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Was wir sehen, was wir benennen, was wir erkennen

Der Artikel ist entstanden im Rahmen des Winterkurses “Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen” des Career Center der Humboldt Universität

Von HU-Gastbloggerin Natascha

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„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“
– Aristoteles (384-322 v. Chr.)

Der Mensch erschafft seine Wirklichkeit. Er schafft Räume, Stadträume und Straßen, die er mit Leben und Funktion erfüllt. Dieses unterhält er fortwährend, neu erschaffend und die Natur drumherum spricht hierbei kontinuierlich mit. Wie nach jedem Schöpfungsakt steht man davor, betrachtet es und will es beschreiben und verstehen. Hierbei wird man überflutet von einem Meer aus Zeichen, Begriffen, Sinngehalten, Objekten – und der Geist versucht alles zu einem klaren Gedanken zusammenzuschmelzen, fast schon zu einer geistigen Sinnlichkeit.

Der Mensch: Schöpfer und Interpret

Dieser Augenblick hat zur Bedingung, dass Zeichen, die Begrifflichkeiten und Objekte in einem klaren Zusammenhang zueinander stehen. Schon die Hochkultur der Griechen, vertreten durch Aristoteles und Platon, haben diese Entschlüsselung erkannt und in Form des sogenannten semiotischen Dreiecks verbildlicht. Seither steht die Semiotik für die Lehre von der Bedeutung der Zeichen als Grundlage des Denkens und der Kommunikation.

Im Konkreten: Das Hier und Jetzt

Nehmen wir Berlin mit seinen Großstadtstraßen und sehen wir im besonderen auf die Potsdamer Straße, erfassen wir die Materialität der Straße und fragen danach, wie die Dinge, die wir sehen, zu den Bildern führen, die von ihr in uns entstehen.

Diese Fragen stellte sich auch Eva Reblin in ihrer Dissertation „Die Straße, die Dinge und die Zeichen – Zur Semiotik des materiellen Stadtraums“. Sie untersuchte die Potsdamer Straße auf eine nie zuvor beschriebene Art: Wann und wie materielle Dinge einer solchen Großstadtstraße zu einer eigenen Bedeutung und zu einer bestimmten spezifischen Straßeninterpretation führen. Aus einer Anzahl von Leitfadeninterviews gelingt es ihr, vielschichtige Bedeutungslinien zu den hinterfragten Stadterscheinungen offenzulegen. Gemessen an der fast unbegrenzten Zahl der möglichen Interpreten, dem unendlichen Universum der Semiose, kann diese Analytik, wie auch Eva Reblin darlegt, jedoch nur unter einschränkenden Modellierungen und Hypothetik zu entsprechenden Ergebnissen führen.

Also, dann lassen wir doch die Dinge verspielt im Geiste treiben, ohne sie allzu sehr auf die Probe zu stellen.

Zum Buch:
 Eva Reblin
„Die Straße, die Dinge und die Zeichen – Zur Semiotik des materiellen Stadtraums“
Transcript Verlag, 1. Aufl., 464 Seiten
ISBN 978-3-8376-1979-9

Auf einen Kaffee mit Thomas Mann

Von HU-Gastbloggerin Angela

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Es ist gleich 19 Uhr. Engür Sastimdur, verantwortlich für „Konzeption und Kunst“ im Café P103 Mischkonzern, zieht einen schwarzen Vorhang zu, der das Café mittig teilt. Ein Vorführraum entsteht. Eine dunkel gekleidete Dame bittet um Aufmerksamkeit und stellt das Abendprogramm vor. Vorher hatte sie noch jeden einzelnen Gast persönlich angesprochen und für den nun auf die Leinwand projizierten Film begeistert; es wird ein Dokumentarfilm über Werner Tübke gezeigt, einem Künstler der sogenannten Leipziger Schule. Über jene künstlerische Strömung erfahre ich an diesem Abend noch einiges, als ich mich mit Engür Sastimdur über das P103 unterhalte.

Engür Sastimdur möchte mit dem P103 einen Ort schaffen, der künstlerisches Potential fördert, der inspiriert. Der Raum nimmt sich dabei zurück, um der Kunst Platz zu geben. „Das Konzept beruht auf Klarheit,“ erzählt er mir von seiner Vision. Die Einrichtung besteht folgerichtig aus gepolsterten Vintage-Sesseln und Tischen mit Sperrholzplattencharme; keine Deckchen, keine Kerzen, sondern Minimalismus in seiner gemütlichsten Form: die wunderschöne Jugendstil-Immobilie, 1894 erbaut, lange Zeit traditionsreiche Autorenbuchhandlung, Lesungen von Thomas Mann inklusive, wurde sorgfältig restauriert. Eine Stuckateurin legte die Deckenverzierung frei, die Wände wurden nicht überstrichen, sondern belassen.

