Kategorie-Archiv: Kunst

Gut gewappnet in Rot und ohne Binnen-I

VdBK_2017_02a29 Künstlerinnen, 62 Kunstfreundinnen und 5 männliche Unterstützer trafen sich vor 150 Jahren und 4 Tagen und gründeten den Verein der Künstlerinnen und Kunstfreundinnen zu Berlin. Name ohne Binnen-I.

Wir sind hier sechs Künstlerinnen zusammen getreten, die den Kern eines Vereins bilden wollen, der den Zweck hat: den vereinsamten ganz allein stehenden Schwestern in der Kunst hier in Berlin eine gemeinsame Heimath zu schaffen, den jungen anstrebenden Talenten mit Rath u. That beizustehen u. Ihnen eine Stütze zu sein u. denen, die in Noth geraten durch Darlehen oder Stipendien zu helfen …“, hatte Vereinsgründerin Clara Heinke kurz zuvor an Ottilie von Goethe, Schwiegertochter Johann Wolfgangs, geschrieben. (Katalogseite 41/42)

Die Frauen wollten einen Berufsverband für Künstlerinnen, mit Aus- und Fortbildung, Kranken- Pensions-, Darlehenskassen, sprich Maßnahmen zur Förderung der künstlerischen Produktion, die den Frauen damals von männlichen Kollegen verweigert und verboten wurden. Dem Hindernis, dass eine Vereinsgründung durch Frauen außer zu karitativen Zwecken illegal war, gingen sie auf pragmatische Art und Weise mit Männern aus dem Weg, die auch sonst in ihrem Sinne tätig waren. Wilhelm Adolf von Lette hatte ein Jahr zuvor den Verein zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit des weiblichen Geschlechts gegründet. Werner von Siemens beriet die Frauen bei der Gründung einer vereinseigenen Darlehns- und Unterstützungskasse, die Akademieprofessoren Oscar Begas und Julius Schrader hätten Künstlerinnen auch an der Akademie unterrichtet, durften dies aber nicht. Und Schulrat Karl Bormann war sowieso für die Möglichkeit der weiblichen Bildung.

Hinterhof Potsdamer Straße 98Der VdKKB hatte einen erfolgreichen Start und zum 25jährigen Bestehen 1893 wurde ein Haus in der Potsdamer Straße 39 (Hausnummerierung damals) errichtet und bezogen.

Damit war ein weiterer Plan der Vereinsgründerinnen umgesetzt: „Zunächst also, ziehen wir Sechse in ein Haus dh. jede miethet sich darin ein Atelier u. wer nicht, wie ich noch eine Heimath hat, auch ein Stübchen dazu. Für diese Damen wird dann eine gemeinschaftliche Mutter gemiethet, die das Haus in Ordnung hält u. die Damen in Kost nimmt.“ (Katalogseite 42)

Bei der Eröffnung am 15. Oktober 1893 genossen rund 400 Schülerinnen eine Ausbildung in den Kursen, und die Mitgliederzahlen waren auf 565 gestiegen (vier Jahre später bereits 783).

Die Zeichen- und Malschule konnte durch ihre freiere Unterrichtsgestaltung unmittelbarer als die Akademie auf die Wandlungen in der Berliner Kunstszene ab den 1890ern reagieren und avantgardistische künstlerische Entwicklungen einbeziehen,“ schreibt Teresa Laudert in dem Katalogessay ‚Auf eigenen Wegen‘. „Viele der Lehrenden, …. , waren durch Studienaufenthalte in Paris, der Kunsthauptstadt der Moderne, auf dem neuesten Stand der Kunstszene: Sie nahmen fortschrittliche Strömungen wie den Impressionismus auf, und vermittelten diese, im Gegensatz zu den konservativen Akademien, ihren Schülerinnen weiter.“ (Katalogseite 26)

