Kategorie-Archiv: Allgemein

Alice

Alice ist die Kurzform des deutschen Namens Adelheid, der „von edlem Stand, von edlem Wesen“ bedeutet. Wir sitzen uns auf einer edlen metallisch schwarzen Klappsitzbank im 5. Oberbeschoß eines Lehrgebäudes an der Spree, gegenüber. Alice, ganz in schwarz gekleidet, erzählt mir, dass sie gerade von ihrem Nebenjob aus der IT-Abteilung eines Berliner Museums kommt. Dort ist sie seit einiger Zeit, etwa drei Jahren, mit dem Ausbau einer Wissensplattform beschäftigt. Die Plattform soll den Wissensaustausch unter den MitarbeiterInnen, wie auch den Zugriff auf interne Daten im Museum ermöglichen.

Informatik, studiert sie jedoch nicht, sondern Gartenbauwissenschaften, wofür sie mit dem Kurs Onlinejournalismus noch Punkte sammeln will. Beim Verfassen von Artikeln werden ihre persönlichen Interessen, wie bspw. Baudenkmäler, die Themensuche beeinflussen. So könne sich Alice, mit ihren Kenntnissen der Biologie, vorstellen über das unscheinbare aber durchaus faszinierende Biotop einer Mauerritze auf der Potsdamer Straße zu schreiben und somit einen vielseitigen Einblick in eine kleine Welt voller Wunder, die vielen Menschen zunächst entgeht, zu geben. Wir können gespannt sein, welche Pflanzenarten es geschafft haben sich dem rauen Großstadtklima an der Potsdamer Straße zu widersetzen. Doch hier soll nicht zu viel verraten werden, denn Alice wird das alles noch für euch aufschreiben. Gerne per Hand, wenn sie gerade vor Ort ist. Das fällt ihr leichter. Und später dann am Laptop, wenn zusätzliche Recherche im Internet nötig ist. Da ist es natürlich einfacher Buchstabenkombinationen wie „Hypogymnia physodes“ (Blasenflechte) zu kopieren.

Das Portrait ist entstanden im Rahmen des Kurses “Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen” des Career Centers an der Humboldt Universität

The WOOD GROUSE – BOOKS / PEOPLE / PLACES

Der kleine, aber feine Laden von Peter befindet sich in der Kulmerstr. 20a und ist eine Symbiose aus Fachbuchhandel und ungezwungenem Café.

Im Oktober 2015 eröffnete das Fachgeschäft zunächst ohne Café, im Oktober 2017 kam das kleine Café von Arno dann als Kooperation mit dazu. Beide sind zufrieden mit den entstandenen Synergieeffekten.

Der Buchhandel hat sich auf Architekturliteratur spezialisiert, im Café von Wood Grouse Coffee bekommt man zudem fairen und sehr guten Café dessen Ursprung in Afrika liegt. Weiterlesen

Nora

Nora, examinierte Jura-Studentin an der Humboldt-Universität zu Berlin, genießt ihre letzten immatrikulierten Tage. Ihre Begeisterung für Logik, Gesetze und Sprache, verhalf ihr zu einem erfolgreichen Studium. In Kürze beginnt ihr neuer Job in einer Anwaltskanzlei. So wird sie die Wartezeit zu ihrem Referendariat überbrücken.
In ihrer beruflichen Zukunft möchte sie in einer beratenden Funktion tätig sein, denn sie bevorzugt es konstruktiv zu arbeiten, um die Probleme des gesellschaftlichen Zusammenlebens logisch zu hinterfragen und Konflikten entgegenzuwirken. 
  
