsprechen. Diese sind festgelegte Werte für verschiedene Arten bezüglich der Höhe, des Stammunfangs und des Kronendurchmessers.

Die schlitzblättrige Rot-Buche stammt noch aus der Zeit als der Kleistpark der botanische Garten war. Der BUND-Berlin hat mir freundlicherweise mit einem sommerlichen Foto ausgeholfen.

Moment Mal! Wie kann ein Baum den besonders eigen sein und zugleich einen artentypischen Wuchs haben?
Genau hier widersprechen sich die Kriterien, denn auch ein mickriger Baum kann historisch bedeutsam sein„, erklärt mir Christian Hönig, der Referent für Baumschutz bei BUND Landesverband Berlin. Unter anderem deswegen sind die SenUVK und der BUND für Umwelt und Naturschutz eine Kooperation eingegangen. Neben der Überprüfung des Bestandes hat Hönig Vorschläge für neue Kriterien erarbeitet, bei denen Wuchskriterien nur noch in Verbindung mit ‚Schönheit‘ gelten sollen.

Das Besondere im Vergleich zu anderen Schutzkategorien liegt bei Naturdenkmalen darin, dass sie den Bezug der Menschen zur Natur zeigen„, so Hönig. Hierbei wird nicht nach dem Biodiversitäts- oder Artenschutz geschaut, sondern nach ästhethischer oder historischer Bedeutung für den Menschen. So könnte die Eiche im Kleistpark zum Beispiel ein Relikt aus dem Botanischen Garten sein, der sich fast 200 Jahre dort befand, bevor er Anfang des 20. Jahrhunderts nach Dahlem verlegt wurde.

Sicher aus der Zeit des botanischen Gartens stammt die seltene schlitzblättrige Rot-Buche, die unserer Eiche gegenüber steht. Mit ihrem 10 Metern Höhe und Breite hat sie den Wuchs-Test für Naturdenkmale nicht bestanden. Falls Hönigs Vorschläge angenommen werden, könnte die relativ kleine Buche den Sprung in den Denkmalschutz aber noch schaffen. Selten und historisch bedeutsam ist sie alle Mal.

Der Artikel ist entstanden im Rahmen des Kurses „Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen“ des Career Centers an der Humboldt Universität.

Portrait Kaya

von HU-Gasbloggerin Jule

Wir stellen uns vor. Kaya – „ Der Name kommt aus der Türkei und ist dort ein Männervorname“. So starteten also Kaya, welche keine türkischen Wurzeln in sich trägt und auch voll und ganz dem Bild einer Frau gleicht, und ich unser gemeinsames Interview. „Wollen wir zum Wasser? Es ist so schön draußen.“
Überrascht stelle ich auf der sonnigen Bank sitzend fest, sie kommt aus Berlin. Ja eine wahre Berlinerin, wie es im Volksmund so gerne gesagt wird. Ein Studium außerhalb der Hauptstadt wäre für sie keine Option gewesen – „mein Liebster und meine Familie sind hier“. Diese ließ sie nur für eine begrenzte Zeit nach dem Abitur zurück.
„Ein halbes Jahr war ich in Westafrika“. Hier hat sie ihre Liebe zu exotischem Essen entdeckt. Während dem Bachelor war sie nochmals für zwei Monate im Ausland (Ecuador). Dieses mal für ein Praktikum. Eine längere Urlaubsreise brachte sie zwischendurch nach Südostasien.
Mittlerweile befindet sich die in Schöneberg lebende Kaya am Ende ihres Masterstudiums. „Integrated Natural Ressource Management studiere ich. Du kannst auch einfach INRM schreiben.“ Um ihren Pflichten nachzugehen nimmt sie für die Vorlesungen einen 40 minütigen Weg mit der S-Bahn auf sich. „Die meisten Kurse sind leider nicht so spannend“, lacht sie. Nun fehlt ihr nur noch ein Punkt, um mit Ihrer Masterarbeit loslegen zu können. Diesen sammelt Sie bei dem Career Center Kurs „Online-Journalismus – Recherchieren und Bloggen“. Ob sie sich über diesen letzten einzuholenden Punkt ärgert? „Nein. Ich finde die Kurse des Career Centers spannend und möchte davon noch mehr besuchen.“
Sobald Kaya das Studium abgeschlossen hat möchte sie mit ihrem Freund auf Weltreise gehen und danach auf’s Land ziehen und ihr eigenes Gemüse anbauen.

Das Portrait ist entstanden im Rahmen des Kurses Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen des Career Centers an der Humboldt Universität.

