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Die Wissenswerkstatt der Staatsbibliothek

von HU-Gastbloggerin Martina

Besuch eines Workshop in der STABI

Kennt ihr das?

Wegen  gefühltem Zeitmangel legt der Bibliotheksnutzer oder Student  die Bücher oder Medien für eine anstehende  Fristverlängerung schnell und hastig vor, um danach  möglichst zügig  die Bibliothek wieder zu verlassen. Der ,,durchrauschende “ Leser  verweilt nur kurz in einer Bibliothek und das meistens ohne nach links oder rechts zu schauen.Ich gehörte auch zu den hastigen und durchrauschenden Bibliotheksnutzern,  leider  unbewusst und  regelmäßig beim  Besuch der Staatsbibliothek in der Potsdamer Straße. 33 in 10785 Berlin.

Die Staatsbibliothek in der Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin (kurz genannt: STABI )

Auch die vielen örtlichen Ausstellungen und Infos zu verschiedenen Veranstaltungen bei der STABI (Abkürzung für Staatsbibliothek zu Berlin) zogen an mir wie in einem ,,Zeitrausch“ vorbei! Das sollte sich nun endlich ändern! Aus einem jahrelang praktizierten ,,Vorbeilaufen“ plante ich  nun endlich ein ,,Stehenbleiben“ein.

Was steckt hinter einer ,,Werkstatt“ für Wissen?

Ich wollte mich  den interessanten Angeboten der Staatsbibliothek widmen und  vor allem endlich herausfinden, was hinter dem Namen Wissenswerkstatt der STABI steckt? Der Name klang interessant! Ich stellte fest, dass zur  Wissenswerkstatt der Staatsbibliothek  unzählige Angebote wie z.B. Workshop, Werkstattgespräche, Ausstellungen uva. zählen, die in der Potsdamer Straße 33 und im Haus Unter den Linden der Staatsbibliothek stattfinden.

Diese ,,Wissenswerkstatt“ lag nun  endlich nach längerer Zeit  in meinem Interessenfokus.  Anhand eines Flyers  und einer umfassenden Internet-Recherche entschied ich mich aus dem breiten Angebot der möglichen Veranstaltungen der Werkstattgespräche für den Workshop  mit dem Titel: Publish or perish?,  eine Veranstaltung für Promovierende. Was  versteckte sich hinter dieser Redewendung publish or perish? So recherchierte  ich erstmal vorab im Internet und auf der Seite der STABI.

Diese Redewendung stand  für ,,Veröffentliche oder gehe unter“ und meinte den Druck und die vielen Probleme, den Promovierende  mit ihren Dissertationen u.a.  ausgesetzt sind. Mehr dazu wollte ich nun in dem Workshop erfahren. Denn: Man weiß nie, ob man vielleicht später auch eine Dissertation schreiben möchte? Dieses Wissen könnte dann später nützlich sein.

Wenn es mein  Zeitfenster noch erlauben sollte, wollte ich auch einen Blick in die Ausstellung: ,,Bibel-Thesen-Propaganda. Die Reformation erzählt in 95 Objekten“ wagen.

Zu diesen zwei kostenlosen Veran-staltungen nahm ich gleich einen guten Bekannten mit, der bisher nie Bücher bei der  STABI auslieh, also keinen Benutzerausweis für die Bibliothek besitzt. Das war möglich,  denn die Angebote der Veranstaltungen der Wissenswerkstatt sind für alle Besucher generell kostenlos und nicht an einen Nutzerausweis der Staatsbibliothek gebunden! Den  konkreten Veranstal-tungsraum konnte ich leider auf der Internetseite und Infos der STABI nicht finden.

