Archiv für den Autor: potseblog

Die Aramäer in Not

Die Segnung des Patriarch Ignatius Aphrem II, Oberhaupt der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien, am 25. November gab den Seelenschmerzen Linderung und circa 2.000 Menschen kamen in die Syrisch-Orthodoxe Kirche an der Potsdamer Straße, um die Segnung zu empfangen.

Syrisch Orthodoxe Kirche_Patriarch_1000px_03

Patriarch Ignatius Aphrem II in der Syrisch Orthodoxen Kirche in der Potsdamer Straße

Die Menschen standen dicht gedrängt bis auf den Vorplatz,“ erinnert sich Pfarrer Murat Üzel. „Jeder von uns hat Verwandte in den Kriegsgebieten des Iraks und Syrien. Wir sind in Gedanken ständig dort. Genaue Informationen hat niemand von uns. Doch wir wissen, dass die Lage verzweifelt ist und dass der Winter kommt.“ Weiterlesen

Eis Vannini – Eisdiele und Pizzeria

TRADITIONELL. ITALIENISCH. FAMILIÄR.

Geheimtipps_Eis Vanini_Portrait

Foto: Carmen Jasmyn Hoffmann

Rasant geht es zu an der Schwelle von Kreuzberg und Schöneberg. An der Ecke Pallas und Postdamer Straße lockt das Eiscafé Vannini mit kreativer Sortenvielfalt aus eigener Herstellung. Ein buntes Angebot mit herzlich familiärem Charakter. Und das bereits seit den frühen siebziger Jahren. Der Relaunch vor einigen Jahren brachte neues Leben in die Potsdamer Straße 172 – und auch in den gelernten Maler und Lackierer Fabian Incannova. Die Rezepte bringt er aus der Heimat mit, variiert sie leidenschaftlich und veredelt die traditionellen Rezepte mit jungem Erfindergeist. “Eis ist mein Leben”, gesteht der Fabian Incannova. Genau das wissen auch seine Kunden zu schätzen: Seine Passion zum Eis spiegelt sich in jeder Kugel wider. Im multikulturellen Schöneberg kommen auch seine Gäste aus vielen Ländern dieser Welt. Das Eis und der familiäre Charakter des Cafés lässt sie immer wieder erscheinen. Mit Pizza hat er das Angebot erweitert. Fabian und seine Frau Seda Incannova bringen den La-den voran, die gute Seele des Betriebs ist aber seine Mutter: „Sie strahlt, sie brüllt und liebt ihre Gäste.” ( Text: Göran Halit )

Geheimtipps_Eis Vanini_Portrait_KartePotsdamer Str. 172, 10783 Berlin

Telefon: 030 216 84 57

Montag bis Sonntag 9.00 bis 23.00 Uhr

Tuk Tuk – indonesisch durch und durch

TRADITIONELL. VERWURZELT. VERMITTELND.

Geheimtipps_TukTuk_Portrait

Foto: Carmen Jasmyn Hoffmann

Christian Adelius hat das Tuk Tuk 2012 übernommen. Und so hält der ge-
lernte IT-Manager ein traditionsreiches Restaurant am Leben. Seit den Achtzigern besteht das Tuk Tuk – es ist das älteste indonesische Restaurant Deutschlands, für das gehobene Qualität und Tradition zum Markenzeichen geworden sind. Seine Mitarbeiter kommen aus Indonesien, seine Rezepte und Gewürze bleiben indonesisch, das Ambiente bleibt indonesisch – durch und durch traditionell, sodass auch der indonesische Botschafter regelmäßig einkehrt. Eines haben beide sogar gemeinsam: Sie wollen Vermittler sein von Kultur und Tradition. Der eine auf politischer Ebene, der andere über die Gastronomie. Erfahrung hatte er keine: „learning by doing” heißt die Devise. Seine IT-Kenntnisse sind hier äußerst hilfreich – Marketing macht er online und verzahnt die neu erlernten gastronomischen Kenntnisse mit seiner Basis. Eine gute Mischung für einen harten Kampf um einen Platz an der Sonne. Die Konkurrenz an asiatischen Alternativen ist in der Metropole groß. Doch seine Motivation ist ohnehin nicht nur eine wirtschaftliche – Adelius möchte die indonesische Kultur und Tradition bewahren. Die Potsdamer Straße ist der richtige Ort dafür, findet Adelius. Hier sieht er viel Potenzial – auch in Zukunft. ( Text: Göran Halit )