Eine Masterarbeit über Wissen, ein Telefonat mit Liberia und die Potsdamer Straße

Von HU-Gastbloggerin Jette

Haben Sie schon einmal ein Skype-Interview mit jemandem in Westafrika geführt? Nein. Ich bisher auch nicht und deshalb war es eine umso spannendere Erfahrung.

Meine Interviewpartnerin
Ylva Kürten lebt zurzeit in Liberia. Dort arbeitet sie als freie Mitarbeiterin für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) an einem Energising Development Projekt, das die Versorgung von sozialschwachen Ländern mit umweltfreundlichen Energieformen, wie Solarenergie, zum Ziel hat. In den nächsten anderthalb Jahren  wird sie alle drei Monate zwischen Berlin und Liberia pendeln.

Ylva Kürten machte ihren Bachelor in in Anthropologie, Lateinamerika Studien und Spanisch an der FU und entschied sich danach dafür, den sozialwissenschaftlichen Aspekt dieses Studiums aufzugreifen und im Master Soziokulturelle Studien an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) zu studieren.

Doch was verbindet Ylva mit der Potsdamer Straße?
Vor Liberia verbrachte Ylva Kürten über mehrere Monate viel Zeit an der Potsdamer Straße. Das Gebiet war der Forschungsschwerpunkt für Ihre Masterarbeit. Zu Beginn ihrer Recherchen war die Potsdamer Straße für sie eine auf den ersten Blick „ziemlich hässliche Durchfahrtsstraße“, doch mit der Zeit lernte sie die Vielfalt des Gebietes zu lieben. Unter dem Titel „Wissen macht Stadt“: Wie urbane Wissenspraktiken Stadt produzieren. Eine empirische Untersuchung am Beispiel des Beteiligungsprozesses „Leitbildentwicklung Potsdamer Straße“ in Berlin (Ylva Kürtens Masterarbeit  Download als pdfsetzte sie sich mit den Wissensständen von Verwaltung und Anwohnern in der Potsdamer Straße auseinander. Dazu befragte sie Experten z.B. Mitarbeiter des Quartiersmanagements Magdeburger Platz – Tiergarten Süd und Bürger bei den Beteiligungsworkshops und den Quartierratssitzungen zur Leitbildentwicklung.

Problematisches Verhältnis zwischen Politik und Anwohnern
Nach vielen Stunden vor Ort konnte Ylva konstatieren, dass „Quartiersmanagement und Anwohner das Gebiet ganz unterschiedlich wissen“ und dass ein Großteil der Menschen, die eigentlich in die Leitbildentwicklung mit einbezogen werden müssten, durch Geld- oder Zeitmangel der Verwaltung nicht von den Kampagnen angesprochen wurden. So fanden die Bürgertreffen alle in einer evangelischen Gemeinde statt. Dies war für das Quartiersmanagement günstig, allerdings wurde auf diese Weise der überwiegende Teil der Anwohner der Potsdamer Straße mit muslimischem Glauben indirekt ausgegrenzt.

Die Potsdamer Straße in den nächsten zehn Jahren
Ylva vermutet , dass das Gebiet in Zukunft sauberer, weniger kriminell und dadurch teurer und schicker werden wird. Als treibende Kraft sieht sie dafür aber nicht die Leitbildentwicklung des Quartiersmanagements (Broschüre als pdf), sondern die Gentrifizierung in Berlin im Allgemeinen. Dies wird zur Folge haben, dass viele Menschen aufgrund steigender Mieten wegziehen müssen. Ylva geht davon aus, dass sich die Probleme also nur oberflächlich und in Zahlen beseitigen lassen bzw. in andere Stadtteile verlagern werden.

Nach der Abgabe ihrer Masterarbeit ist die Potsdamer Straße in vielerlei Hinsicht wieder aus Ylvas Leben verschwunden, dennoch hat sie einige „Geheimtipps wie die Joseph-Roth-Diele“ in ihren Alltag integriert.
Außerdem kann sie im Rückblick sagen, dass sie ihre Themenwahl nie bereut hat und froh ist, kein „Mainstreammodethema wie Urban-Gardening oder Flüchtlinge“ gewählt zu haben.