Der Betreiber verfügt über viele Kontakte zu Kulturschaffenden, gerade auch zu Künstlern der Leipziger Schule; zu Jürgen Gustav Haase beispielsweise, von dem auch die Idee stammte, das Café mit dem Attribut „Mischkonzern“ zu versehen. Denn im P103 Mischkonzern gibt es nicht nur Espresso und Kuchen, sondern auch Kunst: Vernissagen, Lesungen, Klavierabende, Filmvorführungen. Das Programm ist ambitioniert und vielfältig.

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Engür Sastimdur organisiert jene Veranstaltungen. Er akquiriert die Künstler nach dem  „Flaschenpostprinzip“, wie er es nennt. „Da muss man nicht mit Flyern oder Facebook kommen.“, weiß er. Persönliche Kontakte zählen. Und was ihm neben seinem großen Bekanntenkreis zu gute kommt: „Hinter einem Künstler stehen zehn weitere.“

Probleme, interessante Künstler für Veranstaltungen zu finden, hatte er schon früher nicht, als in seiner Taxizentrale (die es heute auch noch gibt) Vernissagen stattfanden: im Büro versammelten manchmal 200 Kulturbeflissene. Das P103 sollte sein zweites Standbein werden. Engür Sastimdur  und seine beiden Mitstreiter, die  Taxizentrale und Café mit ihm leiten, suchten fast zwei Jahre lang nach einem Ort für ihr Café. Als dann jene Immobilie in der Potsdamer Str. 103 gefunden war, sollte eigentlich gerade ein Mietvertrag für ein Objekt auf der gegenüberliegenden Straßenseite unterzeichnet werden. Den Jugendstil-Bau, in dem das Café nun zu finden ist, ließ man sich aber glücklicherweise nicht entgehen, Engür Sastimdur und seine Vertragspartner mieteten den Altbau in der Potsdamer Str. 103 spontan. Seit Mai 2013 exisitert das Café.

Vor hundert Jahren hatte Thomas Mann hier Lesungen. Heute betrachtet man staunend den Stuck und fühlt sich in die Kaffeehaus-Kultur der 20er Jahre versetzt. Wer inspirierende Gespräche und Einblicke in künstlerisches Schaffen sucht, bekommt hier, was das Herz begehrt – und guten Kaffee übrigens auch.

Potsdamer Str. 103 – Öffnungszeiten: 9 – 24 Uhr – Frühstück ab 10 Uhr – keine EC-Zahlung möglich

Portrait von Henrik – Vom Model zum Paläobiologen

Das Portrait ist entstanden im Rahmen des Winterkurses „Online-Journalismus – Recherchieren und Bloggen“ des Career Center der Humboldt Universität.

Januar 1989, Ost-Berlin: Henrik wird geboren. Lange bevor sein Bewusstsein einsetzt, ist die Mauer gefallen. Familienhintergrund: Eltern in der ostdeutschen Punkbewegung aktiv, Onkel DJ auf einer der ersten Loveparades. „Die Musik liegt mir im Blut“, sagt Henrik. Er hat sich also kurzerhand selbst beigebracht, Musik so zu mixen, dass sie die von ihm  präferierten Merkmale erhält: nur ein paar Regler adaptieren, und schon verwandelt sich jeder Titel in herrlichsten Britpop! So einfach ist das.

Henrik

 

In anderen Lebensbereichen handelt Henrik ähnlich pragmatisch. „Eine Tür geht zu, eine andere auf!“, so läuft das bei ihm. Als seine Agentur ihm das Angebot unterbreitet, in Italien an seiner Modelkarriere zu arbeiten,  hatte er soeben Absagen für seinen Studienplatz erhalten.  Also auf nach Mailand, um dort über den Catwalk zu stolzieren. Er lebte für ein Jahr in einer Model-WG, glamourös war das kein bisschen, resümiert er. Anschließend nach Shanghai, um dort zu modeln, das wollte er nicht, und lehnte das Angebot ab. Lieber wieder zurück nach Berlin! Henrik klagte sich in seinen Studienplatz ein, und begann Biologie in seiner Heimatstadt zu studieren. „Weil ich darin in der Schule am besten war!“, begründet er die Entscheidung. Chemie als Nebenfach, „das hasste ich ja!“, sagt er lachend. Aber bestanden hat er am Ende dann doch alle Prüfungen.