Blick in die  Ausstellung : Bibel-Thesen-Propaganda

Kurz vor dem Besuch des Workshop, schaute ich mir nun die Ausstellung im Dietrich- Bonhoeffer-Saal an, die im  Foyers der  Staatsbibliothek lag:,, Bibel-Thesen-Propaganda.“ Das Jahr 2017 ist das sog. ,,Luther-Jahr“, es bedeutet 500 Jahre Reformation. Die Ausstellung beinhaltete die Zeit der Reformation durch Martin Luther und seine Thesen. Zu oft bin ich an dieser nur vorbei gesaust. Durch diese Präsentation wurde ich daran erinnert, dass genau vor 500 Jahren die 95 Thesen von Martin Luther in Wittenberg veröffentlicht worden sind und diese weltweite  Veränderungen brachten. Außer mir waren einige weitere interessierte Ausstellungs-Besucher anwesend, die an einer organisierten Führung teilnahmen.

Der Empfang zum Workshop

Von einem der Dozenten der Veranstaltung wurden wir am Informationspunkt der STABI freundlich empfangen: ,, Woher haben Sie die Information für die heutige Veranstaltung?“ wurde gleich zu Beginn erfragt. Alle schon anwesenden Teilnehmer  gaben kurz daraufhin  Antworten und los ging es in einem  ,,zügigen Laufschritt“ zum Veranstaltungsort. Jetzt wusste ich endlich , wo der Workshop stattfindet, im  Hörsaal : Raum 320. 

Der besondere Hörsaal

Endlich bekam ich den Raum zu sehen, der im Internet leider nicht näher beschrieben und ausfindig zu machen war. Es gab keine Karte der Räume  für die zusätzliche Veranstaltungen, nur einen Plan für die  Leseräume. Gleich zu Beginn wurde von den Dozenten auf die besondere Beschaffenheit des Hörsaals : Raum 320 aufmerksam gemacht. Man entschuldigte sich, dass dieser keine Fenster habe und somit eine schlechte Klimatisierung zu erwarten sei.

Als Problem-Lösung wurden einfach 2 Eingangs-Türen des Hörsaals während der gesamten Veranstaltung weit offen gelassen. Das war für mich eine relativ ungewöhnliche,  eine nicht ganz ausreichende, aber verbessernde  Lösung für die Luftzufuhr. Der Raum füllte sich mit vielen Teilnehmern, mit insgesamt 28 Personen, hiervon  waren 22 Frauen und 6 Männer im von mir  geschätzten Altersdurchschnitt von ca. 28-50 Jahren.

Der besondere Hörsaal : Raum 320 ,,ohne Fenster“

Der Workshop  ,,Publish or perish  wurde von 2 Dozenten geleitet, einem wissenschaftlichen Fachreferenten sowie einem  juristischen Mitarbeiter / wissenschaftlichen Bibliothekar, der u.a. für die Erläuterung einiger rechtlicher Problematiken bei der Erstellung und Veröffentlichung von Dissertationen zuständig ist.

Viele interessante Themen, die für Promovierende wirklich wichtig sind wie: ,,Urheberrecht, Verlagsrecht, Bildrecht, Was ist ein Plagiat“? u.va. wurden im Rahmen einer umfangreichen Power-Point-Präsentation mit zusätzlicher Frage-und Diskussionsmöglichkeit von diesen  2  Dozenten vorgestellt. Überraschender Weise waren alle diese Informationen auch für mich, ohne ,,momentane“ Dissertations-Absichten nicht nur für meine generelle Studienzeit sehr hilfreich, sondern auch für das Verfassen meiner wissenschaftlichen Hausarbeiten. Diese Informationen  kommen ansonsten in einem überwiegend generalisierten Bachelorstudiengang  immer viel zu kurz!

Am Ende der Veranstaltung war es auch noch möglich, durch Hinterlassen der eigenen Email-Adresse, alle genannten Infos des Workshops per Mail zu erhalten. Ich war sehr positiv überrascht, dass ich diese wirklich umfang-reichen Infos und Links zu den Themen vollumfänglich erhielt und somit alles nochmal in Ruhe nachlesen konnte.