Der Artikel ist entstanden im Rahmen des Kurses „Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen“ des Career Centers an der Humboldt Universität

Jette

Henriette aka Jette/ 18 Jahre jung/ geboren und ansässig in Berlin/ Familienmensch/ gegenwärtig in einer Mädels-WG zusammen mit ihrer Mom lebend/ erkundet gern zusammen mit ihren Freunden für sie noch unbekannte Ecken der Hauptstadt/ hat kürzlich die Weinerei in Friedrichshain kennen und lieben gelernt/ Theater- und Kinogängerin/ liebt Theaterklassiker wie Romeo&Julia und historische Filme, Krimis und Dramen/ Badmintonspielerin/ Jane Austen-Liebhaberin/ studiert Deutsch und Medienwissenschaften an der HU/ ihre Studienwahl spiegelt ihre Leidenschaft für Literatur wider, die bereits in jungen Jahren durch Vorlese-Sessions ihrer Eltern geweckt wurde-die fanden stets vor dem abendlichen Schlafengehen statt, waren aber stets viel zu kurz/ steht am Anfang ihrer akademischen Ausbildung mit dem Plan beide Fachgebiete in ihrem Berufsleben zu integrieren/ dies realisiert sie bereits in ihrer Arbeit als freie Redakteurin der Digitalen Seiten GmbH/ strebt jedoch, aufgrund der Schwierigkeiten (z.B. unregelmäßige Auftragslage), welche das freie journalistische Arbeiten mit sich bringt, eine Umorientierung an/ sieht sich in der Zukunft vielleicht bei einem Verlag oder einer Zeitung arbeiten/ lässt sich gern von Menschen in ihrer unmittelbaren Lebenswelt inspirieren, insbesondere von ihren Familienmitgliedern, anstatt realitätsfernen Idolen nachzueifern/ peilt ein Praktikum in Frankreich in einer Bibliothek oder einem Buchladen an/ möchte Berufstätigkeit und Familiengründung kombinieren/ eine sehr freundliche, aufgeschlossene, mannigfaltig interessierte junge Frau

Das Portrait ist entstanden im Rahmen des Kurses “Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen” des Career Centers an der Humboldt Universität

Häuser als Zeitzeugen

Die Zeit, sie eilt und mit ihr verändert sich die Potsdamer Straße zusehends. Heute sind die StudentInnen des HU-Career Center 2017 für eine erste Begegnung im Gebiet. Sie werden hier recherchieren, Interviews führen und in Artikeln auch uns allen neue Aspekte unseres Kiez auf ihre Art und Weise bekannt machen.

Da ist es auch Zeit eine Nachlese zu betreiben. Drei StudentInnen des letzten Kurses im Frühjar 2016 machten es sich zur Aufgabe, die Entwicklungen an der Potsdamer Straße zu beobachten und auch die Folgen zu bedenken. Das ist eine Mammutaufgabe und im Rahmen eines Semesterferienkurses nicht zu bewältigen. Doch Ihre Versuche sind Wert zu schätzen.

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Jetzt folgt Artikel Nummer 2

Von HU-Gastblogger Lukas Grimm.

La Belle Epoque, Plattenbauten und ein „urbanes Wohnensemble“ befinden sich hier im Kiez. Am urbanen Wohnensemble wird zwar noch geschraubt, aber nicht mehr allzu lange. Miteinander verglichen, stellen das Maggihaus in der Lützowstrasse, das Pallasseum an der Potsdamerstrasse und die Neubauten in der Flottwellstraße eine bunte Mischung aus verschiedener Architektur dar.

Viel interessanter allerdings: Die jeweiligen Gebäude spiegeln vor allem auch sozialen Wandel wieder und geben historische Einblicke preis, die das Hier und Jetzt relativieren.

Das Maggi Haus
La belle Epoque und Maggi. Passt das zusammen? Anscheinend schon, denn im Jahre 1911 baute das damalige schweizer Unternehmen in der Lützowstrasse 102-104 ein neues Fabrikgebäude. Auch heute noch können sich die Fassade mit ihren vielen Skulpturen sowie die großen Höfe im Inneren blicken lassen und schaffen Einblicke in die damalige Zeit.

Collage – potseblog

La belle Epoque bezieht sich typischerweise auf die Jahre 1871 bis 1914, eine Zeit des Friedens geprägt von Optimismus, Fortschritt und Kultur innerhalb Europas. Für Berlin war dies die Zeit des Umbruchs. Aus der chaotischen Stadt, die dank der Industriellen Revolution aus allen Nähten platzte, wurde durch Eingreifen der Regierung eine Stadt der Moderne. Einerseits sorgten Museen und Theater für kulturelle Entwicklung. Andererseits wurde dank der Arbeiterbewegung die Industrie stark sozialisiert, worüber sich die Mitarbeiter Maggis vermeintlich gefreut haben.

Das Pallasseum
Wohnmaschine. Der Sozialpalast. Städtebauliche Katastrophe. Das Pallasseum. Es hat viele Namen, die meisten von ihnen schwer als Kompliment zu interpretieren. Gebaut in den Jahren 1973-76 war das Pallasseum als „zukunftsweisende Alternative zum Altwohnbaubestand“ gedacht. Ein Testament des Wiederaufbaus Berlins durch Gastarbeiter.