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Teresa Laudert betont, dass viele Lehrende als Vorläufer der 1898 gegründeten Berliner Secession – dem Gegenpol bis dahin dominierenden akademischen Kunstbetrieb – angehörten und sie resümiert: „Die verschiedenen Künstlerinnen belegen mit ihren Werken die Relevanz der Zeichen- und Malschule des VdKKB, die zur Verbreitung fortschrittlicher künstlerischer Strömungen wie dem Impressionismus und dem Expressionismus im deutschen Kaiserreiche ihren Beitrag leistete. Für die Professionalisierung der Ausbildungssituation von Künstlerinnen setzte die Berliner Schule ein wegweisendes Zeichen. Den Studentinnen wurde erstmals die Möglichkeit gegeben, sich künstlerische Fähigkeiten systematisch anzueignen, die als grundlegende Basis ihrer weiteren Entwicklung dienten. … Unterstützend wirkte hier auch das solidarische Netzwerk, das den persönlichen Kontakt zu etablierten Künstlerinnen ermöglichte und teilweise lebenslange Freundschaften stiftete. Deren Anregungen und Ratschläge waren von fundamentaler Bedeutung für die künstlerische Karrieren der Studentinnen: gut gewappnet konnten sie von Berlin aus ihre eigenen Wege gehen.“ ( Katalogseite 39)

Letzte Woche in der Camaro Stiftung
Genau 150 Jahre nach der Gründung des VdKKB – am 13. Januar 2017 – lädt der Verein Berliner Künstlerinnen 1867 e.V. in den ehemaligen Akt- und Zeichensaal in die Potsdamer Straße um den roten Katalog zu präsentieren.

Wir haben eine Sonderfarbe gewählt. Rot,“ sagt Katalogdesignerin Birgit Tuemmers. „Rot, weil diese Frauen sich nicht verstecken, sondern nach vorne gehen und präsent sind.“

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Die Publikation enthält neben informativen Essays, eine Chronik des Vereins, das historische Vereinsarchiv auch den Katalog der vier Jubiläumsausstellungen „Fortsetzung folgt!“ mit Kurzbiographien und Kunstreproduktionen der präsentierten Künstlerinnen. Unter dem Titel ‚Ein Glücksfall oder wie die Kunst zurück ins Atelier fand‘ beschreibt Paula Anke, Vorstandsmitglied der Alexander und Renata Camaro Stiftung, warum die Stiftung das Haus das Haus erwarb und dort seit 2011 interdisziplinäre Rahmenprogramme und Ausstellungen, „die vom Künstlerpaar Alexander und Renata Camaro ausgehen“, präsentiert.

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Paula Modersohn-Becker 1997/98

Gerne und oft werden in Verbindung mit der Potsdamer Straße 98 A ( heutige Nummerierung) Käthe Kollwitz und Paula Modersohn-Becker erwähnt, die dort gelernt und gelehrt respektive gelernt haben. „Die Tage fliegen dahin! Ich habe keine Zeit, mich einsam zu fühlen oder Langeweile zu verspüren. Vier Nachmittage der Woche gehören meinem Zeichenunterricht, der bildet jetzt den Inhalt meiner Gedanken“,“ schreibt Paula Modersohn 1896 an ihre Eltern (Zitat Katalogseite 21).

Die Auftaktausstellung, die noch bis zum 24. März 2017 zu besuchen ist, präsentiert insgesamt 43 Künstlerinnen und ihr Werke, die politisch und sozial engagierten Themen, Stilleben, Portraits, kleinformatigen Historienmalerien, Flucht und Exil verarbeiten.

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Geographische, geschichtliche und digitale Entwicklungen
Einer der unerbittlichsten Akademiepräsidenten, der Frauen dieses Recht verweigerte, war Anton von Werner, der damals in seiner Privatvilla schräg gegenüber wohnte und arbeitete. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und gehört heute zum Ensemble der Mercator Höfe.

Anton von Werner hatte bis 1907 auch den Vorsitz des Verein Berliner Künstler (VBK) inne, der seit 1964 am Schöneberger Ufer verortet ist. Seit 1990 dürfen dem Verein Frauen beitreten. Der jetzige Vereinsvorstand ist vollständig weiblich.

 

Nach einer inaktiven Phase (ab 1971) begann der VdKKB im Jahr 1984 erneut mit regelmäßigen Jahresausstellungen im Rathaus Schöneberg. Zum 125jährigen Jubiläum im Jahr 1992 gewann der Verein und die Galeristin Karoline Müller die Berlinische Galerie als Partner für ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt, dessen Ziel es war Quellen- und Wissenslücken zu schließen.