Mein besonderes Interesse / Fragen

Ich fragte eine Teilnehmerin, die ich in einer von mir eingelegten Pause auf dem Flur traf, ob Sie schon öfter in dieser Veranstaltung war?  ,,Nein, bei dieser zum ersten Mal. Aber ich habe schon andere Veranstaltungen der  STABI  besucht mit internationaler Dozenten-Besetzung. Das war sehr interessant und hat mir gut gefallen.“ Bei einem weiteren Teilnehmer fragte ich nach der Veranstaltung, ob dieser schon ein Verlag für seine Dissertation hat? ,,Nein, leider noch nicht. Deshalb bin ich zu dieser Veranstaltung gekommen, um die entsprechenden Hinweise zu erhalten.“

Im Anschluss der 3 Stunden-Veranstaltung  wurden von mir die Dozenten befragt:,,Wie gut wird diese Veranstaltung besucht, die aus vier verschiedenen Workshop-Teilen  besteht?“ Ich bekam folgende  Auskunft von ihnen: ,, Diese Veranstaltung ist immer brechend voll. Wir hatten sogar schon mehr als 60 Teilnehmer hier!“ Der juristische Mitarbeiter erklärte weiterhin: ,, Diese Art von Workshop für Promovierende  gibt es etwa seit dem Jahr 2013.“ Mich interes-sierte weiterhin, warum für die 2-3 stündige Veranstaltung  keine Pause eingeplant wird, da ich damit etwas Schwierigkeiten hatte: ,, In den ersten Termin stecken wir immer sehr viel Information rein, sodass eine wirkliche Pause nicht möglich ist.“

Eine weitere Fragestellung wollte ich unbedingt beantwortet haben:,,Warum gibt es im Hörsaal denn keine Fenster?“ Daraufhin erklärte mir einer der Dozenten ,,Weil das Gebäude schon etwas älter ist und damals so gebaut wurde.“ Der  wissenschaftliche Fachreferent erweckte den  Eindruck,  damit auch nicht wirklich  zufrieden zu sein. ,,Gab es schon immer zwei Referenten für diesen Workshop?“ war eine meiner weiteren Fragen, denn generell ist man an nur eine vortragende Person gewöhnt. ,,Konzeptionell wurde diese Veran-staltung auf 2 Referenten ausgerichtet, da die einzelnen Fachthematiken auch recht unterschiedlich sind. Für weitere ausführliche Fragen können Sie sich auch an die zuständige Fachmitarbeiterin unseres Referates wenden“. Am Ende meines Interviews wurde mir die Möglichkeit genannt, weitere evtl. zusätzliche Fragen per E-mail oder Telefon beantwortet zu bekommen, da die Dozenten nach dieser langen Veranstaltung nun auch eine ,,Erholung“ benötigten.

Die ,,Kuschelecken“ und viel Entspannung nach dem Workshop im Foyer

Die STABI hat viele Sitzmöglichkeiten, wo man ungestört und in Ruhe verweilen kann, da die gesamte Örtlichkeit über ein großzügiges und weitläufiges Areal verfügt. Leider viel zu selten habe ich diese angenehme Atmosphäre genutzt, so aber an diesem Tag endlich ausreichend Zeit eingeplant. Abschließend wurde beim Verweilen in einer der vielen angenehmen ,,Ruhe-Ecken“ nach der Veranstaltung von mir folgender Entschluss gefasst und  dieser gegenüber meinen Mitbesucher geäußert:,,Die STABI ist wirklich ein Ort zum Verweilen und Erkunden, deshalb beabsichtige ich weitere Veranstaltungen und Ausstellungen zu besuchen. Ab sofort wird mehr Zeit dafür eingeplant!

Mein eingeladener Mitbesucher stimmte dieser Entscheidung positiv zu und sagte, dass er beim nächsten Besuch auf jeden Fall mit dabei wäre, denn auch ihm hat die Veranstaltung und die Ausstellung gefallen und die Ruhe-Ecken erst recht.