Geheimtipps_TukTuk_KarteGroßgörschenstr. 2, 10827 Berlin
Telefon: 030 781 15 88
info@tuk-tuk.de
www.tuk-tuk.de
Montag – Donnerstag, Sonntag 17.00 bis 23.00 Uhr
Freitag – Samstag 17.00 bis 24.00 Uhr

Der Fahrraddoktor – Fahrrad und Antiquitäten

SCHNELL. UNKOMPLIZIERT. FAIR.

Geheimtipps_Fahrraddoktor_Portrait

Fatih Tonbul | Foto: Carmen Jasmyn Hoffmann

Fatih Tonbul fühlt sich wohl in der Potsdamer Straße – und seine Kunden fühlen sich wohl bei Fatih. Sein Laden ist eine Mixtur aus Fahrradwerkstatt und Schätzen aus vergangenen Zeiten. Einen platten Reifen flickt er sofort, der Fahrradbesitzer kann solange in den Antiquitäten stöbern. Schränke, Stühle und Porzellan bringen Sammlerherzen ins Schwärmen. Ein Händler war Tonbul schon immer. Mit neun Jahren lehrte sein Vater ihm das Feilschen. Das Prinzip von Angebot und Nachfrage begriff er rasch und verdiente sich sein Taschengeld bereits zu Schulzeiten selbst. Von Werkzeugen bis zu Trends aus der Textilbranche: Tonbul war bei Mitschülern als mobiler Marktplatz bekannt und geachtet. In der Potsdamer Straße ist der gelernte Industriemechaniker sesshaft geworden, sein mobiler Markt trägt nun Wände und eine Tür. Der Schöneberger Kiez ist sei-ne alte und neue Heimat, eine vertraute Umgebung und „ein ungeschliffenes Juwel”, in der Tonbul stets ein offenes Ohr für seine Mitmenschen findet. Persönlich oder geschäftlich – der Unternehmer kümmert sich mit Leib und Seele um seine Kunden. ( Text: Göran Halit )

Geheimtipps_Fahrraddoktor_Karte

Potsdamer Straße 104
10785 Berlin
Mobil: 0178 937 69 93

Montag bis Freitag 10.00 bis 20.00 Uhr
Samstag 10.00 bis 17.00 Uhr

 

Sofram – Mediterrane Kochkunst

Leidenschaftlich, routiniert, erfinderisch.

Geheimtipps_Sofram_Portrait

Seher Yavuz | Foto: Carmen Jasmyn Hoffmann

Es klingt so einfach, wenn Seher Yavuz von ihrem persönlichen Erfolgsrezept spricht: „Frisch und jeden Tag neu“ – so kocht Yavuz im Sofram. Die Karte wechselt täglich, denn gekocht wird, was der Markt hergibt und die Inspiration hervorbringt. Insider wissen das nicht nur, sondern wissen es vielmehr zu schätzen. Die Karte mit wechselnden Hauptgerichten, allerlei Kleinigkeiten, aber auch einer Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten lockt die Gäste immer wieder in ihr Restaurant. Mediterran mit türkischem Akzent: Leidenschaft und Erfahrung kitzeln immer wieder neue Kreationen aus der Köchin und Gastronomin heraus. Seitdem sie 13 ist, fasziniert sich Yavuz für das Kochen. Auch der erste unternehmerische Rückschlag hat sie und ihren Mann nicht aus der Bahn geworfen, als die Wende ihre Gäste in die „Mitte” lockte – mit Kampfgeist haben sie das Sofram aufgebaut: In der Potsdamer Straße wird das Sofram geschätzt, denn Qualität und Atmosphäre münden in gute Kritiken. Natürlich ist ihr klar: Ohne gute Planung, die Yavuz als treibende Kraft des Soframs selbst übernimmt, und die Nähe zu ihren Gästen kommt kein Gastronom voran, der sich nicht auf einen Niedrigpreiskampf einlassen möchte: „Ich wünsche mir, dass die Menschen wissen, dass ich das alles mit viel Liebe mache“. Die meisten wissen es bereits. ( Text: Göran Halit )

