Tag Archives: Gegenwart

O-TonArt Theater? Ja, unbedingt!

Von HU-Gastblogger Kay

Das Schöneberger Kieztheater kämpft ums Überleben. Es geht dabei um mehr als einen Kleinkunstbetrieb. Es ist auch die Frage nach dem Kulturverständnis einer ganzen Stadt.

Kürzlich ist mir zum ersten Mal ein Satz über Berlin zu Ohren gekommen, der normalerweise nur über Städte wie New York, Paris oder London geäußert wird: Das Tolle an Berlin sei ja, dass man zu jeder Zeit so viele verschiedene Dinge machen könne, dass man auch ruhig mal zu Hause bleiben könne.

Mal davon abgesehen, dass der kausale Zusammenhang zwischen der Vielfältigkeit der Erlebnismöglichkeiten und der Entscheidung, in seiner Wohnung zu bleiben, während draußen das wilde Leben tobt, sich mir nicht in Gänze erschließen mag, will ich nicht anzweifeln, dass das Zuhause-bleiben seinen ganz eigenen Reiz haben kann. Was allerdings die vielfältigen Erlebnismöglichkeiten angeht, so möchte ich zwar nicht laut und bestimmt widersprechen, aber doch ein wenig grüblerisch die Stirn in Falten legen. Continue reading

Widersprüche erleben – der Pfarrer und sein Kiez

Pfarrer Burkhard Bornemann

Pfarrer Burkhard Bornemann im beschaulichen Hofgarten des Gemeindetreffpunktes

Von Gastblogger Kay

Pfarrer in Berlin-Schöneberg sein. Das hat Burkhard Bornemann (50) sich ausgesucht. Der Ur-Berliner, in Steglitz geboren, wusste, worauf er sich einlässt, als er vor einem Jahr seine Dorf-Kirche in Alt-Reinickendorf verließ und die Stelle an der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde übernahm . Vor der Haustür der Straßenstrich, Drogenabhängige tummeln sich rund um die imposante Zwölf-Apostel-Kirche, im Süden erhebt sich der Bahnhof Nollendorfplatz. Westlich davon beginnt der Regenbogenkiez. Im Osten die geschichtsträchtige Potsdamer Straße. Continue reading

Café Peri – anatolische Kost

STILVOLL, HEIMATLICH, AUTHENTISCH.

Geheimtipps_Peri_portrait

Enver Akkus – Fotos Carmen Jasmyn Hoffmann

Enver Akkus ist ein Familienmensch und ein Mann der Taten: Mit sieben Jahren verkaufte er Kaugummis vor der Schule in seiner Heimat Kappadokien, später arbei-tete er da, wo er gebraucht wurde ein Geschäftsmann mit handwerklichem Geschick. Die Einrichtung hat er selbst gebaut und es ist die Arbeit eines Profis: Hier passt Stein auf Stein und Fliese auf Fliese. Doch der heutige Gastronom bleibt bescheiden: Ein Stück Käse, Brot und die Familie reicht, um glücklich zu sein. Seine Gäste bekommen natürlich mehr im Sommer sogar auf der großen und neu ausgebauten Terrasse des Café Peris, dessen Name stets von zwei Türmen begleitet wird – für Akkus ein Stück Heimat mitten in Berlin. Seine Gäste erwartet mediterrane Vorspeisen oder auch eine Eigeninterpretation der klassischen Folienkartoffel. Akkus hat sie verfeinert und serviert seine Spezialität anatolisch. Und seine Linie ist klar: Auch der Latte Macchiato wird im „Anatolia-Style” zubereitet. Was die anatolische Kaffee-Variation ausmacht, findet man am besten selbst heraus und gesellt sich zu Akkus Stammkunden, schaut den Kindern beim Spielen zu oder genießt das anatolische Flair im Café Peri direkt am Kleistpark. Platz hat Akkus genug in seiner „gemütlichen Oase aus Mittelanatolien”.

Geheimtipps_Peri_Karte

Potsdamer Str. 203, 10783 Berlin
Telefon: 030 403 99 332
www.cafe-peri.de
info@cafe-peri.com
Montag bis Sonntag 9.00 bis 22.00 Uhr

Ja, mir sein mitm Radel da – und nach Leipzig kommen wir auch noch

“Seit drei Jahren senden uns Leser ihre Bilder von gefährlichen Stellen im Berliner Radverkehr. Diese zeugen vom Unwillen, das Fahrrad als Verkehrsmittel ernst zu nehmen,” war der Teaser des gestrigen Tagesspiegel-Artikels Kampfparker, Fehlplanungen und wilde Baustellen.

Ich finde es prima, dass sich LeserInnen dieses Mediums des Themas in einer Art Langzeitbeobachtung annehmen. Und ich danke dem Tagesspiegel, das er diese Missstände mit einer Auswahl von Zeitzeugenbildern und ausführlichen Erklärungen schonungslos und bis auf die Felge offen legt. Continue reading

Fortschreibung – Kiezmosaikische Integration

Fortschreibung 1
14. Juli 2014 – Wir sind Weltmeister!

Gestern beim Mitfiebern und Mitfreuen während des Finales der WM 2014 und der anschließenden Preisverleihung, fiel mir diese Geschichte des Kiezmosaiks wieder ein.

1. Veröffentlichung: 11. September 2010:

Seit Frühling 2009 gehen die Künstlerin Anita Staud und die Rechercheurin und Kulturmanagerin Regine Wosnitza immer wieder mit Gruppen zum Kiezmosaik am Seniorenstift der Elisabeth-Klinik in der Lützowstraße. Inzwischen haben dort SchülerInnen der Fritzlar-Homberg/Grips Grundschule, SeniorInnen, Geschäftsführer und Personal der Elisabeth Klinik, PassantInnen, Frauentreff Olga, AnwohnerInnen, der Kontaktbereichsbeamte, MalschülerInnen einen Stein bemalt und zur Erstellung dieses Gesamtkunstwerkes beigetragen.