Wer möchte, kann während der Öffnungszeiten in der Potsdamer Straße 33, in 10785 Berlin  vorbei schauen und sich auch von dem ,,speziellen älteren Charme“ der STABI und den interessanten Angeboten der Wissenswerkstatt persönlich  ,,überraschen“ lassen!

Viel Spaß dabei!

Der Artikel ist entstanden im Rahmen des Kurses „Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen“ des Career Centers an der Humboldt Universität.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gleisdreieck, erzähl mir was du bist – Joy Denalane

Gleisdreieck, erzähl mir was du bistJoy Denalane

Gleisdreieck – Intro

Gleisdreieck, erzähl mir, was Du bist
Welche Grenzen Du beschreibst
Welchen Ort Du markierst

Gleisdreckiges Eck
Bist dem Zufall überlassen
Auf welchem Gleis steht mein Zug
Sind die Weichen gestellt
Wer wohnt auf dieser Brache
Füllt den Unort mit Sinn
Wer schreibt die nächste Geschichte
Gleiseck, Selbstzweck
Hast Du Dich verkauft
Warst besetzt von den Menschen
Von nichts als Biografie
Gleisbett, weit weg
Seh mich wieder als Kind
Seh mich Steine zertreten
Seh mich nach Zukunft verlangen
Alte Blüten zerreiben
Alte Träume zerstäuben
Gedanken kehren Heim

  

U-Bahnhof Kurfürstenstrasse: Altbau mit Ofenheizung, ziemlich marodes Gebäude, viertes Stockwerk . U-Bahnhof Gleisdreieck: Maisonettwohnung, Fahrstuhl, Zentralheizung. Weiterlesen

Legoland Discovery Centre Berlin

Giraffe aus 375.000 Duplosteinen

Von Gastbloggerin Lisa

Wenn Erwachsene wieder zum Kind werden

Empört lese ich auf der Homepage des Legoland Discovery Centre Berlin:   „Erwachsene müssen von mindestens einem Kind begleitet werden“. Doch zu meiner Erleichterung entdecke ich, dass alle zwei Monate ein Erwachsenen Fan-Abend angeboten wird, an dem Kinder keinen Zutritt haben.

Lego begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. Die erste Bekanntschaft machte ich mit Lego Duplo, den größeren Legosteinen für Kleinkinder. Später fand ich Begeisterung an klassischen Legobausteinen und ließ meiner Kreativität freien Lauf. Noch heute fasziniert mich der Kult um den Stein, allerdings eher in Form von Videospielen. Ich habe mich gefragt, ob es anderen Erwachsenen genauso ergeht und habe den Fan-Abend besucht. Weiterlesen

Ist offline Videos ausleihen Schnee von gestern? – Wie die Berliner Videotheken aussterben

Von HU-Gastblogger Sebastian

Filme gucken. Ein Hobby für viele. Wie wirkt sich die wachsende Bequemlichkeit Filme bei Onlineanbietern zu schauen statt offline auf die Verleiher aus?

VOM GEFÜHL DES AUSLEIHENS

Es ist dieses besondere Gefühl: Ich betrete die Räumlichkeit, als erstes leuchten und reflektieren mir die prall gefüllten Regale durch all ihre bunten Hüllen und Covers entgegen. Davor kündigt bereits ein Plakat, hinter dem Schaufenster, die neu erscheinenden Filme für den aktuellen Monat an. Die Vorfreude wird geschürt, nebenbei plane ich im Kopf bereits Woche für Woche die einzelnen Filmabende. Weiterlesen

Privates und öffentliches Spielen in der Großgörschenstraße

Von HU-Gastblogger Falk

In Berlin gibt es zu wenig Spielplätze, heißt es. Wie ist die Situation in der Großgörschenstraße?


