Archiv für den Autor: potseblog

Schimmel, Ratten und jetzt auch noch Asbest

Tarsap_01Neue Schilder hängen seit letzter Woche an den Eingangstüren und in den Hausfluren der sechs „TARSAP-Häuser“ in der Kulmer Straße 1-4 und Alvenslebener Straße 12 und 12a.

Sie ersetzen Einladungen zu der folgenden Veranstaltung. Um sie anzubringen, sind Einladungen zu einer Veranstaltung entfernt worden.

Informationsveranstaltung  zur Asbestbelastung in den Häusern
Alvenslebenstraße 12 und 12 a und Kulmerstraße 1 bis 4
am Mittwoch, den 11. März 2015 um 17 Uhr
im Gemeindesaal der Ev. Luther-Kirchengemeinde
Bülowstraße 70/71, 10783 Berlin Weiterlesen

Was machen die eigentlich und wieso reißt es kaum jemanden vom Hocker?

Von einer HU-Gastbloggerin

Villa Schöneberg_02Es gibt Themen, die die Massen mehr begeistern. Doch was Sozialarbeit in Berlin leistet ist beeindruckend und spannend. Dazu gehört auch die Villa Schöneberg“ in der Frobenstraße. Weiterlesen

Misstönige Fanfarenstöße für die Allegro Grundschule

ODER
Die Zementierung eines schulpolitisch unbefriedigenden Zustandes

Haben Sie schon einmal in der Philharmonie musiziert und sind von Tausenden von ZuschauerInnen beklatscht worden? Nein?

Dann stellen Sie es sich doch einfach mal vor. Sie stehen mit 50 – 80 MusikerInnen auf der Bühne und spielen, singen, trommeln ein Stück, das sie zuvor gemeinsam einstudiert haben. Es gelingt gut, schon das ist ein Grund zur gemeinsamen Freude. Und dann kommt der Applaus des Publikums. Sie wissen, dass im Raum auch ihre Geschwister, FreundInnen oder Verwandte sitzen und jetzt ihr Können bejubeln. Vielleicht ist die Zuhörerschaft auch so begeistert, dass Sie noch eine Zugaben spielen müssen.

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Auch für Erwachsene sind das jedes Mal wieder wunderbare Momente. Für Kinder und Jugendliche sind sie jedoch noch viel einprägsamer. Ich weiß das, denn ich spreche aus jahrzehntelanger Musizier- und Konzerterfahrung. Weiterlesen

Schabloniertes in der Bülowstraße

Zwei Tage vor der Ausstellungseröffnung traf ich Hugo Kaagman auf der Leiter vor einer Wand in der Bülowstraße. Ich war auf der Suche nach der Street Art Aktion – hatte ich doch gehört, dass Urban Nation „etwas plante“. Viel mehr wusste ich nicht, doch da war ja nun Hugo Kaagman auf der Leiter.

Cut it out_Hugo Kaagman_04

Er wiederum war sich auch nicht ganz so sicher, wo er hier gelandet sei – mit der Prostitution und so. Auf jeden Fall hatte er auch gleich ein neues deutsches Wort gelernt – Freudenhaus. Dieses belustigte ihn sehr und deshalb hatte er es auch gleich künstlerisch umgesetzt. Weiterlesen

Warme Farben tanken in der Elisabeth Klinik

Eine Empfehlung für die erste Februarwoche

An der Potsdamer Straße sind es immer wieder die unerwarteten Räume, die – betritt man sie spontan und unvorbereitet – das Leben hier so liebenswert machen.

Letzte Woche geschah mir dies in der Lützowstraße, in die ich glücklicherweise nicht in der Notaufnahme, sondern im Multifunktionsraum des Charlottenheims der Evangelischen Elisabeth Klinik landete. Hier wird bis zum 6. Februar 2015 der Zyklus „Chagall – Bilder zur Bibel“ präsentiert.

Chagall_Elisabeth Klinik_08Beim Betreten nahmen mich die Farben der im Rund gehängten 43 Lithographien sofort in ihren Bann – ohne, dass ich vom Sujet viel gewusst hätte. Grüne, blaue, rote, aber auch graue Flächen und Umrisse – fast tönen sie aus den Bildern hervor. Ich schaltete automatisch einen Gang hinunter im Tempo und einen Gang hinauf in der Fröhlichkeit.

Marc Chagall schuf in den Jahren 1956 und 1960 zwei Lithographie-Zyklen zur Bibel, das Thema beschäftigte ihn bereits in den 1930er Jahren. Doch möchte ich hier in keine kunstgeschichtliche Betrachtung gehen.

My paintings were showing off in the Potsdamer Strasse“ Weiterlesen

007 ODER Securitas 10785

Seit fast einem Jahr ist leuchten die drei roten Punkte nun an der saniert glänzenden Fassade Ecke Lützowstraße. Viel Beachtung habe ich ihnen nie geschenkt. Vor Weihnachten erfahre ich jedoch, dass sich in diesem Haus Europas einziges Museum zur Geschichte der Sicherheit. Und melde mich für einen Besuch an.