Nun widmet er sich seinem Lieblingszweig der Biologie, der Paläobiologie, in der man sich mit der biologischen Erforschung ausgestorbener Lebewesen befasst. Diese Disziplin entpuppte sich, nachdem Henrik seine anfängliche Skepsis überwunden hatte, als interessantes Sujet, und erschließt ihm außerdem ein neues Berufsfeld: Ölkonzerne nehmen die Dienste von Paläobiologen gerne in Anspruch, um festzustellen, an welchen Orten es sich lohnt, noch tiefer nach Öl zu graben. Das erkennt der Fachmann nämlich an den Fossilien, die an betreffenden Stellen gefunden werden. „Ich bin kein Weltverbesserer“, sagt Henrik, wie immer, pragmatisch: „Der Verdienst muss stimmen.“ Ganz unter uns: er wählt trotzdem nicht die FDP. Und sein Faible für trashige Hits aus 80ern und 90ern unterläuft ein bisschen den Pragmatismus, mit dem er sonst sein Leben bestreitet. Sein Lieblingstitel aus dieser Sparte: „Saturday Night“ von Whigfield.

Portraitiert von Angela

Portrait von Angela

Das Portrait ist entstanden im Rahmen des Winterkurses “Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen” des Career Center der Humboldt Universität

Portraitiert von Henrik.

Angela

Eine junge Frau kommt in das Café, bestellt sich lässig einen Kaffee und setzt sich zu mir an den Tisch. Ihr Stil ist schlicht, aber elegant: Strickjacke, Leggins, Hemd. Alles farblich aufeinander abgestimmt in weichen Erdtönen. Hinter dezentem make-up schauen mir zwei lebensfrohe grünen Augen entgegen.

Sie gehören zu Angela.

Mit einem charmanten Lächeln beginnt die 21-Jährige von sich zu erzählen: Sie berichtet über ihr Elternhaus in Erlangen, und wie es sie in die Bundeshauptstadt verschlagen hat. Literatur habe sie schon immer interessiert, sagt sie und nippt dabei an ihrem Heißgetränk.„Ich bin ein regelrechter Kaffee-Junkie“ feixt sie dabei.

Bücher haben mich schon immer fasziniert sagt sie, daher auch Ihre Studienwahl von deutscher Literatur und Geschichte. Eines ihrer Lieblingswerke: Anna Karenina von Leo Tolstoi. Sie erwägt nach ihrem Bachelor an der HU einen Masterstudiengang in Geschichte zu machen. Vorzugsweise in Berlin natürlich.

Wie schon viele vor ihr, ist sie dem “Berliner Charme“ erlegen. Besonders fasziniert sie dabei die große Diversität der Metropole. Das Zusammenspiel von Kultur und Sozialwesen aus fast jedem Land der Erde ist dabei so interessant. Die allseits beliebte Debatte über Zugezogene aus dem Westen findet sie kindisch und kleingeistig. Aktionen wie die Verunstaltung von Statuen mit Nahrungsmitteln ebenso.  Ihr Motto: Toleranz. Sowohl im Umgang mit anderen als auch auch mit sich selbst. Allerdings, gesteht sie, sei sie kein WG-Mensch. Sie habe es probiert. Es hat nicht geklappt. Fertig. Jetzt wohnt die passionierte Hobbyköchin in einer charmanten 1 Zimmer Wohnung im Stadtteil Wedding. Sie schreibt hier an ihrer Bachelorarbeit zum Thema „Unterhaltungsliteratur im Nationalsozialismus“ oder hört Musik der britischen Indie-Rock Legende Morrissey.

