Schlagwort-Archiv: Kinder

Frisch gefeuert – Pizza ahoi

Der Lehmofen im Familiengarten Kluckstraße ist fertig. Ein großes Dankeschön an Jörg Borchardt, Anwohner und Quartiersrat, der die Bauarbeiten ehrenamtlich und mit viel zeitlichem Engagement betreut hat.

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Wo ist die Pizza? Wann ist es denn endlich soweit?

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Die Herstellung jeder Pizza erfolgt nach eigenen Rezepten, Herstellungmethoden und so ist die Freude und der Hunger noch mal doppelt so prima.

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Guten Appetit!

Die Pallas hat sich ausgerast

Wer dieser Tage zu Fuß von der Goebenstraße kommend die Potsdamer Straße überquert, am Pallasseum vorbeigeht und dort vielleicht erst noch mal die Satellitenschüsseln bestaunt, bemerkt die Veränderung vielleicht gar nicht sofort. Doch allmählich sickert es ein. Autos fast im Schritttempo, weniger Geräusche, weniger Hektik. Was ist da los?

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Damit ist ein monatelanges Tauziehen zu einem guten Ende gekommen. Erfolgreich gezogen hat das „Aktionsbündnis Verkehrssituation Pallasstraße“, ein Zusammenschluss von AnwohnerInnen, Quartiersmanagement, QuartiersrätInnen, Schulen, Bibliothek. Pünktlich zum Schulanfang war dann auch die Senatorin für Stadtentwicklung Frau Ingeborg Junge-Reyer vor Ort und eröffnete die Tempo-30-Zone Pallasstraße. Bertram von Boxberg war mit der Kiezkamera dabei.

Nun trug sich vor ein paar Tagen folgende absurde Situation zu. Ein Anwohner trat aus dem Haus, freute sich an der neuen Verkehrsituation, bestieg sein Fahrrad, wunderte sich und fuhr über den neuen Zebrastreifen. Ganz fertig sah der noch nicht aus, doch die Autofahrer hatten ja nun in dem langsamen Tempo genügend Zeit, dieses Verkehrslenkungsmittel zu beachten und hielten korrekt an. Der Fahrradfahrer radelte hinüber UND kam jäh zum Stop. Ein Polizeibeamter hielt ihn an und sprach: „Ich muss Ihnen sagen, dass Sie einen Fußgängerüberweg nur zu Fuß, nicht aber auf dem Fahrrad fahrend überqueren dürfen. Ich muss Ihnen aber auch sagen, dass dies gar kein offizieller Fußgängerüberweg ist.“  Was also ist das: darf man nun oder nicht, oder wie? Weder Radfahrer noch Polizist wussten Antwort und trennten sich darob einvernehmlich kopfschüttelnd.

Da hatte sich ein Spaßvogel einen Eimer Farbe geschnappt und die Verkehrsberuhigung noch einmal beruhigt. Welch Kommunikation und Ideen Verkehrsberuhigung doch hervor bringt!

Einen Tag, nachdem ich diese Anekdote vernehmen durfte, begab ich mich an den Ort des Geschehens. Konnte nur noch schmähliche Überreste dokumentieren.

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Und auch nicht klären, wer da so fix zu einem „Wisch-weg-die-falschen-Zebrastreifen“-Mittel gegriffen hatte.

Dafür konnte ich sehen, dass Beamte die Tempo 30-Zone zur Geltung lassen kommen wollen. Immer wieder wiesen sie AutofahrerInnen freundlich auf die neuen Schilder hin.

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Das ist ja für AutofahrerInnen auch erstmal zu verdauen. Die Pallasstrasse ist 500 Meter lang und eingebettet in einen Straßenzug, auf dem man mal ruckzuck von Südwesten (Schönefeld-Süd) bis Südosten (Stahnsdorf) 25 Kilometer quer durch die gesamte Stadt fahren kann, ohne das Steuer zu sehr nach rechts oder links reißen zu müssen. Und da – auf einmal: Tempo 30!

Super!Herzlichen Glückwunsch an das Aktionsbündnis.

Denn die Geschwindigkeitsbegrenzung ist hier genau richtig. Hier sind die Spreewaldgrundschule, die Sophie-Scholl-Oberschule, die Stadtteilbibliothek Schöneberg Nord, die Katholische Schule St. Franziskus. Also jede Menge junger Menschen unterwegs.