Bereits seit 7 Jahren ist Nora journalistisch tätig. Als studentische Hilfskraft begann sie für das ,,Anwaltsblatt‘‘ zu schreiben. Vorwiegend berichtete sie über Perspektiven für die Jugend und den Berufseinstieg im Bereich der Anwaltschaft. Auch Recherche und Berichterstattung zu dem Themenfeld ,,Legal Tech‘‘, gehörte zu ihren Aufgaben.
Neben ihren beruflichen Qualitäten, manifestiert sich Noras kreative Seite in ihrem Interesse für die Kunst. Sie hat einen Blick für Details und die schönen Dinge des Alltags. Das erklärt auch ihre Leidenschaft für die Fotografie. Bevorzugte Motive sind Gebäude und Ausschnitte der Natur. Menschen werden hauptsächlich aus der Ferne abgelichtet.
 Außerdem hat Nora eine Vorliebe für klassische Literatur. Besonders die französische Autorin Amelie Nothomb, die sich durch ihre Darstellung von bizarren Situationen und den Kontroversen zwischen Stereotypen auszeichnet, regt sie zum Nachdenken an. 
   
Auch in Zukunft möchte Nora ihrem journalistischen Interesse weiter nachgehen. Sie sieht ihre Stärke im Fragen und Hinterfragen und ist offen für die Erschließung unerwarteter Kenntnisbereiche.  Meinungsverteidigung gehört ebenso dazu, wie die kritische Beleuchtung der eigenen Ansicht. In diesem Zusammenhang nennt Nora das Zitat ,,man kann von allem und jedem lernen, nur nicht von sich selbst.‘‘

Das Portrait ist entstanden im Rahmen des Kurses Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen des Career Centers an der Humboldt Universität

Café der Fragen

«Was ist das für ein Ort?», fragte sie kurz darauf und blickte dann zum Café. «Lassen Sie ihn mich so beschreiben: Es ist ein seltsamer, ungewöhnlicher kleiner Ort, der Ihr Leben wahrscheinlich für immer verändern wird.» (John Strelecky, Wiedersehen im Café am Rande der Welt)

Das Wort „Café“ bedeutete für mich ein gemütlicher Ort, in dem ich mit einem Kaffee und einem Sandwich an einem kleinen runden Tisch für 2 Personen sitze und ein spannendes Buch lese. Meine erste Assoziation war vor allem immer das Essen und Trinken. Nun hat ein Café im Gebiet der Potsdamer Straße meine Sicht verändert. Weiterlesen

Oleksandra

†ist 18 Jahre alt / in Kiew in der Ukraine geboren/ vor 2 Jahren nach Berlin gezogen/ wollte mehr Sicherheit und weniger von der schwierigen Lebenssituation/ ihre Familie lebt noch in Kiew/ ihre Eltern besuchen sie einmal im Monat in Berlin/ studiert Kunstgeschichte und Geschichte im 1. Semester/ möchte ihr Zweitfach zu Medienwissenschaften wechseln/ wohnt in Pankow/ fährt Auto/ liebt es, ihren Freunden aus Kiew ihren Bezirk Wilhelmsruh zu zeigen/ mag die vielen kleinen Cafés in Berlin und Flohmärkte/ ihr gefällt die Ähnlichkeit zwischen Berlin und Kiew bezüglich der Größe, der Mobilität und den multikulturellen Menschen/ Berlin könnte für sie etwas sauberer sein/ in der Umgebung der Warschauer Straße ist es ihr zu unruhig/ macht Yoga/ hat 12 Jahre getanzt/ hat eine Zeit als Hundesitter gearbeitet/ ihr vielen Reisen führten sie durch fast ganz Europa / ihre Lieblingsreiseziele sind Skandinavien, die USA und Städte wie Amsterdam und Venedig/ will unbedingt nach Australien reisen/ 

Zero Waste? Nichts Neues für Harb GmbH!

 Leben ohne Abfall. Das zunächst utopisch klingende Konzept, erfreut sich langsam aber stetig, wachsender Beliebtheit. Darüber freut man sich bei Harb, dem Geschäft für Delikatessen und Feinkostartikel aus dem Libanon und dem vorderen Orient, an der Potsdamer Staße. Denn hier hat das Unverpackte schon seit Jahrzehnten System.

In der Natur können wir einen immerwährenden Zyklus beobachten: Alle Ressourcen werden von den Organismen verwertet, wodurch ein produktiver, lebensschaffender Kreislauf gewährleistet wird. 