Securitas_RW_01

Zur Vorbereitung meines Treffens mit dem Unternehmenshistoriker Erich Kupferschmidt checke ich kurz das Internet: Securitas Holding GmBH – Potsdamer Straße 88, 10785 Berlin. Ich erfahre, dass es insgesamt 120 Niederlassungen in Deutschland gibt, die Bereiche der Dienstleistungen endlos und Securitas Deutschland mit einem Umsatz von 657 Millionen Euro und rund 19.000 Beschäftigten Deutschlands „Führender Sicherheitsdienstleiter“ sei.

Aha. Weiterlesen

Seit 268 Minuten neu eröffnet – BIOSFERA

Donnerstag, 15. Januar, 2015, 12.28 Uhr
Elzbieta und Halil Bekmez haben dieses innere Lächeln von Menschen, die einen neuen, guten Weg einschlagen. Okay, ein bisschen müde wirken sie auch; kein Wunder. Denn vor gerade mal vier Stunden haben sie ihren Laden eröffnet.

BIOSEFRA – Naturkostladen Cafe&Bistro – Flottwellstraße 14.

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Mo – Fr 8.00 – 19.00 Sa 8.00 – 14.00

Wir beide wollten schon seit längerem selbstständig arbeiten,“ sagt Elzbieta Bekmez. Da sie beide im Kiez, genauer in der Pohlstraße, leben und ihre Kinder hier in die KiTa gehen, ist es klar, dass ihnen die Bautätigkeiten in der Flottwellstraße nicht verborgen blieben. „Wir haben den Laden hier gesehen und alles weitere hat sich dann ergeben.“ Weiterlesen

Über Pfosten und den Radweg Bülowstraße

„Das Alte abgelegt, das Neue angefangen. Wer am Ende Vergangenes versteht, kann Neues erst empfangen.“ Dieser Gedanke, gepostet heute zum Neuen Jahr von der Agentur A-Vitamin aus der Körnerstraße, lenkte meine Gedanken direkt zum Radweg Bülowstraße.

Dies war verständlicherweise keine logische Verknüpfung, eher eine assoziative, weil dieser Radweg sich so lange bewegte zwischen alt/neu, und begonnen/

Radweg Buelow klein 29

Auch schloss sich kein Versuch des Verstehens an, eher ein kurzes Rekapitulieren nach dem Motto: Was als Letztes geschah Weiterlesen

Heut/Morgen bleibt die Küche kalt

Christiane Latendorf_Urzeitvogel_2013

Christiane Latendorf „Urzeitvogel“ 2013

Mittwoch und Donnerstag sind die kulinarischen Tage in der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde in der Kurfürstenstraße. Nur selten schließen die Pforten so wie heute und morgen zur Feier der Jahreswende 2014/2015.

Sonst wird – wochein/wochaus – am Nachmittag wird geschnippelt und gekocht. Am Abend wird geschlemmt.

Und wie bei jeder köstlichen Mahlzeit trägt jedes Ingredienz zum Wohlgeschmack bei. Wobei zur Zeit wieder Menschen gesucht werden, die Lust haben, die Kochtöpfe zu füllen und die Gäste zu bewirten. *(Infos am Ende des Artikels)

Wie Sie auf den Geschmack zum Mitmachen kommen, erfahren Sie in der folgenden Suppenküchen-Kochanleitung Weiterlesen

Herr Odes hinter der Säule ODER Hinter einige Fassaden der Flottwellstraße geschaut

Flottwellstrasse_1000px_14

Beim Anblick des Schriftzuges muss ich lachen. Und gleich tauchen Fragen auf. Ist Herr Odes groß, kraushaarig, jung, dich, dünn, bartlos? Warum steht er hinter der Säule? Steht da wirklich jemand hinter der Säule?

Belustigt und neugierig betrete ich das Flottwell Berlin. Herrn Odes kann ich nicht finden, doch sehe „Palme“ an den Säulen, „hohe Tür“ an einer Glastür und „Shalom“ an der Rezeption. „Was soll das?“ ist mein erster Satz an Geschäftsführer Stephan Kühne.

Flottwellstrasse_1000px_11„Als mir diese Weihnachtsdekoration, nachempfunden der Bauhaus-Krippe, vorgeschlagen wurde, hab ichs nicht ganz verstanden, aber ich habe der Frau, die mir es vorgeschlagen hat, vertraut,“ antwortet er. „Der Gepäckwagen heißt jetzt heißt Kamel.“

Wenig später im Gespräch fügt er – passend zur Jahreszeit – hinzu, er sei zu seiner Position als Geschäftsführer gekommen, „wie die Jungfrau zum Kind.“ Der Vorschlag hier in der Flottwellstraße ein Hotel zu eröffnen, sei an ihn herangetragen worden. Als IT-Fachmann hätte er keine Ahnung von der Hotellerie gehabt. „Da hab ich in München erstmal ein zweiwöchiges Praktikum in einem Hotel gemacht, bin überall mitgelaufen und hab ganz viel mitgeschrieben,“ erzählt er. „Danach wusste ich, dass ich im Team unbedingt gute Hotelfachleute haben musste.“ Weiterlesen