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Johanna Reincke, 1920

Im Falle des Vereins der Berliner Künstlerinnen 1867 (VdKKB 1867) ist das gesamte historisch überlieferte Archiv Anfang des Jahres 1944 – ein genaueres Datum ist bisher nicht bekannt – zusammen mit den Vereins- und Schulräumen der privaten Unterrichtsanstalt bei einem Luftangriff völlig vernichtet worden,“ schreibt Michael Krejsa, Leiter des Archivs Bildende Kunst der Akademie der Künste in Berlin im heutigen Jubiläumskatalog. „Ein erst 2016 aufgetauchtes Dokument belegt diesen Verlust des Vereinsarchivs auf einer penibel geführten sechsseitigen Schreibmaschinenlist aller „zerstörten Sachen der Ateliers Potsdamerstraße 72, I Quergebäude II,2’“ (Katalogseite 53)

Unter der Leitung von Carola Muysers begann deshalb zunächst eine umfassende Archiv-Rekonstruktion, die Dokumenten aus öffentlichen und privaten Archiven, Bibliotheken zu Tage förderte. Weiterhin konnten Dokumentationen zur Institutionsgeschichte und Mitgliederbiografien in ganz Deutschland sicher gestellt werden. Nachdem die vielfältigen Dokumentationen an unterschiedlichen Orten gelagert wurden, gingen sie im Juni 2013 an die Akademie der Künste über und sind nun der Öffentlichkeit im Archiv selbst am Robert-Koch-Platz 10 und online zugänglich.

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„Im Zentrum der in der Akademie der Künste aufbewahrten Schriftgut-Dokumentation des Vereins stehen biografische Daten von insgesamt 3.517 historischen zeitgenössischen, überwiegend deutschen bildenden Künstlerinnen und deren Umfeld,“ so Krejsa im Katalog ( Katalogseite 56). „Sie beinhaltet auch Reden, Korrespondenzen, Exponatelisten, Zeitungsausschnitte, Werk- und Projektdokumentationen, Auktionsergebnisse, Faltblätter sowie Druckschriften.“

2016/2017 – Und
Zum künstlerischen Schaffen von Frauen gibt es seit den 80er Jahren vermehrt Ausstellungen, Datenbanken, Monographien, Lexika, Sammelbänden, Forschungen. 2016 wurde jedoch eine Studie veröffentlicht, auf dem sich Birgit Möckel in der Publikation bezieht: „Trotzdem werden in einem aktuellen, rund 500 Seiten starken Kompendium zu Frauen in Kultur und Medien einmal mehr die Suren patriarchaler Strukturen ausgemacht, deren ‚tradierte Vorstellungen und Muster bis heute wirken‘, obgleich in einem sehr schmalen Katalogheft des VdBL zu seiner damals 100-jährigen Geschichte bereits [1967 Anmerkung Blog] zu lesen ist: ‚Heute ist es eine Selbstverständlichkeit, Frauen nicht nur in Parteien, Parlamenten, Ministerien ( gelegentlich auch in den Regierungen ) und in den Wohlfahrtsverbänden in leitender Position zu finden – man begegnet Namen in den Katalogen der bedeutenden Kunstausstellungen, seitdem so namhafte Vertreterinnen ihres Standes wie Käthe Kollwitz, Charlotte Berend-Corinth, Augusta von Zitzewitz und Renée Sintenis der Frau auch auf diesem Gebiete Geltung verschafft haben.’“ (Katalogseite 161/162).

Sie alle waren dem Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 verbunden. Deshalb, so Birgit Möckel auf Katalogseite 163: „Fortsetzung folgt! Der Ausstellungstitel ist durchaus programmatisch gemeint – als Willensbekundung und Wunsch nach vielen weiteren spannenden Kapiteln der Kunstgeschichte, auf Werke von Künstlerinnen, die neu und wieder entdeckt werden wollen.

Was werden künftige Generationen nicht nur schaffen, sondern zeigen und sammeln? Das, was in der Gegenwart präsentiert und bewahrt wird: Diversität aus jeglicher Perspektive – männlicher wie weiblicher.