 

Porträt Hannes

IMG_2399Das Porträt ist entstanden im Rahmen des Winterkurses „Online-Journalismus – Recherchieren und Bloggen“ des Career Center der Humboldt Universität. Porträtiert von Janna

ist gerade 23 geworden – kommt ursprünglich aus frankfurt– lebt jetzt in einer wg im wedding – hat gerade zwei semester in frankreich hinter sich – begeisterte sich in teeniezeiten für videospiele und internetforen – ist bekennender apple-fan – hat schon als fahrradkurrier und schuhverkäufer gearbeitet – will selbst entscheiden, wie er arbeitet – interessiert sich dafür, wie die vergangenheit auf die gegenwart und die zukunft einwirkt – studiert deshalb geschichte – will nicht allein auf brotlose künste bauen – studiert deshalb vwl – liest ständig irgendwelche texte – fragt sich manchmal, was das eigentlich soll – hat für die jugendredaktion der frankfurter rundschau und für die nachrichtenabteilung des hessischen rundfunks geschrieben – arbeitet jetzt für die „unaufgefordert“ – ist hilfskraft an der berlin-brandenburgischen akademie der wissenschaften – mag es, als journalist einen anderen blick auf dinge zu bekommen – hat aber manchmal schreibblockaden – liebt gutes essen und kocht auch gern – hat eine leidenschaft für schöne dinge – ist kein impulskäufer – interessiert sich für web- und technologiedesign – möchte vielleicht noch eine ausbildung zum tischler machen oder design studieren – bringt sich deshalb das zeichnen bei – will aber auch nicht ewig studieren

Porträt Elsa

Bild für Elsas Portrait

Das Porträt ist entstanden im Rahmen des Winterkurses „Online-Journalismus – Recherchieren und Bloggen“ des Career Center der Humboldt Universität.
Porträtiert von Carsten.

Die 27-jährige Studentin der Kulturwissenschaften und der Kunstgeschichte trägt den außergewöhnlichen Namen Elsa / Nicht so außergewöhnlich für ihre Herkunft / Ihr sympathischer französischer Akzent fällt sofort auf – ebenso ihr großer, schwarzer Hut und die farbenfrohen Ohrringe / Diverse Besuche der deutschen Hauptstadt während ihrer Kindheit haben ihr Interesse geweckt / Es fing an bei einer deutschen Gastfamilie / Berlin hat so viel zu entdecken / Es ist ganz anders als Paris / Und viele weitere Ausflüge in die Stadt ihrer Liebe folgten / Mittlerweile wohnt Elsa in Berlin / Sie lebt zentral und genießt die künstlerischen Eindrücke von allen Seiten, während sie fleißig an ihrer Bachelorarbeit werkelt / Es geht um junge Künstler / Sie arbeiten mit Archiven, entdecken diese neu und transformieren sie in völlig neue Sphären / All das analysiert Elsa bis ins kleinste Detail und bringt es zu Papier / Schwerpunkt sind dabei Doppelidentitäten und damit verbundene verkörperte Minderheiten der jungen Künstler / Elsa hat auch schon in Rennes studiert / Erfahrungen im Bereich Online-Journalismus hat sie bereits einige gesammelt / Darunter ein Praktikum in einer Redaktion und sogar schon freiberuflich bei: Contemporary And – einem dynamischen Ort, an dem Themen, Diskurse und Informationen zum zeitgenössischen Kunstschaffen aus diversen afrikanischen Perspektiven reflektiert und vernetzt werden / Elsa besitzt einen Tumblr-Account, der hauptsächlich dazu dient, über Neuigkeiten von Künstlern, Orten und Events auf dem Laufenden zu bleiben / Alle Informationen landen so an einem Ort und sind für sie leicht zugänglich / Sie liest gern und ist ein absoluter Kunst-Fan / Projektleiterin könnte sie sich vorstellen / Natürlich in den Bereichen Kultur oder zeitgenössische Kunst / Auch Kunstkritiken schreibt sie gern / Der gesamten Bereich Journalismus gefällt der großen Frau im Allgemeinen sehr gut

Portrait Christina

Das Portrait ist entstanden im Rahmen des Sommerkurses “Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen”des Career Center der Humboldt Universität

Seit einigen Jahren Wahlberlinerin und in Kreuzberg heimisch geworden. Vorher lebte sie ein Jahr lang in Moskau, „eine vielfältige Stadt mit viel Energie. Die Mischung aus russischen Kuppeln, stalinistischen Bauten und moderner Architektur hat mich beeindruckt. An Berlin schätze ich, dass es – zumindest zur Zeit noch – eine eher untypische Hauptstadt ist. Die Leute legen hier weniger Wert auf Status und Materielles, dafür gibt es viel Kreativität.“

Ihr politisches Interesse führte sie zum Jura-Studium, „da dieses Fach einen guten Überblick ermöglicht, um später im politischen Umfeld zu arbeiten. Alles Gesellschaftliche hat schließlich auch mit Recht zu tun“.