Am Straßenanfang gibt es einen Spielplatz. Ach echt ? Ja, auf dem Dach eines Lidl Supermarkts befindet sich ein selten genutzter, privater Spielplatz, der nur den direkten Anwohnern zur Verfügung steht. Ich selbst habe auch versucht den Spielplatz zu betreten. Leider musste ich mich an einem verschlossenen Tor in einer hinteren Gasse geschlagen geben. Ein anderer Weg hat sich mir leider nicht gezeigt. Weiterlesen

Bild

Falk

Portrait über F. M.
Das Portrait ist entstanden im Rahmen des Kurses Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen des Career Centers an der Humboldt Universität

 

 

F., sein Leben und er

Mein Name ist D. und ich habe heute die Ehre, F. zu interviewen. ‚Wie kam es dazu?‘, fragen Sie sich sicher. Kurzgefasst: Ich habe den lieben Mann am Eingang unserer Redaktion kennengelernt und wir haben uns nebeneinandergesetzt.

Da ich kurz zuvor mit ihm gesprochen habe, hatten wir die Gelegenheit genutzt um uns ein wenig auszutauschen. Nach einem kurzen Wortwechsel erfuhr ich, dass F., genau wie ich, Informatik studiert.

Zu Beginn hatte mich interessiert, warum F. denn Informatik studiert.

F.: „Weil man gute berufliche Aussichten hat.“

[F. überlegt kurz und sieht sich schnell um]

„Weil Informatik die Welt ist. Selbst hier in dem Kurs haben wir PCs und sind auf sie angewiesen. Sogar das Interview. Ohne die Informatik könnten wir dieses Gespräch mit unseren Handys nicht
aufnehmen.“

An der Humboldt Universität zu Berlin läuft zurzeit in der Informatik die Prüfungsphase. Als ich fragte welche Prüfungen er denn so vor sich hat und wie seine Vorbereitungen laufen, erzählte er mir, dass er dieses Semster eine Menge Module belegt.

Auf meine Reaktion, dass es ganz schön viel sei, antwortete er kurzerhand, dass er damit schon irgendwie durchkommt.

Ich lobte ihn und fragte gleichzeigt, ob er denn viel gelernt habe. Seine Antwort kam kurz: „Nö.“

Aber er erzählte mir, dass er letztes Semester sehr viel geschafft hat und fest davon überzeugt ist, er wird es auch nochmal schaffen. Wenn er so viel Gas gibt, dann wird er es ja sehr eilig haben. Mich hat interessiert, was er denn nach dem Abschluss machen will und wie er sein Geld verdienen mag. Darauf kam eine rasche Antwort und er erzählte mir von künstlicher Intelligenz. Die Robotertechnik in der Industrie findet er sehr spannend. Er hat mir von autonomen Fahren berichtet und er erklärte mir warum wir keine Ampeln bräuchten, wenn alle auf selbstfahrende Fahrzeuge umsteigen.

Er wirkte sehr begeistert und bewies wieder, dass Informatik die Welt ist.

Um etwas von dem Fach wegzukommen, stellte ich ihm die Frage, wie er denn seine Freizeit verbringt.

Der blonde Bursche antwortete, dass er gerne verreist. „Am liebsten in die Sonne.“ Er erwähnte, dass er zur abwechslung auch demnächst Snowboarden geht.

Als dann plötzlich mein Magen knurrte, einigten wir uns, dass wir später gemeinsam etwas essen gehen.