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Kinderkunstmagistrale – Rundgang durch die Gärten

KinderKunstAktionen zum Mitmachen für Kinder und Jugendliche im Alter von 3 – 15 Jahren
am Samstag, dem 04. September 2010 von 14.00 – 18.00 Uhr auf dem Gelände des Beachvolleyballplatzes Pohlstraße 11

Für Eltern und AnwohnerInnen
Rundgang durch die Gärten der Kleingartenanlage auf dem Gleisdreieck
Start: 15.00 Uhr am Eingang der kindermagistrale (Dauer: ca. 1 – 1,5 Stunden)

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Kindermagistrale 2010

Liebe Kinder und Jugendliche,

Zum dritten Mal verwandelt sich in diesem Jahr der Beachvolleyballplatz in der Pohlstraße 11 in eine Kreativwerkstatt.

Gemeinsam mit Künstlern und Kunsthandwerkern probiert ihr in 9 Kunstaktionen aus, was ihr so alles mit ‘Druck machen könnt. Und dabei ist nicht nur an das Drucken von Bildern gedacht, sonder auch an das Aufblasen von Luftballons, aus denen ihr dann Figuren formt oder ihr tretet ganz fest in den Sand, gießt den Fußabdruck dann mit Gips aus, malt ihn bunt an und am Ende des Tages leuchtet eine bunte Fußspur im Sand.

Ganz starke Kinder können sich ihren Zaubertrank selbst herstellen. Aus Früchten, aber auch aus Obst, presst ihr Euch einen supergesunden und ganz einmaligen Zaubertrank, der nicht nur gut schmeckt sondern auch soooo gesund ist.

Und nach diesem Zaubertrank habt ihr genug Kraft, um Wolle zu filzen oder um Bilder in Abdrucktechnik herzustellen oder Seifenblasen zu pusten ….

Für einen kleinen Imbiss sorgen wie im letzten Jahr Frauen vom türkischen Frauenkreis. Gegen kleines Entgelt gibt es leckere Speisen und Getränke.

Rundgang durch die Gärten:

Die Kleingärten auf dem Gleisdreieck werden Teil des neuen Parks. Um schon jetzt einen kleinen Einblick und Ausblick auf die Zukunft zu geben laden sie ein zum Besuch.

Beginnend am Treffpunkt auf der kindermagistrale werden die Teilnehmer von Klaus Trappmann über das Gelände des Gleisdreiecks durch die Gärten geführt und erfahren dabei Vieles über die Geschichte der Gartenanlage. In einigen Gärten gibt es musikalische Darbietungen der Gartenbesitzer und Zeit genug sich umzuschauen. Vele Infos zum neuen Park auf dem Gleisdreieck runden den Rundgang ab. Gegen 16.30 Uhr endet der Rundgang wieder auf der kindermagistrale.

Die kindermagistrale 2010 wird ermöglicht durch das ehrenamtliche Engagement von Künstler, Kunsthandwerkern und Anwohnern, in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendrat, dem Jugendteam des Stadtteilvereins und den Kleingärten auf dem Gleisdreieck. Sponsoring herzlich willkommen!

Text, Kontakt und Information:
Gabriele Hulitschke
– Koordination –
Fon: 030 262 30 27
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Kindermagistrale 2010 - Programm

Potse grün – Kluckstrasse

Kennen Sie die Atmosphäre kurz vor Partybeginn, wenn sie eingeladen haben? Es gibt hier noch etwas aus dem Wege zu räumen, dort noch etwas zu erledigen, alle laufen geschäftig hin und her und die Vorfreude steigt.

So war auch auf dem Gelände Kluckstraße gestern deutlich zu spüren, dass innerhalb des Projektes „Familiengarten“ etwas Besonderes bevorstand. Bereits seit Monaten wird auf Treffen geplant und diskutiert. Denn viel soll auf dem Gelände Ecke Kluck/Lützowstraße passieren: Spiel- und Ruhemöglichkeiten, interkultureller Garten, Streetsoccerplatz, Pizza- und Kräutergarten, Lehmofen zum Brot- und Pizzabacken und und und.

Ab dem späten Samstag vormittag tummelten sich viele Menschen auf dem Gelände. Die einen waren mit Mülltüten unterwegs, andere harkten Laub, ein Bagger brachte große Planzen von rechts nach links, Frauen griffen zur Gartenschere und trimmten Hecken, Kinder grabschten sich Spaten und huben Löcher aus.