Es verfügt über 514 Wohnungen, von denen allerdings 1998 ein Viertel leer standen. Hauptgrund der Verwahrlosung dieser Wohnmaschine war vor allem die Umsetzung des Besetzungsrechts, welches zu „Fehlentwicklungen in der Mieterstruktur“ führte. Diese wiederum führten zu fehlenden Investitionen sowie Verbreitung von Kriminalität und Drogen. Es kam so weit, dass in politischen Gremien der komplette Abriss diskutiert wurde.

Erst 1998 gelang der Verwaltung in Zusammenarbeit mit Sozialarbeitern und Quartiersmanagement ein Neuanfang. Umstrukturierung der Mietstruktur, Sanierungsinvestitionen in Höhe von 6,5 Mio. EUR und soziale Projekte haben es letztendlich ermöglicht, das Pallasseum mit seiner bunt gemischten Gemeinschaft zu erhalten.

Flottwell Living
Wer „Flottwell Living“ googled, wird schnell fündig. Sechs verschiedene Stadthäuser werden hier aus dem Boden gestampft. Direkt am Gleisdreieck-Park gelegen fangen Quadratmeterpreise bei ca. 3000 Euro an. Insgesamt sind es 270 Wohnungen, wovon 148 als Eigentumswohnungen angedacht sind.

Es schreit förmlich nach Gentrifizierung, wobei 2 Drittel der Wohnungen an Berliner verkauft wurden. Nichtsdestotrotz, die Gegend wird teurer werden. Aber das wird sie ohnehin. Berlin ist eine der beliebtesten Städte der Welt, vergleichbar mit Paris, London und New York. Über 40.000 Menschen ziehen jährlich nach Berlin. Es ist also absehbar, dass der Wohnungsbedarf steigen wird.

Im Endeffekt sollten wir Projekte wie Flottwell-Living willkommen heißen, denn wir werden noch sehr viel mehr von ihnen benötigen.

Der Artikel ist entstanden im Rahmen des Kurses „Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen“ des Career Centers an der Humboldt Universität

 

Designerladen neben Dönerbude – jeht nich‘ jibt´s nich‘?

Die Zeit, sie eilt und mit ihr verändert sich die Potsdamer Straße zusehends. Heute beginnt ein neuer Kurs am HU-Career Center und wieder werden StudentInnen ins Gebiet der Potsdamer Straße kommen, hier recherchieren, Interviews führen und in Artikeln auch uns allen neue Aspekte unseres Kiez auf ihre Art und Weise bekannt machen.

Da ist es auch Zeit eine Nachlese zu betreiben. Drei StudentInnen des letzten Kurses im Frühjar 2016 machten es sich zur Aufgabe, die Entwicklungen an der Potsdamer Straße zu beobachten und auch die Folgen zu bedenken. Das ist eine Mammutaufgabe und im Rahmen eines Semesterferienkurses nicht zu bewältigen. Doch Ihre Versuche sind Wert zu schätzen.

Hier Artikel Nummer 1

von HU-Gastbloggerin Luisa

Manche nennen sie liebevoll die „Potse“, andere sind ihr gegenüber eher misstrauisch – die Potsdamer Straße in Berlin ist wohl eine der vielfältigsten Straßen der Hauptstadt. Doch die Straße verändert sich – immer mehr High End Läden finden hier ihren Platz. Einige Stimmen zu der Frage: „Pro Vielfalt oder Angst vor Verdrängung?“

Trist & chaotisch – das sind die wohl ersten Gedanken, die mir durch den Kopf geschossen sind, als ich am U Bahnhof Bülowstraße ausgestieg. Das soll die berühmt berüchtigte Potsdamer Straße sein? Als frisch Zugezogene schaue ich mir eher misstrauisch die von dem Leben gezeichneten Menschen und die heruntergekommenen Häuser an. So ganz habe ich nicht verstanden, um was genau es jetzt geht, wenn die Berliner von der Schönheit und Vielfalt der „Potse“ sprechen. In mir löste das Ganze eher einen Fluchtreflex aus.

Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Denn traut man sich erst einmal in die Seitenstraßen und Hinterhöfe, erkennt man Stück für Stück, was es mit der Faszination „Potse“ auf sich hat. In einem Moment kauft man sich Avocados vom netten türkischen Gemüsehändler und im anderen Moment befindet man sich in einem High-Fashion Laden mit New York Potential. Überraschter und verwirrter hätte ich nicht sein können.