Uwe

Vom Schreibtisch in den Seminarraum: Der gebürtige Tempelhofer Uwe hat jahrelang im öffentlichen Dienst gearbeitet, wollte aber immer gerne studieren. Was zunächst nur eine Idee war, ist letztendlich zu einem Bachelorstudium 
der Kulturwissenschaften  und Geschichte an der Humboldt Universität zu Berlin geworden.
Hierbei zeigt er sich ambitioniert: Sobald er die letzten Kurse seines Bachelorstudiums in der Tasche hat, will er noch einen Masterstudiengang absolvieren. „Die Kurse sind so interessant, ich will unbedingt weitermachen!“ Aber bevor das soweit ist, schnuppert Uwe erst einmal in den Online-Journalismus hinein und belegt einen Kurs, in dem er Recherchieren und Bloggen lernt.
Das ist ja das Gute an der Uni: dass man sich ausprobierenund neue Ideen verwirklichen kann. Und Ideen gehen Uwe nie aus. Er ist immer optimistisch und liebt es, Zukunfstpläne zu schmieden. Gerade träumt er davon, während seines Masterstudiums ein Semester im Ausland zu verbringen,„am liebsten in den USA“. Er ist bereits mit dem Wohnmobil durch die Staaten  gereist und war von der Schönheit des Landes begeistert. Besonders fasziniert haben ihn die weiten, unendlichscheinenden Straßen. „Wenn ich daran denke, mit einer Harley über die Highways zu fahren – das will ich unbedingt nochmal machen!“ sagt er und lächelt. 
Am Wochenende lässt Uwe es gern entspannt angehen und schaut sich Filme oder seine aktuelle Lieblingsserie „The Walking Dead“ an. Zombies und Zombiefilme findet er spannend – am liebsten würde er sogar seine bald anstehende Bachelorarbeit über die kulturwissenschaftliche Bedeutung der auferstandenen Toten schreiben. „Was der Prof wohl dazu sagen würde?“ Hoffentlich ja! 

Porträt Sebastian

Wo bist du geboren bzw. seit wann bist du in Berlin?
„ Ich bin gebürtiger Berliner, im Ostteil der Stadt aufgewachsen und mittlerweile aber durch zahlreiche Umzüge im Westteil beheimatet. Momentan lebe ich allein, in einer Art Männer-WG mit meinen beiden Katern Ruffy und Puma zusammen.“
Was mögen deine Freunde an Dir, an deinem Charakter?
„ Ich bin offen, selbstbewusst und zielstrebig.“
 
 Dein Aussehen verrät, dass du viel Sport treibst. Ist es dein Beruf?
„ Ich habe einen Bachelor in Fitnessökonomie abgeschlossen und nach einiger Berufspraxis in einem Jahr der Selbstsändigkeit als Personal Trainer noch einmal beschlossen einen Masterstudiengang in Sportwissenschaft ranzuhängen. Ich arbeite also bereits hauptberuflich als Personal- und Fitnesstrainer. Das Masterstudium mache ich eigentlich eher aus Interesse und Spaß am Vertiefen meines Wissens.“
 Wie bist du überhaupt auf Sport gekommen?
„Ich hatte schon seit frühester Kindheit eine Affinität zum Sport. Angefangen hat das mit der Leidenschaft zum Schwimmen im Alter von ca. 6 Jahren. Seitdem kam ich über zahlreiche Zwischenstationen zu meiner jetzigen Sportart CrossFit.“
Was möchtest du auf diesem Weg erreichen?
„Eine eigene CrossFit-Box wäre (m)ein Traum! Auch nehme ich an zahlreichen Wettkämpfen teil, deren Qualifikationen und das viele Training mich neben Arbeit, Uni, Privatleben uvm. immer sehr auf trab halten. Es wird also nie langweilig in meinem Leben ;-)“
Was gibt es in dieser CrossFit-Box, was macht man dort?
„Es ist vom Prinzip her schon ein Fitnessstudio, allerdings mit viel größerem Wert auf Community und weitaus familiärer, als es klassische Studios sind. Man kann sich das Ganze so vorstellen: Wir trainieren in einer Lagerhalle  mit Seilen, Reifen, Langhanteln usw. eine Vielzahl an verschiedenen Disziplinen, in denen es darum geht eine sehr breite und athletische Fitness aufzubauen. Wir spezialisieren uns nicht nur auf einen Aspekt von Fitness, wie es z.B. Bodybuildung tut, sondern genießen und fördern die Vielfalt aller möglichen sportlichen Leistungen. Es ist eine urbane und sehr ursprüngliche Variante eines Fitnesscenters ohne großen Schnickschnack.“
 