Nicht Frau, nicht Künstlerin sein ist das eigentliche Thema, das Werk ist es, das zählt und gezeigt werden soll, immer wieder.“

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Die Publikation ist in der Ausstellung erhältlich.
Informationen über alle VBK-Ausstellungen 2016/2017 gibt es hier.
Auftaktausstellung in der Camaro-Stiftung
26. November 2016 – 24. März 2017
Potsdamer Straße 98A, 10785 Berlin
Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag 13 – 17 Uhr | Mittwoch 13 – 20 Uhr
Gruppen nach Voranmeldung / Eintritt frei
ACHTUNG! Mittwoch den 18. Januar schließt die Ausstellung bereits um 17.00 Uhr

„Jeder Stoff kann als Comic erzählt werden“

Von HU-Gastbloggerin Dolly Rodríguez

Bülowstraße 52: Ehemaliger Sitz von Reprodukt

Ein unscheinbares Haus in der Gottschedstraße 4 in Berlin beherbergt einen Sehnsuchtsort für alle Liebhaber der visuellen Erzählkunst, ein Mekka für all diejenigen, für die Comics weit mehr sind als eine Kindheitserinnerung an Entenhausen.

Ich möchte an dieser Stelle jeglichen Anspruch auf Neutralität zurückweisen und stattdessen offen bekennen: Ich liebe Comics. Ich liebe sie, weil in ihnen das Unmögliche möglich wird: Sie können mich durch ihre Graphik und ihre Story in eine andere Welt transportieren.

Und deshalb ist dieses unscheinbare Haus für mich ein ganz besonderer Ort, beherbergt es doch mit Reprodukt einen der vielseitigsten Comicverlage Berlins. Aber nein, es geht dabei nicht um die üblichen Comics, wie man sie an der Supermarktkasse oder am Kiosk findet.

Wovon ich rede, ist die inzwischen gar nicht mehr so kleine aber feine Sparte der Comics, die sich als literarische Comics oder Graphic Novels begreifen. Die Graphic Novel ist heutzutage das beliebteste anspruchsvolle Comicprodukt, das in den Buchhandlungen (zumindest in den großen) einen festen Platz erobert hat.

Dass die Comicszene heute so vielfältig und bunt erscheint, ist der raschen und nachhaltigen Entwicklung der Independent Comic-industrie zu verdanken, die seit Anfang der neunziger Jahren vor allem in Europa und in den USA immer neue Themen, Stile und Darstellungsformen entdeckt hat.

Und das Spektrum ist im Laufe der Jahre richtig groß geworden: Der Comic ist nunmehr ein Medium des Theaters, des Dramas, der (Auto-)Biographie, der Geschichte, der Reportage, der Lyrik usw. Es scheint dabei, dass alle Themen und Genres durch den Comic ausgedrückt werden können. Dieser Meinung ist auch Jutta Harms, Pressefrau des Verlags: „Die Möglichkeiten des Textes kann der Comic völlig ausschöpfen, in den Graphic Novels sind die Themen genauso vielfältig wie in der Literatur.“

Comics erfreuen sich in den letzten Jahren einer wachsenden Popularität und Reprodukt hat es geschafft, von dieser Entwicklung zu profitieren. So feiert der Verlag dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen, wobei er sich mittlerweile als renommierter unabhängiger Verlag etabliert hat, der den Comic nicht mehr  nur als reines Unterhaltungsprodukt versteht. Diese lange, andauernde Entwicklung hat Reprodukt in Deutschland und Europa hautnah miterlebt:

„In den Neunzigern Jahren kam es zu einer Vervielfältigung der Stories und zu einer Weiterentwicklung in der graphischen Darstellung. Dabei hat man sich den Lebenserfahrungen der Menschen zugewendet und sich von den klassischen Science Fiction Stories entfernt. Auch werden seit dieser Zeit immer mehr weibliche Zeichnerinnen und Autorinnen aktiv. Die Erscheinungsform des Comics hat sich vom klassischen Unterhaltungscomic unglaublich ausdifferenziert. Seither gilt die Idee, dass jeder Stoff als Comic erzählt werden kann“ berichtet Jutta Harms.