Früher lebten hier die Hausbesetzer, potse2unter ihnen  Klaus-Jürgen Rattay, welcher damals ums Leben gekommen ist. Um ihm zu Gedenken, wurde in der Potsdamer Straße Ecke Bülowstraße eine kleine Gedenkstätte errichtet.  Tagein tagaus wurde hier diskutiert  und demonstriert. Mittlerweile sind die meisten von ihnen weiter gezogen. Sie machten Designerläden wie den Acne Studios und Kunstgalerien Platz. Und genau das ist eine Tatsache, die man an der Potse sehr gut beobachten kann. Immer mehr solcher High End Geschäfte finden hier ihren Platz.

Doch was halten eigentlich die Berliner von diesem Wandel? Freuen sie sich über die neue Vielfalt oder vermissen sie den alten Charakter der Potsdamer Straße? Um auf diese Frage eine Antwort zu finden, habe ich mit mehreren Studenten gesprochen.
potse1Zuerst sprach ich mit Julian. Julian ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Ihm gefällt die Veränderung an der Potsdamer Straße: „Berlin ist eine Stadt, die sich ständig verändert und trotzdem irgendwie immer gleich bleibt. Die Veränderung der Potse gehört für mich da irgendwie mit dazu – warum sollte man die Veränderung hier stoppen?      So kommt doch erst die Vielfalt zustande. Ich freue mich, wenn ich sehe, dass direkt gegenüber dem 10 Jahre alten Döner Pascha Grill eine Kunstgalerie wie die Zwitschermaschine aufmacht. Für mich bedeutet das, dass die Toleranz in meiner Stadt wächst. Und das ist ja potse 3eigentlich genau das, worauf Berlin immer so stolz ist – also Toleranz und Vielfalt. Natürlich hat  das Ganze nicht nur Vorteile, das ist mir auch klar – aber für mich gehören diese Veränderungen nunmal dazu. Welcher Kiez hat sich nicht schon mal verändert?“.

Doch es gibt auch Meinungen die den Wandel nicht befürworten… Anna ist Studentin und ebenfalls in Berlin groß geworden. Für sie hat das alles einen negativen Beigeschmack. „Ich will einfach nicht, dass ich irgendwann zu meinem Lieblingsrestaurant Sofram gehe und feststellen muss, dass er zu machen musste, weil die Mieten so gestiegen sind. Und dass dort dann anstelle des Restaurantes irgendein Schicki-Micki Laden ist. Das finde ich einfach nicht fair – Toleranz hin oder her. Die Geschäfte die in die Potse kommen, nur weil das grade ein angesagter Kiez ist nerven mich. Sie könnten sich auch einen teureren Standort leisten, aber kommen lieber hier her und sorgen dafür, dass Geschäfte, die schon seit meiner Kindheit hier sind zumachen müssen.“

Nach diesen Gesprächen ist mir klar geworden, dass ich den Wandel in der Potsdamer Straße eigentlich gut finde, aber jedoch nur bis zu einem gewissen Maße. Einer der Gründe, warum ich nach Berlin gezogen bin, war definitiv der ständige Wandel und auch die Vielfalt der Stadt. Allerdings finde ich es nicht in Ordnung, wenn kleine Läden aufgrund der Miete nicht mehr bestehen können. Denn diese kleinen, teilweise traditionellen Läden, sind unter anderem das, was Berlin so charmant macht. Und ohne sie hätte man an der Potsdamer Straße nicht diesen einmaligen Kontrast zwischen Designerladen und Dönerbude.

Der Artikel ist entstanden im Rahmen des Kurses „Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen“ des Career Centers an der Humboldt Universität

Back to the roots – Ein Rheinländer auf den Spuren seiner Berliner Wurzeln

Im Gedenken an Matthias Kühnel
Ich war hoch erfreut, dass Matthias Kühnel 2014 zu einem Interview einwilligte und auch, dass dann der unten stehende Artikel über ihn erscheinen konnte. Denn so offen und hilfsbereit und rührig er im Kiez auch war, so wenig wollte er  – außer im persönlichen Kontakt – im Netz über sich preisgeben. Mit Bildern schon gar nicht. Und auch von seiner Laufbahn als Fotograf kann man nicht finden und das nicht nur damit zu tun, dass er sich der analogen Fotografie verschrieben hatte.

Doch fragte man NachbarInnen und seine MieterInnen, dann war viel Freundliches zu hören. Autoverleih, mit Anpacken bei Umzügen oder Reparaturen, Ratten bis in den Gleisdreieckpark bringen, wenn sie bei ihm im Gewerbehof auftauchten. Weiterlesen