Schlagwort-Archiv: Kurfürstenstraße

Vorsicht · Internet!

Von HU-Gastblogger Carsten

Überwachung und Abhörung. Foto: Alexander Altmann / pixelio.de

Überwachungsanlagen an einem Telefonmast. Foto: Alexander Altmann / pixelio.de

Wir werden belauscht, kontrolliert und sogar attackiert. Infizierte Seiten im Internet schleusen durch veraltete Browser oder Plug-Ins geschickt Viren und Trojaner auf die heimische Festplatte. Was im privaten Rahmen noch nicht gleich zu einer Katastrophe führt, kann in einem Unternehmen verheerende Folgen haben. Eine gestohlene Technologie kann durchaus das Aus für ein Unternehmen bedeuten. Genau diesen Gefahren wollen Matthias Blohm und Peter Ritter mit ihrem Unternehmen Digisec begegnen. Aber nicht nur das, sie gehen auch noch einen Schritt weiter.

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Ein äthiopisches Gesellschaftsspiel

Von HU-Gastblogger Sebastian

Wer Äthiopien bisher nur mit hungerbäuchigen Kindern und fortwährender Armut in Verbindung gebracht hat, der wird überrascht sein.

Jeder der einmal in Addis Abeba war wird das Bild kennen. Ein 14 jähriger in der Hocke leicht nach vorgebeugt und seine Aufmerksamkeit richtet sich auf einen Schuhe der Person die ihm gegenübersteht, während seine Hände mit flinken, geübten Bewegungen eben diesen Schuh sauber zaubern.

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Polierte Schuhe – Duplex Ngoko, Abdi Demera

In Berlin ist dieses Bild seltener zu beobachten, wer allerdings am Freitag zur ersten Aufführung des Stückes Polierte Schuhe in der Galerie Listros war, konnte nicht nur zuschauen wie der junge Getachew hockend dem Geschäftsmann vor ihm die Schuhe polierte. Sondern wie ein junger Listro, allgemein – Schuhputzer – auf Amharisch, die Zuschauer durch einige markante und interessante Punkte der umfangreichen Äthiopischen Geschichte begleitete. Getachew ist die Hauptrolle in diesem Gesellschaftsspiel und wird von Abdi Demera gespielt, der mit seiner verspielten und unbeschwerten Art den jungentlichen Getachew zum Leben erweckt. Dabei vertieft er sich im Laufe seiner Reise immer weiter in seine Fantasien. Im den einzelnen Szenen trifft er dabei auf die unterschiedlichsten Persönlichkeiten und Hindernisse. Bemerkenswert ist unter anderem auch die eigens für das Stück konstruierte Puppen- und Schattentheaterbühne und ihr kreativer Einsatz. Nicht zu vergessen ist auch die Begleitung durch Live-Musik, die zur fantasievollen Atmosphäre des Stückes beiträgt.

Idee und Entstehung

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Machtspiele – Ceyhan Genc, Abdi Demera, Duplex Ngoko

Das Stück entstand aus der Feder von Lioba Reckfort, dabei half ihr Abdi Demera durch Erzählungen von seiner Heimat. Sowie die Unterstützung von Dawit Shanko, Gründer des Listros e.V. Nach eigener Angabe hat Lioba Reckfort das Stück aus einer eher deutschen Sichtweise geschrieben um das Verständnis für den Zuschauer zu verbessern. dies gelingt ihr auch, so ist zum Beispiel der Titel des Stückes – polierte Schuhe – in Äthiopien nichts außergewöhnliches wohingegen hier zu Lande dies einen Hinweis auf einen höheren gesellschaftlichen Status gibt. Mit den dargestellten Szenen soll ein etwas tieferer Einblick in Äthiopien und dessen Geschichte gegeben, und zum weiteren informieren angeregt werden. So ist die Erzählung vom ersten bis zum letzten Moment in einer leichten, ruhigen Atmosphäre geschrieben und aufgeführt wurden. Das macht die Szenen nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam für Erwachsene und Jugendliche.

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Ausstellung OUANSA REVISITED bis 24. Oktober 2013

Listros e.V.