Genau diese Philosophie versuchen die Anhänger der Zero-Waste-Bewegung in ihren Alltag zu integrieren. Abfälle industrieller Art, insbesondere Plastik, werden vermieden. Ob Second-Hand-Kleidung, Kompost, oder natürliche Kosmetika und Reinigungsmittel, für jede Lebenslage wird eine umweltfreundliche Alternative gefunden. Die Abfallreduktion und die Vermeidung von Energieverschwendung haben höchste Priorität. Als Ziel gilt es, die bestehende Wegwerfgesellschaft zu hinterfragen und umzuwälzen. 

Was in der Umsetzung problematisch erscheint, ist einfacher als gedacht. Die Bewegung ist auf dem Vormarsch und zahlreiche Online-Blogs geben Tipps und Anregungen wie jeder seinen Lebensstil wandeln kann, um die Rohstoffverschwendung zu boykottieren. 

Was kann ich tun? 

Plastiktüten, Kaffeebecher, Obstnetze – wer kennt es nicht? In der Eile vergisst man den Jutebeutel und greift doch auf die Schnelle zur Plastiktüte. Auch der Koffeindurst wird oft unbedacht im To-Go-Becher gestillt. Reflektiert man den eigenen Tagesablauf, so lassen sich zahlreiche Beispiele für die allgegenwärtige Rohstoffverschwendung finden. 

Jeder kann dazu beitragen, dass auf die weltweite Problematik aufmerksam gemacht wird. Mit kleinen Schritten, beispielsweise bei dem Kauf von unverpackten Lebensmitteln, werden große Fortschritte gemacht. Die nun vermehrt entstehenden Unverpackt-Läden haben sich darauf spezialisiert Lebensmittel ausschließlich ohne Verpackung anzubieten. Alternativ nimmt man seine Glasbehälter oder Tupperware von Zuhause mit und lässt sich Getreidegüter, Müsli, Obst oder Gemüse abwiegen und abfüllen. 

Harb GmbH 

Was als neues Konzept momentan vermehrt Anklang findet, hat bei Harb GmbH seit jeher Tradition. Das Familienunternehmen an der Potsdamerstraße 93 ist bekannt für seine bunte Vielfalt an orientalischen Spezialitäten und der erstklassigen Kundenberatung. Als Exporthandel im Jahr 1984 von Adib Harb gegründet, stieg der gebürtige Libanese bald darauf in den Einzelhandel ein. Mittlerweile wird das Geschäft von seinem Sohn Oliver Harb und seiner Tochter Theresa Harb mit viel Herz weitergeführt. 

Betritt man das farbenfrohe Geschäft mit der hohen Decke und der hellen Räumlichkeit, ist man zunächst gefesselt von der Auswahl an verschiedensten Gütern. Ob Süßes aus dem Süden, Textilien, Wasserpfeifen oder landestypisches Porzellan – das Sortiment lässt keine Wünsche offen.

Was mir jedoch ins Auge springt, sind die prall gefüllten röhrenartigen Behälter an der Wand. Sie beinhalten eine breite Auswahl an Getreidearten, Hülsenfrüchten, Nüssen und weiteren Köstlichkeiten. Daneben steht eine große Waage, der Kunde kann so sein präferiertes Lebensmittel abwiegen und in einem mitgebrachten Behälter füllen – ganz ohne Verpackung! Was momentan als Zero Waste Konzept Popularität gewinnt, ist für das Harb GmbH-Team alt bewährte Gepflogenheit. ,,Unsere Stammkunden nutzen dieses Angebot seit es den Laden gibt und legen kontinuierlich Wert auf die Möglichkeit der Selbstabfüllung.“ erklärt mir Theresa Harb. Es hat also nichts mit einem ökologischen Trend zutun, sondern mit einer langen Tradition. 

Getreide und Hülsenfrüchte zum Abfüllen

Ein System welches wir durchaus in Anspruch nehmen sollten, wenn man bedenkt, dass ein deutscher Durchschnittsbürger im Jahr 37 Kilogramm Plastikmüll produziert. 8 Millionen Tonnen dieses Rohstoffes landen jährlich in den Weltmeeren. Mikroplastik wird also zwangsweise von Fischen gefressen und gelangt so wieder auf unsere Teller. Ein Kreislauf wider der Natur. 

