Portrait Janna

Das Portrait ist entstanden im Rahmen des Winterkurses “Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen” des Career Center der Humboldt Universität“

Portraitiert von Hannes.

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Janna wird 30, war ganz viel im Ausland und hat einen Sohn. Der wird vier. Freie Journalistin ist sie auch noch und ja, sie kriegt das alles unter einen Hut. Alles geplant? „Ja!“, sagt sie und lacht. „Ich habe auch noch einen Partner dazu“, aber der schreibt gerade seine Diplomarbeit, arbeitet quasi Vollzeit, bringt aber kein Geld nach Hause. Das ist also vorerst ihre Aufgabe.

Geschrieben hat sie immer schon gern, und als sie nach dem Abschluss mit ihrem Freund erst nach Tansania gegangen ist (und seitdem weiß, dass „keepi-lefti“ auf Kisuaheli „Kreisverkehr“ heißt) und dann mit ihm nach Köln zog, hat sie sich eben selbstständig gemacht. „Ich weiß nicht, ob ich naiv war, aber ich habe mir dabei nicht so viel gedacht. Wir hatten eine kleine Wohnung und es kamen viele Aufträge. Dadurch, dass es dann immer aufwärts ging, habe ich mir da keine Sorgen gemacht.“ So macht man das also. Seitdem schreibt sie für Unicum, den DAAD und das Goethe-Institut. Visionen braucht sie dafür nicht. „Ich mache halt das, was mir wichtig ist.“ Das sind vor allem Sprachen und Interkulturalität. Und wissenschaftliche Themen so aufzuarbeiten, dass jeder sie versteht.

Klare Ansagen sind ihr wichtig. „Was ich wirklich nicht mag, ist, wenn man irgendwas ansagt und es dann immer wieder zurückzieht.“ Sie ist eben eine, die was tut. Deshalb spricht sie nicht nur Englisch, Französisch und Spanisch, sondern auch ein bisschen Arabisch. Und hat schon in Syrien Deutsch unterrichtet, wo es ihr von allen Auslandsaufenthalten am besten gefallen hat. „Obwohl die arabisch-islamische Kultur ja ein sehr zwiespältiges Image hat, hat es mich am meisten angesprochen, weil ich die Menschen als sehr respektvoll und angenehm erlebt habe.“ Und weil sie eine Macherin ist, schreibt sie jetzt auch noch an einem Buch über Mehrsprachigkeit. Es gibt eben noch viel zu tun. Man könnte es ihr vielleicht übel nehmen, dass bei ihr alles so gut klappt. Wenn sie nur nicht so verdammt sympathisch wäre.

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