Wer sich vor dem Besuch nicht weiter mit Äthiopien beschäftigt hat, wird durch die Aufführung einige Anregungen bekommen. Insbesondere wenn es in den Räumen des Listro e.V. aufgeführt wird, ist ein direkter Bezug zu weiteren Einblicken in Äthiopien gegeben. So sind dort zum Beispiel Werke mit Bezug auf das Leben von Listros ausgestellt, zudem kann man sich über die Arbeit des Vereins und dessen vielfältige Projekte informieren. Zur Zeit feiert der Verein sein 10 jähriges Bestehen. Auf den ersten Blick besonders beeindruckend sind die original Listro Boxen die an den Wänden im ersten Raum der Galerie bis an die Decke gestapelt sind und für die Aufführung des Stücks eine außergewöhnliche Kulisse bieten.

Vorschau

In den nächsten Wochen wird das Stück auch noch um zwei weitere Szenen erweitert, so darf man gespannt sein welche Einblicke in die äthiopische Geschichte dem Zuschauer noch gewährt werden. Die erste Aufführung des Stück fand am 9.8.2013 in den Räumen des Listro e.V. statt, die nächsten werden in den Räumlichkeiten des Intergalaktischen Kulturvereins im September stattfinden. Jedoch sind weitere Aufführungen für Interessenten um die Potsdamerstraße in der Galerie Listros geplant.

 

Intergalaktischer Kulturverein

 

Kurfürstenstraße142/Ecke Frobenstraße – neues Baugruppenprojekt

Geschrieben von HU-Gastblogger_In Katrin 

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Kurfürstenstr.142/Ecke Frobenstraße

Die Kurfürstenstraße 142/Ecke Frobenstraße ist wohl hauptsächlich durch die Straßenprostitution charakterisiert. Läuft man die Straße hinunter passiert man aber auch die markante Beuth Hochschule für Technik Berlin – University of Applied Sciences, welche 1914 gebaut wurde. Auf der anderen Straßenseite gibt es ein Café, diverse kleine Geschäfte, Wohnhäuser, dahinter ein großer Parkplatz und natürlich der alte Möbel’turm’ Hübner. In diesem Straßenteil klafft allerdings auch ein großes Grundstücksloch, welches ehemals vom Autohandel F.E.L.I.X Automobile GmbH geschlossen wurde. Hier soll nun ein neues Baugruppenhaus entstehen, welches durch das Architekturbüro „June 14“ umgesetzt werden soll.  Momentan ist dies noch in der Planungsphase. Der Baubeginn wird wahrscheinlich Anfang 2014 sein.

Was ist eine Baugruppe?

Baugruppen, das sind meist Privatpersonen die sich zusammenschließen um ein Grundstück zu erwerben und es auch eigenständig zu bebauen.  Auch werden Baugruppen oft von Architekten angestoßen um Projekte zu realisieren, also um arbeiten zu können. Hier gibt es allerdings keine Investoren, welche diese Objekte nur zur Gewinnmaximierung  nutzen.  Dementsprechend werden alle Risiken auch durch die Baugruppe selbst getragen. „Insgesamt sind 23 Parteien daran beteiligt, von denen wir die allermeisten bereits kannten. Die anderen sind Freunde von Freunden.“ , so Johanna Meyer-Grohbrügge. Diese neue Form des Bauens scheint sich sehr großer Beliebtheit  zu erfreuen. So lassen sich selbst über Social Networks wie Twitter folgende Nachrichten finden: „Seriously want to do a #baugruppe project myself. Anyone else in? Any architects?“, von Nutzer tomdyckhofff.

Das Baugruppenprojekt und Ihre Gestalter

Johanna Meyer-Grohbrügge und Sam Chermayeff sind die leitenden Architekten bei „June 14“. Ihr Büro in Berlin ist seit 2010 aktiv. Auf die Frage wie sie auf die Idee einer Baugruppe gekommen sind, antwortet Johanna Meyer-Grohbrügge: „Wir sind junge Architekten, die natürlich erstmal bauen wollen. Wir wussten, dass viele unserer Freunde und Bekannten eine Wohnung suchen und so haben wir Ausschau nach interessanten Grundstücken gehalten und die Leute zusammengebracht.“ Auch Sie selbst werden in die Kurfürstenstraße 142 einziehen, jedoch soll das Haus nur zu Wohnzwecken genutzt werden: „Wir werden dort auch eine Wohnung haben, doch sehr wahrscheinlich nicht mit dem Büro dort einziehen. Uns gefällt unser jetziges Büro und außerdem wollen noch mehr Projekte machen.“ Die Baudamen/herren bauen also für den Eigenbedarf. Durch diese Eigenorganisation lassen sich allerdings auch die Bedürfnisse der späteren Bewohner besser planen, da jeder Mitspracherecht hat innerhalb der Gruppe.