Auch das umweltfreundliche Harb-Team legt Wert auf den Schutz der Ressourcen und begrüßt die verpackungsfreie Variante.  Wenn sie also das nächste mal Begierde nach den schmackhaften Leckereien von Harb GmbH verspüren, denken sie doch mal darüber nach einen Behälter einzustecken. Der bahnbrechende Aufwand lohnt sich. Für die Umwelt und für das eigene Gewissen.

Von HU-Gastbloggerin Betty

Betty

Alles außer gewöhnlich

„Es fällt mir schwer, Entscheidungen zu treffen“, lacht Betty. Zum Glück! Denn so kann Betty offen an Neues herangehen und sich die Zeit nehmen, herauszufinden, was sie wirklich begeistert. „Ich wollte ursprünglich Archäologie studieren und habe mich im letzten Moment doch für Geschichte und europäische Ethnologie entschieden“, erzählt die Anfang-Zwanzigjährige.  Eine Wahl, die ihr im vergangenen Semester Anregung für eine mögliche berufliche Zukunft gegeben hat. Der Kurs „Filmische Erinnerungen“ mit Fokus auf Rumänien und den Holocaust hat die Studentin berührt: „Die gezeigten Filme waren krass, die Interviews gingen einem sehr nahe.“ Für Betty ist es dabei interessant, wie Menschen international und authentisch über ein Thema diskutieren. Sie könnte sich vorstellen, später selbst einmal im Bereich der Erinnerungspolitik zu arbeiten. „Meine vielleicht größte Stärke ist, dass ich sehr gut zuhören kann. Man kann mir Dinge anvertrauen“, sagt Betty. Eine Fähigkeit, die für den Beruf unerlässlich ist und die die Studentin mit den wachsamen braunen Augen ihr Gegenüber schon nach wenigen Augenblicken spüren lässt.

Doch nicht nur für ihre Karriere lässt Betty sich inspirieren. Im Seminar „Florentinische Historiographie“ wurde ihre Neugier auf die Stadt Florenz geweckt. Und Betty zögert nicht, ihrem Wissensdurst nachzugehen: „Ich möchte noch in diesen Semesterferien dorthin reisen und die Stadt entdecken. Vielleicht fahre ich sogar allein, um schnell und zielgerichtet alles zu sehen.“

Wenn sie selbst gerade nicht verreist, folgt Betty in literarischen Werken anderen Reisenden. Am liebsten liest sie Seefahrtsgeschichten. In ihrem Studienort Berlin stillt Betty ihre Lust auf Neues zudem in Museen, die moderne Kunst ausstellen oder aber mit wechselnden Sportarten. Derzeit reizt sie besonders das Bouldern, also das Klettern an Felswänden. „Dieser Sport ist fordernd“, sagt Betty. „Man muss mit dem Kopf voll dabei sein.“ Als nächsten Schritt möchte sie hinaus in die Natur und sich an natürlichen Felsen versuchen. Eines ist sicher: Wenn Betty eine Entscheidung trifft, scheut sie die damit verbundenen Herausforderungen nicht – und diese dürfen auch gern außergewöhnlich sein.

Das Portrait ist entstanden im Rahmen des Kurses “Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen” des Career Centers an der Humboldt Universität.

Schöneberg erstrahlt in neuem Glanz

Steinmetzstraße

Wer Schöneberg bereits eine Weile kennt und vielleicht in letzter Zeit durch den Bezirk geschlendert ist, dem wird eine deutliche Veränderung aufgefallen sein: Schöneberg wird bunter und lebendiger. So hat nicht nur im September die Urbane Kunst ihr erstes Zuhause in Deutschland in Form des Museums „Urban Nation“ bekommen, sondern auch viele Häuserwände erstrahlen durch die neu  gewonnenen Kunstwerke in einem neuen Glanz. Weiterlesen

Henriette

Willst du unabhängig sein? Fühlst du dich reif genug, um von den Eltern auszuziehen? Schritt für Schritt musst du jetzt dein Leben neugestalten. Es ist ein langer Weg, den Henriette schon fast hinter sich hat.