Geheimtipps_Sofram_Karte

Potsdamer Straße 137, 10783 Berlin
Telefon: 030 219 64 168
rizi@web.de

Montag bis Sonntag 10.00 bis 24.00 Uhr

KopfSache – kontinuierlich Werte leben

FAIR. EHRLICH. GEKONNT.

Geheimtipps_Kopfsache_Portrait

Fotos: Carmen Jasmyn Hoffmann

Aller Anfang ist schwer: Doch wenn sich zwei Profis in ihrem Gebiet zusammenfinden, kann etwas Großes entstehen. Oliver Strehl ist der kreative Kopf und findet auf dem Kopf seiner Kunden den richtigen Schwung Mario Matalla schwingt gleichermaßen die Zahlen und sorgt als Betriebswirt dafür, dass die Zahlen im schwarzen Bereich bleiben. Und mit mittlerweile 10 Läden – davon 9 in der Hauptstadt – müssen die Geschäftspartner und Freunde die Sache mit Kopf angehen. 80 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind im Team und weitere kreative Köpfe werden stets gesucht. Wer hier zwei knallharte Unternehmer erwartet, liegt falsch. Fairness, ehrlicher und guter Umgang im Team sind ihnen sehr wichtig: „Über diese Werte wollen wir nicht nur reden, sondern sie auch leben, so Matalla. Das koste Zeit, gibt er zu, aber es lohne sich auch. Wer gerne arbeitet, angemessen entlohnt wird, macht sicherlich seinen Job besser: Und sie werden bestätigt, denn die meisten Kunden kommen wieder. Und die sind so facettenreich wie die Potsdamer Straße selbst genau die ist Matalla auch eine Herzensangelegenheit: Er liebt den Flair, die Mischung – „schick, urban versifft und mit Westberliner Charme.” ( Text: Göran Halit )

Geheimtipps_Kopfsache_Karte

Potsdamer Str. 114 10785 Berlin
Telefon: 030 26 55 82 00

Montag bis Freitag 10.00 bis 19.30 Uhr
Samstag 10.00 bis 16.00 Uhr

 

Café Peri – anatolische Kost

STILVOLL, HEIMATLICH, AUTHENTISCH.

Geheimtipps_Peri_portrait

Enver Akkus – Fotos Carmen Jasmyn Hoffmann

Enver Akkus ist ein Familienmensch und ein Mann der Taten: Mit sieben Jahren verkaufte er Kaugummis vor der Schule in seiner Heimat Kappadokien, später arbei-tete er da, wo er gebraucht wurde ein Geschäftsmann mit handwerklichem Geschick. Die Einrichtung hat er selbst gebaut und es ist die Arbeit eines Profis: Hier passt Stein auf Stein und Fliese auf Fliese. Doch der heutige Gastronom bleibt bescheiden: Ein Stück Käse, Brot und die Familie reicht, um glücklich zu sein. Seine Gäste bekommen natürlich mehr im Sommer sogar auf der großen und neu ausgebauten Terrasse des Café Peris, dessen Name stets von zwei Türmen begleitet wird – für Akkus ein Stück Heimat mitten in Berlin. Seine Gäste erwartet mediterrane Vorspeisen oder auch eine Eigeninterpretation der klassischen Folienkartoffel. Akkus hat sie verfeinert und serviert seine Spezialität anatolisch. Und seine Linie ist klar: Auch der Latte Macchiato wird im „Anatolia-Style” zubereitet. Was die anatolische Kaffee-Variation ausmacht, findet man am besten selbst heraus und gesellt sich zu Akkus Stammkunden, schaut den Kindern beim Spielen zu oder genießt das anatolische Flair im Café Peri direkt am Kleistpark. Platz hat Akkus genug in seiner „gemütlichen Oase aus Mittelanatolien”.