Baugruppenprojekte im Berliner Raum

Die Baugruppenprojekte werden von offizieller Seite sehr begrüßt. Das Land Berlin unterstützt gezielt Baugruppen mit ausgesuchten landeseigenen Grundstücken. Mehr als 80 verschiedene Wohnungsbaugenossenschaften bieten langjähriges Wohnen zur Miete und stabile Nachbarschaften an. Der Berliner Senat sichert ihnen eine breite Unterstützung zu. Genossenschaften sollen genauso wie die Wohnungsbaugesellschaften darin gefördert werden, ihren Bestand auszubauen.“, heißt es auf der Webseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Man erhofft sich hier mittelständischen Leuten einen bezahlbaren Wohnraum in der Stadt zu ermöglichen, Grundstückslücken in der Stadt zu schließen und nicht nur zum Zwecke des Gewinns zu nutzen.

Jede Baugruppe ist eigen

In der Flottwellstraße 2, unweit vom aktuellen Bauprojekt, ist ein Baugruppenhaus bereits zwischen 2008 und 2011 realisiert worden. Hier unter dem Architektenbüro Heide & von Beckerath. Das Baugruppenprojekt in der Flottwellstraße 2 ist aufgrund der Initiative der Architekten gemeinsam mit einem befreundeten Paar entstanden“, so Verena von Beckerath. Auch hier wurden Eigentumswohnungen nach Bewohner-Bedürfnissen erstellt: „Alle Wohnungen sind entsprechend Eigentumswohnungen. Einige werden selbstgenutzt, andere vermietet, da die Eigentümer zur Zeit nicht in Berlin leben. Dadurch sind die Bewohner in unserem Haus tatsächlich relativ gemischt: zwei Familien mit Kindern, einige Paare, zwei Wohngemeinschaften mit Studenten, eine Künstlerin, die das Studio als Atelier nutzt, etc…das Zusammenwohnen, auch zwischen den Generationen, kann sich nach gemeinsamer Planungs- und Bauzeit anders darstellen und entwickeln, als bei dem Kauf einer individuellen Eigentumswohnung.“  

Hier ging es also auch nicht ausschließlich um die Wohnidee an sich, was die Integration eines Studios in den Bauprozess aufzeigt. „Mischkonzepte wie Wohnen und Arbeiten sind insbesondere für Freiberufler interessant und lassen sich im Rahmen einer Baugemeinschaft eher realisieren“, so Beckerath. Eine interessante Idee zur Work-Life-Balance, da gerade Freiberufler meist mit wechselnden Mieträumlichkeiten für Studios, Büros bzw. Schreibtischen  konfrontiert werden.

Baugruppen pro oder contra?

Durch die Möglichkeit des Zusammenschlusses von Privatpersonen ohne den vorrangigen Zweck der Gewinnmaximierung blickt dennoch nicht jeder positiv auf diese neue Entwicklung der Städtebebauung. Kritiker sagen das Baugruppen keineswegs sozial handeln, da nicht jeder die Möglichkeit hat ohne weiteres einen Kredit bei Banken zu erhalten um an der Eigentumsbeschaffung teilzunehmen. Auch ist nicht jedes Baugruppenhaus als Mietshaus gedacht. Meist handelt es sich hierbei um Eigentumswohnungen  und damit ist eine Integrierung sozial-schwacher von Anfang an ausgeschlossen. Einzig Baugruppenprojekte die auf Genossenschaften basieren können diesen Ausschluss abwenden, da hier Eigentum keine Voraussetzung ist und Wohnraum zur Miete angeboten werden kann. Viele befürchten auch eine Aufwertung des Kiezes durch  die neuen Baugruppenhäuser und die damit verbundenen Mietpreissteigerungen für Alteingesessene.

Allerdings kommt dies auch auf den Aufwertungsstand eines Bezirkes an. Wenn dort vor der Planung des Baugruppenhauses schon horrende Mieten herrschen, kann das Baugruppenprojekt eine Möglichkeit bieten diese zu umgehen. Somit kann in solchen Fällen nicht von einer Ankurbelung des Gentrifizierungsprozesses gesprochen werden. Obwohl es unbestreitbar ein Teil dessen ist.