Es wirkt von außen unscheinbar, doch bereits jetzt ist die Kluckstraße 11 ein Kinder- und Jugendzentrum, in dem Träger wie zum Beispiel Fipp e.V., Stadtteilverein Tiergarten, Gladt e.V. und andere Angebote machen. Das Außengelände war zwar zum Toben gut geeinigt, wartete aber immer noch auf eine weitere Gestaltung.

Ein großer Schritt ist nun mit der Eröffnung des Interkulturellen Gartens getan. Und darauf waren natürlich alle am meisten gespannt. Denn es sollten all die kleinen Ableger und erkennbaren Büschen in die Erde kommen.

Dreißig Beete gibt es dort, die von AnwohnerInnen zu hegen und pflegen und bepflanzen sind. Um 14 Uhr fand die Verlosung unter den nachbarschaftlichen HobbygärtnerInnen statt. Sie werden auch eigene Pflanzen mitbringen und dann kann gefachsimpelt werden über die Tomaten, Paprika Blumen aus der Türkei, dem Kosovo, Bulgarien Sri Lanka oder Deutschland, je nachdem woher die GärtnerInnen stammen.

Sie sind nun alle Teil eines lebendigen Kiezzentrums, das dort zum Blühen und Gedeihen gebracht wird.

Hilferuf des Jugendteams und Aufruf zur Blockade der Pohlstraße

Dies ist ein Aufruf des Jugendteams in der Pohlstraße zur Blockade der Pohlstraße, um die geplanten Schließung der einzigen Jugendeinrichtung in Tiergarten Süd abzuwehren.

BLOCKADE
POHL/ Ecke POTSDAMERSTRASSE
MONTAG 30.11.09 um 16 Uhr

Am 3.12. will der Jugendhilfeausschuss Berlin-Mitte über den Vorschlag beschließen die einzige Kinder und Jugendeinrichtung in Tiergarten Süd und die einzige Einrichtung überhaupt östlich der Potsdamer zu schließen. Dies ist eine totale Katastrophe weil

* täglich 30 bis 40 Kinder und 20 Jugendliche zu uns kommen
* hier die Schulsozialarbeit angeboten wird
* die Einrichtung seit 15 Jahren besteht und sich sehr großer Beliebtheit erfreut
* es NICHTS ansonsten für Jugendliche gibt
* sich am Wochenende hier dreißig Eltern zu Erziehungsgesprächen treffen
* das einzige Angebot der MÄDCHENARBEIT in Tiergarten Süd hier existiert
* seit fünfzehn Jahren Sport für Kinder- und Jugendliche angeboten wird
* die Einrichtung eine Oase in einem brisanten Kiez ist (Drogenstrich etc.)

Wegen der hohen Schulden von Mitte müssen im ganzen Bezirk Einrichtungen geschlossen werden. Das allein ist ein Skandal. Ein Versorgungsgrad von 50% ein Armutszeugnis. Darüber hinaus ist es aber auch unbegreiflich, warum 300 000 Euro weiter in Angebote für Kinder fließen sollen und für Jugendliche nahezu NICHTS mehr bleibt. WAS SOLL DAS? Auch die Kinder aus der Pohlstraße und Umgebung besuchen die Einrichtung des Jugendteams.

BITTE HELFEN SIE MIT DIESEN WAHNSINN ZU STOPPEN.

Uns unterstützen die Schule, die Polizei, die Anwohner, die Gewerbetreibenden, das Quartiersmanagement. Hunderte von Unterschriften liegen vor.

Die taz beschreibt die Situation unter dem Titel „Jugend ohne Treff

Was können Sie tun?
Kommen Sie am Montag um 16 Uhr zur Pohlstraße und unterstützen Sie die Blockade.
Schreiben Sie Prostestmails an: Protestmails bitte an:

Bezirksbürgermeister Christian Hanke
Mathilde-Jacob-Platz 1
10551 Berlin
Tel.: 9018-32200
christian.hanke@ba-mitte.verwalt-berlin.de

Referentin des Bürgermeisters Ulla Sick-Reiff
Tel.: 9018-33749
ulla.sick-reiff@ba-mitte.verwalt-berlin.de

Jugendhilfeausschuss Bezirksamt Mitte von Berlin
Jugendamt
Jug ID 3
Rainer Jähring
Tel. (030) 9018-23518
rainer.jaehring@ba-mitte.verwalt-berlin.de