Wo siehst du dich in 10 Jahren?
„Ich wünsche mir, dass ich bevor ich 30 werde meine Ziele mit der CrossFitBox realisieren kann. Und privat würde ich mir wünschen, dass meine Freundin und ich ganz lange zusammenbleiben.“
 
Was macht dich sonst noch happy?
„ Essen, gutes und gesundes Essen! Ich koche und backe leidenschaftlich gern und achte sehr darauf, dass mein Essen in Einklang mit meinem Sport steht. Dann liebe ich es, Filme entweder im Kino oder zuhause auf der großen Leinwand zu gucken und natürlich auch Literatur!“ Ich lese sowohl gerne Fachbücher zu Psychologie aber bin auch manchmal ein kleiner Nerd und wechsle zu  Science Fiction wie z.B. Star Wars.“
Das Portrait ist entstanden im Rahmen des Kurses „Online Journalismus- Recherchieren und Bloggen“ des Career Centers von der Humboldt Universität.

Macht ihn schön den Magdeburger Platz!

Von HU-Gastblogger Lukas

Trostlos und verlassen“ beschreibt Luisa den Magdeburger Platz, als sie ihn zum ersten Mal besucht. „Wie als würde man in einen verlassenen Vergnügungspark einbrechen“.

Lars findet der Platz ist „erstaunlich ruhig“ im Gegensatz zu der belebten Umgebung wie die Potsdamer Straße oder die Kurfürstenstraße. „Wie als hätte man dort ein Stück Stadt einfach vergessen durch den Trubel außen herum.“

Beide studieren Landschaftsarchitektur an der TU in Berlin, Lars im Master und Luisa im Bachelor. Die Umgestaltung des Magdeburger Platzes ist bei beiden Kernthema ihrer Abschlussarbeit. Ich treffe mich mit ihnen im Café Nero in der Volkswagen Universitätsbibliothek, um mehr über ihre Arbeiten zu erfahren. Weiterlesen

Lukas

von HU-Gastbloggerin Kaya

23 Jahre / Geographiestudent aus der Nibelungenstadt Worms, die er mit den Worten beschreibt: „Worms hat schöne Ecken, sagen wir es so.“ / offen und locker kommt er rüber / seit drei Jahren lebt er in Berlin / das Studienfach ist vielleicht noch nicht ganz das Richtige, aber den Bachelorabschluss packt er noch mit ein / auch wenn der Alltag momentan stressig ist, ändern würde er nichts / „Man streitet sich und verträgt sich und ich liebe sie über alles“, sagt er über seine Familie / ob Piano oder Elektro, beim Musik hören geht ihm das Herz auf / sein Tag startet mit Kaffee (das ist ein Plural!) / Nach seinem Erasmus-Semester in Barcelona hat ihn die Stadt in ihrem Bann und er plant schon die Umsiedlung in die katalonische Hauptstadt, dann kann er endlich wieder auf den Straßen von Eixample wandeln / bei unserem Gespräch an der Spree kam trotz pöbelndem Sitznachbarn – „alles Fotzen“ nuschelt er, als wir uns setzen – auf unserer sonnigen Bank direkt lustige Stimmung auf / nach seinem Bewerbungsgespräch bei Flixbus letzte Woche hat er gemerkt, dass beruflicher Erfolg ihn euphorisch werden lässt / Hobbies? „Klar, Gerätequatsch und laufen“, mit Freunden kochen ist auch dabei / Außerdem reist er gern: „am liebsten lange und weit, aber kurz und nah geht auch.“ / Gefragt nach seiner Lebenssituation antwort er überzeugt: „Ich bereute nichts“.

Das Portrait ist entstanden im Rahmen des Kurses Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen des Career Centers an der Humboldt Universität.