Und wie denken die neuen Baugruppengründer von „June 14“ über die durch Prostitution geprägte Straße: „Der Straßenstrich hat ja eine lange Geschichte und ist dort seit 100Jahren, wie wir gehört haben. Wir denken nicht und wollen auch nicht, dass diese vertrieben werden. Es kann natürlich sein, dass sich Freier dort nicht mehr so wohlfühlen und sich das Geschäft weiter nach hinten verschiebt, doch ich glaube das wird dauern und solange sie keinen neuen Ort haben, werden Sie auch dort blieben.“ 

Interview – Baugruppe der Marienburgerstr. 31a

 

 

 

Die asiatische und afrikanische „Macht“ im Tiergarten

Geschrieben von HU-Gastblogger Clemens

Die asiatische und afrikanische „Macht“ im Tiergarten

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Für viele Menschen bedeutet asiatisch Essen einfach nur Ente süß-sauer, Chicken Curry oder Sushi und von der afrikanischer Küche kennen viele nicht einmal ein Gericht. Ein Besuch bei „Asia Might“ in der Kurfürstenstraße 33 kann da Abhilfe schaffen, denn den Betreibern – die daneben das sri-lankische Restaurant AaDAVA in der Bergmannstrasse 27 betreiben – liegt die internationale Küche am Herzen.

Das „Asia Might“ ist ein nun schon seit fast zehn Jahren bestehender asiatischer und afrikanischer Supermarkt. „Might“ ist englisch und heißt übersetzt „Macht“. Ganz im Sinne der schillernden geschichtlichen Bedeutung der Kurfürstenstraße besteht mitten im Tiergarten somit eine asiatische und afrikanische „Macht“.

Warum sind Sie vor gut zehn Jahren gerade an die Kurfürstenstraße gezogen?
Weil die Kurfürstenstraße sehr zentral gelegen ist und so für alle gut zu erreichen ist. Unsere Kunden, auch viele Stammkunden, kommen aus allen Teilen Berlins, daher ist eine zentrale Lage besonders wichtig.

Wie setzt sich denn Ihre Kundschaft zusammen? Ist diese national und international?
Unsere Kundschaft ist durchmischt, zu ihr gehören aber auch Botschafter. Viele Fahrer der Botschafter kommen aus Sri Lanka und kennen unseren Laden und empfehlen uns sogar.

 Warum gerade eine Kombination aus „Asia“ und „Afro“ Supermarkt? Ein Geschäft ließe sich doch auch mit ausschließlich asiatischen oder ausschließlich afrikanischen Erzeugnissen füllen.
Asia Might 3Zunächst haben wir ausschließlich asiatische, insbesondere sri-lankische Produkte angeboten. Das afrikanische Angebot hat sich erst mit der Zeit entwickelt. Erst als wir auch die afrikanische Küche kennen gelernt haben, haben wir mehr und mehr Produkte in
unserem Laden angeboten.

Was bieten Sie denn für Spezialitäten der asiatischen und afrikanischen Küche an?
Wir bieten Fisch, Fleisch – auch Halal-Produkte, da viele Afrikaner Muslime sind –, Gemüse, Wurzeln, natürlich Reis und vieles mehr. Wir verkaufen zum Beispiel die Blätter der Süßkartoffel – die oft für Eintöpfe und Suppen verwendet werden –, Rinderhaut bzw. -füße und Pansen. Oft gekauft werden auch Okra und Maniok.

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Und was genau sind Okra bzw. Maniok?
Okra ist eine Gemüsepflanze, dessen Schoten gegessen werden. Sie erinnert geschmacklich an grüne Bohnen. Von Maniok werden hauptsächlich die Wurzelknollen als Nahrungsmittel verwendet, die z.B. wie Kartoffeln serviert werden können. Aber auch die Kügelchen im Trend-Getränk Bubble-Tea bestehen aus Tapioka, der Stärke der Maniokwurzel.

Wenn auch Sie diese exotischen Spezialitäten testen wollen, dann schauen Sie doch einfach im „Asia Might“ in der Kurfürstenstraße 33 vorbei. Die Öffnungszeiten sind: Mo-Sa 09:00-22:00 Uhr.