Henriette ist 21 Jahre alt, sie studiert an der Humboldt Universität zu Berlin und wohnt mit ihrer Freundin in einer 2-Zimmer Wohnung im Prenzlauer Berg.  Mit 17 hat sie beschlossen, von den Eltern auszuziehen. Ihr Ziel war, sich selbstständig zu machen. Die eigene Wohnung war ihr erster Schritt. Henriettes Hauptkriterium war die geräumige Wohnung mit zwei gleichgroßen Zimmern, die sich entweder in Mitte oder im Prenzlauer Berg befindet.

Nach 1-jähriger Wohnungssuche hat sie die passende Variante gefunden. Henriette arbeitet jetzt beim Bundestag im Bereich Besucherservice 15 Stunden pro Woche und teilt zusammen mit ihrer Freundin die Wohnungsmiete.

„Die Wohnung war super schwierig zu finden“, sagte die Studentin. In Berlin ziehen immer mehr Menschen um und alle wollen den eigenen Wohnort haben.

Henriette sucht auch eine neue Wohnung. Ihre jetzige wird in kurzer Zeit verkauft und sie fürchtet, dass der neue Eigentümer den Mietpreis erhöhen wird. Die Anforderungen sind aber jetzt höher: „Die neue Wohnung soll auf jeden Fall größer, am liebsten mit 3 Zimmern sein“. Henriette möchte unbedingt im Altbau wohnen und fänd auch einen Balkon nützlich, „um sich zu entspannen und die Sonnenstrahlen im Frühling und Sommer zu genießen“. Unter solchen Bedingungen ist sie bereit, mehr dafür zu zahlen. Trotz der berlinerischen  Wohnungsschwierigkeiten ist Henriette sich sicher, dass sie früher oder später eine ideale Wohnung für sich finden wird.

In den drei Jahren seit ihrer Wohnungssuche und dem Auszug von zu Hause ist Henriette viel selbstständiger geworden.  Jeder kann lernen, unabhängig zu sein. Man muss sich nur bemühen und nie die Flinte ins Korn werfen.

Das Portrait ist entstanden im Rahmen des Kurses “Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen” des Career Centers an der Humboldt Universität

Belsazar, Aperitif, aber anders

Belsazar, einst babylonischer Kronprinz, jetzt zu finden in der Potsdamer Straße 91, in 10785 Berlin.

Der Name Belsazar stammt, wie schon gesagt aus dem babylonischen. Etwa fünfhundert Jahre vor Christus übernahm ein gewisser Bel-šarru-uṣur bzw. Belšazar die Regierungsgeschäfte seines Vaters Nabonid, während sich dieser in Arabien aufhielt. Nachdem, laut biblischer Überlieferung, dem Kronprinz an den Wänden seines Palastes eine nicht deutbare Schrift erschien, wurde der Prophet Daniel beauftragt, diese zu interpretieren. Dieses Unterfangen jedoch endete zu Ungunsten von Belsazar. Der Prophet las in der Schrift, dass Belsazars Tage der Herrschaft von Gott gezählt sein; er sei von Gott gewogen und für zu leicht befunden worden. Kurz darauf wurde Belsazar ermordet; sein Reich wurde aufgeteilt zwischen den Persern und Medern.

Inwiefern sich aus der Geschichte des Königs Parallelen zu dem gleichnamigen Unternehmen in der Potsdamer Straße im heutigen Berlin ziehen lassen, wage ich nicht zu beurteilen. Warum der gescheiterte Despot als Namensgeber für eine Firma herhalten musste, wissen nur Sebastian Brack und Maximilian Wagner, die beiden Gründer des jungen Unternehmens. Gerne hätte ich eine Antwort auf diese doch recht interessante Frage bekommen; für ein Interview waren die beiden jedoch nicht zu haben. Weiterlesen