Der Erfolg von Reprodukt als unabhängigem Verlag beruht vor allem auf seinen Bestsellern: der Fantasyparodie Donjon von Joann Sfar und Lewis Trondheim, Didi und Stulle von Fil, Tamara Drewe von Posy Simmonds und neulich Baby’s in Black-The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe von Arne Bellstorf, das bereits zwei Monate nach seiner Erscheinung im Oktober 2010 nachgedruckt werden musste. Gemeinsam ist ihnen, dass sie dem Mainstream fern bleiben und dass sie durch ihre eigenwilligen Geschichten ein breites literarisches Publikum ansprechen.

Aber warum sind sie so erfolgreich? Was macht einen guten Comic aus? „Es gibt natürlich Qualitätsansprüche. Der Comic muss erzählerisch und graphisch gut sein, er muss originell sein, sich also von den Action-Stoffen aus der Retorte abgrenzen, und die Zeichnung muss mit der Story harmonieren“, so Harms.

Bestseller 2010: Baby’s in Black von Arne Bellstorf

Ein gutes Produkt setzt harte Arbeit voraus: Lektorat, Übersetzung (im Fall von fremdsprachigen Werken), Herstellung, Bildbearbeitung und Lettering erfordern mindestens vier Monate Zeit und natürlich eine gute Teamarbeit, denn nur im Zusammenspiel der einzelnen Arbeitsbereiche kann ein wirklich guter Comic entstehen.

Da sich im Comic Bildende Kunst und Literatur überschneiden und ergänzen, entstehen dabei auch neue Möglichkeiten den Leser mit einer Geschichte zu erreichen: „Vergleichen wir z.B. eine Comicbiographie mit einer herkömmlichen, so ergibt sich in der ersteren die Chance, den Inhalt durch das Visuelle so zu transportieren, dass eine andere Sinnesebene angesprochen wird“, meint Harms abschließend.

Und wer einmal die Comicbiographie Die anderen Mendelssohns 1 von Elke Steiner gelesen hat wird sehr gut nachvollziehen können, was damit gemeint ist.

Mehr über die Geschichte von Reprodukt erfahren Sie unter http://www.kultiversum.de/Literatur-Literaturen/handeln-Buchmacher-Comic-Reprodukt-Verlag-Berlin-Dirk-Rehm-Jutta-Harms.html?

Grafik: Auszüge aus „Acht, Neun, Zehn“ ©Reprodukt/Arne Bellstorf sowie „Am falschen Ort“ ©Reprodukt/Brecht Evens; Cover von „Baby’s in Black-The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe“ ©Reprodukt/Arne Bellstorf

Street-Art ganz legal – ein Schritt in die richtige Richtung?

Von HU-Gastbloggerin Miriam Meinekat

Street-Art.Projekt Urban Nation plant in der Bülowstraße Eröffnung des „Museum for Urban Contemporary Art“-  Ein Interview mit Blick von der Straße.

Die von der Stiftung Berliner-Leben geförderte Plattform Urban Nation sieht es als ihre Aufgabe an, Street-Art für nationale sowie internationale Künstler sowie die Nachbarschaft rund um die Bülowstraße und die Potsdamer Straße in den Mittelpunkt zu stellen. Zusammen soll so eine aktive Zusammenarbeit im Gestalten des Stadt- und vor allem des Kiezbildes stattfinden.FullSizeRender (6)

So wurden beispielsweise die Häuserfassaden der gebowag-Häuser in der Bülowstraße zu Leinwänden, Künstler aus aller Welt durften sich hier in aller Kreativität austoben. Die Kunstwerke, „Murals“ genannt, sind meist riesig, wunderschön anzusehen und beinhalten zudem eine politische oder gesellschaftskritische Message. Weiterlesen

gallery’n’chill

Von einer HU-Gastbloggerin

My friend Ellie and I went to the gallery Helga Maria Klosterfelde and used the exhibition „Accessories to an Event“ by Dan Peterman as a getaway to talk about photography and the accessibility of different layers and spaces of art. Petermans’ work itself follows a minimalistic approach and is created by using recycled materials or captured in photography. Right now we are in Woolworth, using the changing room as our personal platform to conduct this interview.

Q: So Ellie, what do you think about the art?