Medizin aus Fernost in der Kurfürstenstraße

Erstellt im Rahmen des Kurses „Online-Journalismus – Recherchieren und Bloggen“ des Career Centers der Humboldt Universität, Sommersemester 2012

Dass es sich bei der Kurmark Apotheke in der Kurfürstenstraße 154 um keine gewöhnliche Apotheke handelt, wird beim ersten Blick auf die Schaufenstergestaltung klar. Dort wird für TCM geworben, traditionelle chinesische Medizin.

Auffällig ist zunächst auch der Treppenaufgang, der aus heutiger Sicht untypisch für die Architektur einer Apotheke ist. Das Haus wurde 1877 fertiggestellt und ein Großteil des heutigen Inventars stammt unverändert aus dieser Zeit. Der damalige Bauherr war gleichzeitig auch Gründer der Kurmark Apotheke, seine Familie wohnt seitdem stets über ihr. Obwohl sie zwar nicht mehr dort tätig sind und die Leitung im Laufe der Jahre abgegeben haben, sind sie als Eigentümer des Hauses noch immer eng mit ihr verbunden.

Seit 1993 wird die Kurmark Apotheke nun von Michael Joachimmeyer geleitet, der auch die traditionelle chinesische Medizin mitbrachte, mit der er Ende der 80er das erste Mal selbst in Kontakt kam. Übernommen hat er sie schließlich von seinem ehemaligen Arbeitgeber, als er sich selbstständig machte. Zusammen mit ihm zählt die Kurmark Apotheke neun Mitarbeiter.

„Den meisten Neukunden wird vielleicht auffallen, dass bei uns keine Kittel getragen werden“, erklärt er. „Das bedeutet natürlich nicht, dass dadurch das Verhältnis zwischen Kunde und Mitarbeiter automatisch an Seriösität verliert. Der Großteil unserer Kunden sind Stammkunden, man kennt sich zum Teil schon viele Jahre. Der Umgang während der Arbeitszeit ist dabei trotzdem immer noch professionell.“

Er selbst schätzt die bunte Struktur rund um die Potsdamer Straße. Der Großteil der Kundschaft kommt aus dem Kiez. Für eine Erweiterung des Einzugsgebiet sorgt darüber hinaus die TCM.

Entgegen mancher Vermutungen handelt es sich dabei nicht um eine esotherische Therapieform, vielmehr um eine rationale.
Im Vergleich zur westlichen Medizin ist sie vor allem vorbeugend ausgerichtet.

In diesem Regal werden die Kräuter gelagert

Über 300 verschiedene Heilkräutern – eigens aus China eingeflogen – werden im Keller der Apotheke zu Tees verarbeitet. Diese werden für Patient und Beschwerden individuell angepasst.
Zuhause muss der Tee dabei noch vom Patieten selbst weiter zubereitet werden. Es gibt jedoch die Alternative, die Zutaten in Granulatform zu bestellen- vergleichbar mit Instant Tee.

Granulate im Keller der Apotheke

„Der Therapieansatz durch TCM unterscheidet sich sehr stark von der konventionellen Medizin“, sagt Michael Joachimmeyer. „Das Herstellen von Gleichgewicht steht im Vordergrund, nicht die symptomatische Ursachenbekämpfung. In China haben die Menschen ein ganz anderes Verhältnis zur Medizin. Beispielsweise erhalten die Ärzte dort ein höheres Honorar, wenn ihre Patienten gesund sind.“

So wird auch der Tee über einen Zeitraum von mehreren Monaten hinweg eingenommen. Je nach Verbesserung des Gesundheitszustands kann seine Mischung dieser Verbesserung angepasst werden.

Die Kurmark Apotheke besitzt auch eine Zulassung als Versandapotheke. Viele Teemischungen werden daher bundesweit verschickt.
„Die Behandlung mit TCM ist keine ‚Welle‘, die sich auf einmal einer spontanen Beliebtheit erfreut. Sie ist wesentlich langlebiger.“ Seit fast 20 Jahren kann dies am Beispiel der Kurmark Apotheke selbst beobachtet werden.

geschrieben von Jan. P

Kein Event ohne Luftballons

Von Gastblogger Christoph

Erstellt im Rahmen des Kurses „Online-Journalismus – Recherchieren und Bloggen“ am Career Center der Humboldt Universität, Sommersemester 2012

Ob beim Berliner Marathon, Parteifesten, Betriebsfeiern und vielleicht auch bei der Eröffnung des Berliner Flughafens, sofern es soweit kommt, feiern die Menschen und überall, wo es etwas zu zelebrieren gibt, sind Luftballons nicht weit von entfernt. Weiterlesen

Erörterungsveranstaltung Kurfürstenzentrum

Donnerstag, 9. August von 19 – 21 Uhr
Gemeindehaus Adolf-Kurtz-Haus
An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin

Auf dem jetzigen Möbel-Hübner-Parkplatz soll mit dem „Kurfürstenzentrum“ ein Nahversorgungszentrum und Parkhaus entstehen. Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurf nimmt der Quartiersrat Magdeburger Platz zum Anlass, mit interessierten BürgerInnen und den beteiligten Verantwortlichen zu diskutieren.