Irgendwann entstand der Deutschlandflaggenstein Continue reading

Ein Haus für alle in der Kurmärkischen Straße

Geschrieben von HU-Gastbloggerin Anne

Stadtteilzentrum, Nachbarschaftshaus, Bürgerhaus, Familienzentrum, Bürgerzentrum – in zahlreichen Berliner Kiezen sind Institutionen dieser Art schon seit Jahrzehnten beheimatet und stärken die Nachbarschaften. Im Schöneberger Norden kümmert sich Jutta Husemann als Leiterin um das Geschehen im Familientreffpunkt. Die Bezeichnung Treffpunkt ist nicht zufällig gewählt. „Treffpunkt bedeutet, dass man sich neben den vielen Angeboten, die wir haben, auch unverbindlich treffen, anlächeln und reden kann,“ sagt Jutta Husemann. Continue reading

go public! Wo Karrieren entstehen

Von Gastblogger Volker Thomas

In diesen Räumen werden Karrieren gemacht. Donata Meyer und ihre Firmenpartnerin May-Brit Stabel von GoPublic! PR & Medienberatung/Berlin, sowie einige feste Mitarbeiter verhandeln Tourneen, vereinbaren Auftritte, stellen Künstler-Programme zusammen, gehen mit TV-Gewaltigen in Klausur und versorgen die Presse mit brandneuen Nachrichten über ihre Künstlerinnen und Künstler. Kurt Krömer wurde ua. zwischenzeitlich dort promotet, Eckart von Hirschhausen, der langmähnige Bülent Ceylan und seit ein paar Jahren ua. Murat Topal, ein Neuköllner Polizist, der sein Talent als Comedian entdeckt hat, sowie der Dresdner Kultcomedian Olaf Schubert. Continue reading

Auf der Bühne

Interview mit Ilona Maennchen, von freiberuflichen zur sozialen Perspektiven.

Von HU-Gastbloggerin Elsa

Als vielfältige Künstlerin in ihrem Beruf verkörpert Ilona Maennchen heutzutage ein ausgezeichnetes Beispiel von einer kreativen Berufstätigen in Berlin: freiberuflich, anpassungsfähig, teamfähig, von lokalen Berliner Projekten zu internationalen Bühnenmalereiprojekten, von Kunstwerken zu sozialen Medien. Sie definiert ihren Beruf unter Freelance Kommunikation Designerin. Ihr Unternehmen nennt Sie Art&Scenography-Designund beschreibt ihre Beschäftigung als “unique creator Design”.

Neulich hat Ilona Maennchen an der Aktion “mein Kiez” der KinderKUNSTmagistrale teilgenommen, die von Gabriele Hulitschke konzipiert und geleitet wurde. Mit der Klasse S6 der Allegro Grundschulein der Lützowstraße gestaltete sie einen Workshop zum Thema: Variete Wintergarten gestaltet. Sie strebt an, in ihrem Berufsfeld eine Transparenz zu finden, zwischen Kunst und wirtschaftlichem Austausch. Dementsprechend interessiert sie sich auch für Crowdfunding, wo sie auch bestens vernetzt ist:

I am working in the field between culture and art´s. Cooperation between art and economic aim. If we can try to change something than we have to be open to each other.” Continue reading

Vorsicht · Internet!

Von HU-Gastblogger Carsten

Überwachung und Abhörung. Foto: Alexander Altmann / pixelio.de

Überwachungsanlagen an einem Telefonmast. Foto: Alexander Altmann / pixelio.de

Wir werden belauscht, kontrolliert und sogar attackiert. Infizierte Seiten im Internet schleusen durch veraltete Browser oder Plug-Ins geschickt Viren und Trojaner auf die heimische Festplatte. Was im privaten Rahmen noch nicht gleich zu einer Katastrophe führt, kann in einem Unternehmen verheerende Folgen haben. Eine gestohlene Technologie kann durchaus das Aus für ein Unternehmen bedeuten. Genau diesen Gefahren wollen Matthias Blohm und Peter Ritter mit ihrem Unternehmen Digisec begegnen. Aber nicht nur das, sie gehen auch noch einen Schritt weiter.

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Und alle helfen mit

Von HU-Gastblogger Carsten.

Der 2003 gegründete, gemeinnützige Verein “Förderverein der Allegro-Grundschule e.V.” besteht aus Lehrern, Erziehern, Eltern und Freunden der Schule. Alle 56 Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und auch die Kinder können sich aktiv einbringen. Die Mitglieder versuchen die pädagogische Arbeit an der Schule in allen Bereichen möglichst gut zu unterstützen und zu fördern. Dafür wurden mehrere Projekte und Aktionen ins Leben gerufen, denen noch viele weitere folgen sollen.

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Da die Allegro-Grundschule nur Gelder vom Staat über einen immer geringer werdenden Etat verwalten darf, wurde der Förderverein ins Leben gerufen. Dieser darf im Gegensatz zur Schule auch Spenden sammeln und damit gezielt Projekte mit Geldern außerhalb dieses staatlichen Etats finanzieren.

Der Verein beschränkt sich jedoch nicht nur auf Finanzielles. Ein ebenso wichtiger Bestandteil der Vereinsarbeit ist die aktive Beteiligung am schulischen Geschehen. Durch die enge Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern lässt sich der Lernweg der Kinder deutlich besser fördern. Ausdruck findet diese Zusammenarbeit z. B. in Form von Projekten zur Erlernung einer ausgewogenen Ernährung schon während der Schulzeit.

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