Geheimtipps_Peri_Karte

Potsdamer Str. 203, 10783 Berlin
Telefon: 030 403 99 332
www.cafe-peri.de
info@cafe-peri.com
Montag bis Sonntag 9.00 bis 22.00 Uhr

Milieuschutz in Berlin-Mitte: Eine Geduldsprobe

Carsten Spalleks Pressemitteilung Nr. 344/2014 vom 16.07.2014 war Berliner Medien bisher keine Zeile wert. Es mag am Titel der Mitteilung gelegen haben, der gewiß in heißen Redaktionsbüros nicht gerade aufmunternd wirkt: Grobscreening zur Vorprüfung einer sozialen Erhaltungsverordnung (Milieuschutz) im Bezirk Mitte von Berlin,

Dennoch ist hier – für Verhältnisse in Berlin Mitte – ein kleiner Meilenstein erklommen und großer Widerstand gebrochen. Diese Tatsache veranlasste Frank Bertermann, stadtentwicklungspolitscher Sprecher der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen in der BVV Mitte, an die „Milieuschutzunterstützer/innen in Berlin Mitte“ ein Email zu schreiben: „Nach 2 Jahren intensiver Bemühungen um Milieuschutzsatzungen in Mitte hat das Bezirksamt nun endlich mit der Ausschreibung für ein Grobscreening den erste Schritt getan, um unser Ziel zu verwirklichen.“ Er bedankte sich besonders bei den Mitgliedern des Runden Tisches Gentrifizierung Moabit und allen Referenten des Stadtentwicklungssonderausschusses „Milieuschutz in Mitte“ am 7.8.2013. Weiterlesen

Galerie

Ja, mir sein mitm Radel da – und buddeln uns weiter nach Leipzig

Vom 25. bis 28. Juli war ein heftiges bauliches Treiben in der sommerlichen Hitze am Radweg Berlin-Leipzig Abschnitt Bülowstraße zu beobachten. Kein Wunder, dass die weiteren Tage zum Ausruhen und vielleicht auch für weitere Überlegungen der Radwegführung genutzt wurden.

Orient House – Brautmode und Abendkleider

STILVOLL, INDIVUDUELL, CHARMANT.

Nevin Ibrahim |Foto: Carmen Jasmyn Hoffmann

Bereits mit 20 Jahren startet Nevin Ibrahim in die Selbstständigkeit und besetzt seither eine Nische: Brautmode und Abendkleider für jeden Geschmack und speziell für die arabische und türkische Frau – passende Kopfbedeckungen und Accessoires runden die individuell gestalteten Unikate ab. Doch die Kulturenvielfalt und Neugierde der Menschen rund um die Potsdamer Straße wirbelt die konzeptionelle Ausrichtung des Ladens durcheinander. Hier schafft das Angebot die Nachfrage: Ihre Kunden kommen aus vielen Ländern der Welt, Kopftücher werden zu modischen Accessoires der westlichen Kulturen das Kopftuch zum Schal umfunktioniert. Stammkunden wissen nicht nur die Arbeit von Ibrahim zu ,schätzen, es ist auch die Freundlichkeit, der Charme und die Überzeugungskraft, die sie versprüht. Mittlerweile hat die Unternehmerin eine Änderungsschneiderei angegliedert, in der sie Kleider nach Wunsch anpasst und individualisiert. Keiner geht enttäuscht raus, sagt die Jungunternehmerin und weiß, dass es nicht minder an ihrer persönlichen Beratung liegt. Service ist meine Marke.

Geheimtipps_Orienthaus_KartePotsdamer Str. 155, 10783 Berlin
Telefon: 0176 56 45 09 22
www.orienthaus-berlin.dewww.facebook.com/orienthaus.berlin
Montag bis Freitag 11.00 bis 19.00 Uhr
 Samstag 11.00 bis 17.00 Uhr