Bereits im Jahr 2008 hat der Quartiersrat qualifizierte und produktive Anregungen zu dem Nahversorgungszentrum und zu seiner städtebaulichen Planung gesammelt und diese dem Bezirksamt und dem Investor zur Verfügung gestellt. Damals wurde auch eine weiterführende Einbeziehung der BürgerInnen zugesagt. Von den damals gemachten Vorschlägen finden sich nur wenige in dem jetzt ausgelegt Bebauungsplanplan wieder. Dazu haben die Quartiersräte Madgeburger Platz und Schöneberger Norden bereits eine Stellungnahme verfasst.

Nun möchten wir allen Beteiligten eine weitere Möglichkeit zu einer öffentlichen Erörterung des Planes geben. Folgende Fragen stellen sich uns: Sind die im Erdgeschoss geplanten Ladenflächen im Gebiet notwendig? Auf welchen Erkenntnisse beruht die Planung von 370 Plätzen in dreigeschossigen Parkhaus? Wie soll eine Nutzung des Parkhauses als Vollzugsort der Prostitution verhindert werden oder kann das überhaupt verhindert werden? Ist die Fassadengestaltung geeignet an dieser Stelle der Kurfürstenstraße eine offene Atmosphäre zu schaffe? Inwieweit geht die städtebauliche Planung auf die nahe Umgebung ein?

Folgende Verantwortliche bei der Veranstaltung anwesend sein werden:

Franz Josef Glotzbach, Investor und Mitarbeiter des beauftragten Planungsbüros
Steffen Klette, Stadtplanungsamt Bezirk Mitte
Andreas Fuhr, Pfarrer der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde

Möchten Sie sich vor der Veranstaltung über den vorhabenbezogenen Bebauungsplans II-125-1VE „Kurfürstenzentrum“ für die Grundstücke Kurfürstenstraße 41-44 im Bezirk Mitte, Ortsteil Tiergarten informieren, können Sie dies im Büro des Quartiersmanagement in der Pohlstraße 91, 10785. Öffnungszeiten sind Montag – Donnerstag 9 – 16 Uhr und Freitag 9 – 12 Uhr.

Einsicht ist auch möglich im Bezirksamt Mitte von Berlin, Abteilung Stadtentwicklung, Bauen, Telefon 9018-45873 während der Dienststunden Montag bis Mittwoch von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr, Donnerstag von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr und Freitag von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung.

Im Rahmen des öffentlichen Beteiligungsverfahrens können Sie auch noch bis zum 23. August 2012 eine Stellungnahme zum Bebauungsplan abgeben, entweder durch Einsenden an die o.g. Adresse des Bezirksamts, durch Abgabe im Büro des Quartiersmanagements oder auch Online .

Kunst und Kontroverses auf der Kurfürstenstraße

von HU-Gastbloggerin Carina

Meine ersten Eindrücke von der Kurfürstenstraße waren zunächst virtueller Art. Mit der modernen Technik ist alles möglich. In Sekundenschnelle kann man sich online an einen Ort begeben, denn google maps eröffnet neue Horizonte. So öffnete ich ein neues Fenster und suchte nach den Begriffen Kurfürstenstraße und Berlin. Eine Übersichtskarte der Umgebung war zu sehen und verschaffte mir einen groben Eindruck. Nach dem Aktivieren der streetview – Option begann mein digitaler Spaziergang entlang der Kurfürstenstraße.

Plötzlich befand ich mich in einer Wohn-gegend und lief virtuell über das Kopfstein-pflaster bis zur Ecke Potsdamer Straße. Dort werden die weichen Steine der Straße von glatten asphaltierten Flächen verdrängt. Das Straßenbild wird lebendiger und Auf-nahmen von Geschäften wie Woolworth, einem Erotikkaufhaus oder einem türkischen Supermarkt sind zu sehen.