A: I quite like Dan Peterman’s Greenhouse series because we found out afterwards that the photos which where on film were apparently damaged in a fire that happened to his studio and we thought somehow he had painted on top of them or during the development process this happened to the photos because it reminded me of gouache paint. But it was an accidental fire which made them look even better than before. I quite liked his work and I also liked some watercolor paintings by another artist that wasn’t named. They were chaotic but you could definitely find certain elements in them. There were a lot of faces and they were cool. Weiterlesen

Ernährung für Geist und Seele im Café Tietz

Das Café Tietz besticht mit Energie in Raum und Speisen. Ein neues Kaffeehaus in der Potsdamer Straße 77.

von HU-Gastbloggerin Miriam

Aus dem M85 an der Haltestelle Lützowsztraße/Potsdamer Straße gesprungen, einmal über die Straße und nach rechts geguckt, fallen einem Neuling in  der Potsdamer Straße sofort die dunkelbeigefarbenen Flaggen des Café Tietz & Cie ins Auge, die sich im seichten Frühlingswind wiegen. Wie die eines Hoteleingangs erscheint die Tür des Cafés, die in das biologisch wertvolle Geschmacksparadies führt. Ich bin heute überpünktlich dort und werde auf Englisch von den drei Mitarbeiterinnen begrüßt. Herr Tietz würde gleich kommen sagen sie, ob ich die drei Minuten Wartezeit mit einem Café Latte überbücken könnte? Kann ich. Weiterlesen

Zwischen Goldfolie und Tinte


Ein Stück Hollywood in der Potsdamer Straße

von HU-Gastbloggerin Luisa

Wolfgang Joop, Lacoste und Y-3  – was sich anhört wie die Garderobe von George Clooney bei den Oscars, ist in Wahrheit die Kundenliste des Unternehmens Gallery Print. Die erfolgreiche Druckerei an der Potsdamer Straße darf sich zu den wohl angesagtesten Druckereien Berlins zählen. Ende 2015 gewann das Unternehmen den»Red Dot Award: Communication Design« und wurde somit international ausgezeichnet.  Desweiteren gewannen sie 2016 den »Type Directors Club: Communication Design« Award für herausragende Leistungen; um nur zwei der vielen Auszeichnungen zu nennen. Weiterlesen

Die Poetische Potse heute

Von HU-Gastbloggerin Nancy

Der Wandel in Berlin ist allgegenwärtig. Auch der Potsekiez hat sich im Laufe seiner Geschichte immer wieder verändert. Neuankömmlinge liessen sich hier nieder und haben durch ihre jeweils eigene Kultur Spuren im Kiez hinterlassen. Besonders in den Gründerzeitjahren bis in die Weimarer Republik hinein war das Gebiet um die Potsdamer Strasse das Mekka für Künstler und Kreative. Inspiriert vom literarischen Streifzug eines HU-Gastbloggers durch die literarische Potse habe ich mich auf den Weg gemacht, um zu erkunden, was aus den kulturellen Schauplätzen der Vergangenheit geworden ist. Weiterlesen

Für Streetart ist es nie zu spät

Fin DAC bei der Arbeit

Fin DAC bei der Arbeit

Von einem HU-Gastblogger

An der Bülowstraße gibt es Open-Air Streetart-Gallerie. Organisiert wird das ganze von einem Verein namens Urban Nation.
Einen der Künstler, der im September hier gearbeitet hat, Fin DAC, habe ich getroffen und möchte dir ihn und seine Kunst hier vorstellen. Weiterlesen

Abstrakte Computerkunst in *meiner* Potse?

Zu finden zwischen Kurfürstenstr. und Bülowstr. auf der Frobenstr.

Ich – ein HU-Gastblogger – spazierte durch den Kiez, da fiel mir dieses Graffiti auf, und ich musste erstmal genauer hinschauen, um zu begreifen, dass ich nicht schielend doppelt
sehe. Man könnte meinen, der Künstler hätte ein normales Bild genommen und durch das Deep Dream-Programm gejagt. Weiterlesen

Beton im Flow und jede Menge Begegnung

Das Band ist durchschnitten, die Begegnung kann nun auch offiziell beginnen in der Maaßenstraße. Viel ist im Vorfeld diskutiert worden, hoch gepriesen und bis in den tiefsten märkischen Sand verdammt dieses Berliner Pilotprojekt. AnwohnerInnen diskutierten mit Bezirk, StadtplanerInnen, Senat und dem ausführenden Planungsbüro. Dementsprechend groß war das Medieninteresse. Weiterlesen