Herzlich willkommen, es ist alles bereit

Am gestrigen Morgen die Sorge vor dem Probelauf. Wie wird es am Nachmittag klappen? Noch eine Woche, dann soll die Donnerstags-Tafel an der Zwölf Apostel starten.

Um 16 Uhr: freudige Überraschungen und Dankbarkeit.
*Eine neue Helferin hat uns gefunden. Sie hat schon in einer Großküche gearbeitet, möchte Verantwortung übernehmen.
*Die erfahrenen HelferInnen von der Mittwochsinitiative sind geduldig mit den Neulingen an diesem Nachmittag.
*Der Besuch bei REWE macht glücklich. So spontan die Zusage von Geschäftsführer Sulaf Ahmed war, die neue Tafel an der Zwölf Apostel Gemeinde zu unterstützen, so großzügig die Spende. Ein Wagen mit Obst, Gemüse, Mehl, Nudeln, Schokolade und Keksen.

Dank an REWE

Doch warum eine Donnerstags-Tafel bei Zwölf Apostel?

Ev. Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde
An der Apostelkirche 1
10783 Berlin

Weil der Andrang zum Essen bei der Mittwochs-Initiative e.V. , die seit zwanzig Jahren Drogenabhängige und Prostituierte mit Essen, Material zur Aidsprävention und einer Kleiderkammer versorgt, über den ursprünglich angesprochenen Personenkreis immer größer geworden ist. Deshalb initiieren das Ökumenische Rogate-Kloster St. Michael und die Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde einen zweiten Abend, an dem Menschen mit geringem oder ohne Einkommen Essen erhalten. Diese soll am Donnerstag, den 5. Mai starten.

Zurück zum Probelauf. Nach einer Inspektion der geschenkten Zutaten wird entschieden, was gekocht werden kann: Spargelcremsuppe, Apfelkompott, frischer Salat mit Möhren- Stangensellerie- Chicoree, Tortelettes mit Erdbeeren und als Stärkung einen Tee mit frischen Zitronengras und Minze oder frisch gepresster Orangensaft. Hätten wir heute schon Gäste wäre das doch ein fulminantes Menu.

Doch weiter. Es wird geschnippelt, dann gekocht. Jeder findet selbst seine/ihre Aufgaben, schaut sich um was noch zu tun ist. Wischt die Tische ab, wäscht zwischendurch Messer und Brettchen ab. Dabei immer wieder beraten: wo werden wir das Essen servieren? Was müssen wir noch bedenken? Wer sollte angerufen und noch einmal kontaktiert werden?

Um 18 Uhr ist der Tisch für uns im Garten des Gemeindehauses gedeckt. Wir genießen, was wir uns bereitet haben. Alle Schritte der wirklichen Tafel haben wir heute noch nicht durchlaufen. Es gibt noch keine festen Teams. Auch die Koordination könnte besser sein. Da wird es in der kommenden Woche noch einiges an Improvisation geben.

Danke

Doch wir sind zuversichtlich, dass wir ab kommender Woche, Donnerstag, den 5. Mai wöchentlich um 19 Uhr werden sagen können: Herzlich willkommen, es ist alles bereit.

Wir suchen noch weitere HelferInnen, die entweder regelmäßig oder von Zeit zu Zeit entweder bei der Zubereitung des Essens zwischen 16 und 19 Uhr oder bei der Ausgabe ab 19 Uhr helfen möchten. Melden können sie sich bei

Regine Wosnitza
potseblog@wosnitza-berlin.de
Telefon: 23639903

4 Antworten zu “Herzlich willkommen, es ist alles bereit

  1. finde ich absolut super, was ihr da alles auf die beine stellt.
    ich würde gerne bei ähnlichen projekten in münchen mithelfen.
    kennt ihr da jemanden?
    lasst es mich wissen.

    liebe grüsse aus bayern,
    andreas gratzl

    • in München kenne ich keine Projekte. Mein Tipp wäre, mal bei der Berliner Tafel nachzufragen. Vielleicht sind die nach München vernetzt. Und wenn ich was höre, sag ich Bescheid. Gruß, Regine

  2. Danke für den Hinweis per Mail auf diesen schönen Post. Über diesen Blog bin ich übrigens auch auf die Rogate-Suppenküche aufmerksam geworden.^^ Jetzt weiss ich auch, welche die Autorin ist. *smile* Ich bin die, die die (alle guten Dinge sind drei;) gleiche Kamera hat(te). Seit Anfang März bin ich damit beschäftigt, eine Internetpräsenz zur Unterstützung der Obdachlosenhilfe mit persönlichem Bezug zu Berlin aufzubauen, womit ich leider immer noch nicht ganz fertig bin, obwohl sie inzw. schon vorzeigbar ist. Dort habe ich meine Lesenden auf diesen Beitrag aufmerksam gemacht und ihn verlinkt.
    LG und biba 🙂

    • Liebe Frau Wieczorek freut mich, dass es diese Zusammehänge gibt. Sicherlich werde ich dann demnächst darüber berichten, wie die Suppenküche auch Gäste kulinarisch erfreut. Bis bald also.

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