 

Nach diesen eher oberflächlichen Impressionen wollte ich mich von der Realität überzeugen und fuhr mit der U1 in Richtung Kurfürstenstraße. Kaum angekommen, erkannte ich schon die Geschäfte und Straßenzüge wieder. Ein wenig enttäuscht darüber, wie gut man sich online schon vorinformieren kann, begann ich mich umzuschauen. Auf den ersten Blick erscheint alles gleich. Doch ein zweiter Blick lohnt sich, oder besser ein dritter! Denn die ursprünglichen Hinterhöfe und interessanten Ecken kann man nicht mit der Kamera erfassen. Diese sind nur für diejenigen zugänglich, die sie auch entdecken wollen. So finden Kunst- und Kulturbegeisterte in den Hinterhöfen der Kurfürstenstraße 12 und 13 die Ausstellungsräume der Galeristin Giti Nourbakhsch. Außerdem ließ sich dort die Galerie Sommer&Kohl in einer ehemaligen Bettfedermanufaktur nieder.

Sucht man weiter,  entpuppen sich auch die grauen Fassaden zu bunten Schmetterlingen, denn beeindruckende Galerien und Kunstoasen verstecken sich in Kellergewölben oder in den höheren Etagen der Wohnhäuser.

In den Räumen der Tanya Leighton Galerie, Reception, Galerie Listros oder des angesagten, alternativen OFF-SPACE U37 präsentieren renommierte, internationale und nationale Künstler ihre Werke zeitgenössischer Kunst. Hier treffen die verschiedensten Stile von Malerei, Skulptur und Fotografie, bis hin zur Illustration und Installation aufeinander.
Warum die Kunstszene sich immer mehr in diese Richtung bewegt, lässt sich nur erahnen. Kunst sucht das Unfertige, Kontroverse und Skurrile. Da bleibt nur zu hoffen, dass dieser künstlerischen Wandel und der daraus entstehende Austausch auf interkultureller Ebene, früher oder später auch das Rotlicht- Milieu verdrängt.

 

 

 

 

Die Kurfürstenstraße

U-Bahnhof Kurfürstenstraße

Der Anfang sieht eigentlich eher aus wie das Ende. Ein Bauzaun, dahinter Sand und Schotter, aufgeschobene Erde. Der zukünftige Park am Gleisdreieck. Hier baut das Land Berlin ist dort zu lesen. Im Hintergrund fährt die U2 vorüber, zur Linken überquert die Linie 1 die Dennewitzstraße und verschwindet im Untergrund. Hier beginnt die Kurfürstenstraße. Die Bezirke Schöneberg und Tiergarten teilend, verläuft sie quer zur Potsdamer Straße, bis sie nach ungefähr zweieinhalb Kilometern am Zoologischen Garten endet.

Dort, wo die Kurfürsten auf die Potsdamer trifft, pulsiert das Leben. Es ist laut und lebendig. Menschen eilen vorbei, treten mit Tüten bepackt aus dem nahen Supermarkt, verweilen eventuell kurz, um mit Bekannten zu sprechen, verschwinden dann im Aufgang der U-Bahn oder bei Woolworth. An die Ampel geklebt, versucht ein Plakat die Vorbeieilenden für Yoga und Meditation zu interessieren. So manch einer scheint Entspannung jedoch lieber im gegenüberliegenden Love, Sex & Dreams-Shop zu suchen. Dort läuft derzeit eine spezielle DVD-AKTION! Wem ein Film nicht reicht, dem bietet die Kurfürstenstraße auf den nächsten Metern mehr. Berlins wohl berüchtigtster Straßenstrich befindet sich hier.

Ein Stückchen weiter wirbt das geborstene Lächeln eines Clowns für eine Zirkusvorstellung. Tierquäler hat jemand auf das zertretene Schild geschrieben. Dahinter eingezäunt, ein Birkenwäldchen. Eine Imbissbude bietet Bratwurst an. Und Currywurst natürlich. Von hier hat man einen guten Blick auf die 12-Apostel-Kirche. Und auf die auf Grün wartenden Autos. Auf den leeren Parkplatz. Und auf das dahinterliegende Möbelhaus. Auf die kaputte Telefonzelle. Erlebe mehr verspricht ein Werbeplakat. Unter den Füßen vibriert der Boden, biegt die U1 in Richtung Nollendorfplatz ab.