Vor dem Studium betreute Christina die Archive der Gedenkstätte Breitenau und machte Führungen durch das ehemalige Konzentrationslager. Jetzt ist sie Sprecherin des Arbeitskreises Gender der Friedrich-Ebert-Stiftung, plant Seminare und setzt sich für die Aufklärung über bestehende Antidiskriminierungsgesetze ein, „viele Menschen, vor allem unter den Betroffenen, kennen nämlich ihre Rechte nur unzureichend“.

Als nächstes Projekt schwebt ihr ein Blog zum Thema Veganismus vor: „Einerseits will ich darin die politische Dimension des Tierkonsums beleuchten, zum Beispiel die tierethischen Aspekte oder die Nahrungsknappheit, die sich durch die Verfütterung von Getreide verschärft. Ich möchte aber auch praktische Tipps geben und Irrtümer aufklären, die es in Bezug auf vegane Ernährung gibt.“

Erholung von ihren Aktivitäten findet sie beim Joggen oder ausgedehnten Spaziergängen. 

 

 

Bestechende Fischküche – Mediterranes in der Potsdamer Straße

Geschrieben von HU-Gastblogger Ulrich

In der Theke des Atlantik Fischladen in der Potsdamer Straße 166 liegen 50 verschiedene Fischsorten. Im angrenzenden Restaurant werden diese zu unterschiedlichsten Gerichten verarbeitet. Stammgäste lieben die täglich wechselnde Fischsuppe.

 

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Zuerst gab es den Fischladen, ein kleiner Raum mit mediterranem Flair, bunten Farben und Seefahrer-Dekoration. Zwei Jahre später kam das Restaurant hinzu, ein ebenfalls kleiner Raum, vor dem zur Winterzeit die Gäste in einem improvisiert wirkenden Plastikvorbau sitzen. In der warmen Jahreszeit hingegen stehen die Tische des Restaurants über den Vorbau hinaus weit zur Straße hin. Das hat seinen eigenen Charme: Es trägt dazu bei, dass man sich während des Besuchs wie in einer Oase der Erholung inmitten des hektischen Treibens auf der viel befahrenen Potsdamer Straße fühlt. Weiterlesen

Rauschgefühle durch Stummfilmkomponist Stephan Graf von Bothmer

Geschrieben von HU-Gastbloggerin  Lucia.

Eine Geschichte vom Wintergarten zur Potsdamer Straße

Jeder kennt das Gefühl sich auf ein Fahrrad zu setzten und loszufahren, obwohl man ein halbes Jahr nicht gefahren ist. Manche wundern sich auch, warum sie eine unbekannte Melodie summen, welche sie vielleicht zuvor im Auto eines Freundes gehört haben. Unheimlich wird es, wenn man seinen kleinen Regenschirm vor dem  Verlassen des Hauses und bei strahlendem Sonnenschein einpackt und am Abend als einziger trocken durch den Regen läuft. Das Phänomen läuft unter der Bezeichnung der unbewussten oder intuitiven Wahrnehmung. Nur was hat das alles mit dem Stummfilm und vor allem der Potsdamer Straße zu tun, fragen sie? Eine ganze Menge! Weiterlesen

Verkiezter Rewe an der Potsdamer Straße

Geschrieben von HU-Gastblogger Florian

Der Rewe in der Potsdamer Straße 128 ist mittlerweile eine Institution im Kiez. Inhaber Sulaf Ahmed hat ein offenes Ohr für die Sorgen und Anliegen seiner Kunden. Er weiß also wo der Schuh des Kiezes drückt und engagiert sich dementsprechend seit Jahren für Verbesserungen.

ReweSulaf Ahmed empfängt mich in seinem kleinen Büro. Hinter ihm mehrere Überwachungsbildschirme. Ein Schrank, ein Telefon. Alles in allem wenig dekadent. Die Tür bleibt meistens offen. Immer wieder sagen Bekannte Hallo.
Ein „Hallo“ und „Guten Tag“  von mir reicht aus um mich zu entlarven.
„Woher aus Österreich kommen Sie?“
„Wiener Speckgürtel“
„Ah. Aber hoffentlich nicht aus dem Burgenland?“
„Nein, um Gottes Willen!“
Die Burgenländer sind die Ostfriesen Österreichs. Das Wichtigste ist geklärt. Nun gehts zur Sache: Weiterlesen