Am Café Einstein vorbei und schon in Sichtweite des Zoos, erreicht man die Kleine Nachtrevue. Recht unscheinbar von außen, enthüllen die Plakate neben dem Eingang doch sehr anschaulich, was den Besucher drinnen erwartet. Hier gibt es die Anleitung zur Domina, daneben entführt ein Cancan, zügellos und wild, die Phantasie der Zuschauer ins Paris des 19. Jahrhunderts. Überhaupt wird Fiktion hier großgeschrieben. Und mit c vor dem k. Auf der anderen Straßenseite hat man für orthographische Willkür wohl eher wenig Sinn. Hinter dem DIN-Platz befindet sich dort das Deutsche Institut für Normung, sorgen 550 Angestellte dafür, dass  ein gewisser Standard möglich ist. Und wirklich, die Gegend um den DIN-Platz erscheint ein wenig geordneter. Im Schaufenster des Souvenirgeschäfts stehen die Berliner Bären in Reih und Glied, daneben -stillgestanden!- eine ganze Kompanie Maneki Neko. Mauerstücke gibt es hier zu kaufen. Natürlich mit Zertifikat. Und im Nachbarhaus wirbt ein Zertifiziertes Institut für Thaimassage. Weniger Erfolg scheinen dagegen die Bemühungen der Berliner Stadtreinigung zu haben. Haufenweise gute Taten steht in weißen Lettern auf orangem Grund, was den meisten Hundebesitzern jedoch herzlich egal zu sein scheint. Aber das findet man ja auch in Friedrichshain.

Von HU-Gastblogger Sven

„von dort bis hier“ – Zeitgenössische KünstlerInnen von der afrikanischen Diaspora in Deutschland stellen aus

Yassine Balbzioui zeichnet und malt wo er geht und steht. Schon immer. In Casablanca, Bordeaux, Berkeley, Paris, Dakar, und Berlin. Es ist eine natürliche Handlung für ihn, wie Aus- und Einatmen. So ist er in permanentem Austausch mit dem Raum, der ihn umgibt. „Ich brauche Raum und den gibt es in Berlin, so wie in Marokko“ sagt er. „Hier kann ich atmen. Es gibt hier freien wilden Raum. Ich habe hier auch schon viele Füchse gehesen. Für mich ist es wichtig, diese Art von Freiheit in einer Stadt zu finden.“

Am 26. Januar eröffnet Yassine Balbziouis Ausstellung „PARADE“ in der GALERIE LISTROS. Sie ist der Auftakt der Ausstellungsreihe „von dort bis hier – Künstlerische Reflexionen translokaler Autobiografien“. Hier setzen sich bis April 2013 elf KünstlerInnen aus der afrikanischen Diaspora mit ihrer biographischen Herkunft künstlerisch auseinander und führen einen Diskurs über ihre persönlichen Erfahrungen und Prägungen in zwei Kulturen.

Vernissage: Yassine Balbzioui PARADE
Donnerstag, den 26. Januar, 19 Uhr
GALERIE LISTROS
Kurfürstenstrasse 33, 10785 Berlin

 

Mit dabei sind zum einen KünstlerInnen wie El Loko, Mansour Ciss, Manuela Sambo, David Amaechi Dibiah und Ivor Sias, die bereits seit Jahrzehnten in Deutschland leben. Zum anderen beteiligen sich KünstlerInnen, die erst in den vergangenen Jahren Deutschland als Lebensort gewählt haben wie Christophe Ndabananiye, Engdaget Legesse oder Dalila Dalléas Bouzar. Auch der Aspekt, in der zweiten Generation zwar afrikanische Wurzeln zu haben jedoch in Deutschland aufgewachsen zu sein, wird mit der Präsentation von Werken des Afro-Deutschen Künstlers Ransome Stanley berücksichtigt.

Die Biografie jedes Menschen ist prägender Bestandteil seiner Existenz. Individuelle zwischenmenschliche Begegnungen und Erfahrungen sowie kulturelle und gesellschaftliche Gegebenheiten definieren seine Persönlichkeit und Sicht auf die Welt. Insbesondere KünstlerInnen schöpfen in ihrem kreativen Schaffensprozess häufig aus den eigenen biografischen Erlebnissen.

So zeigt Christophe Ndabananiye unter anderem „schlafende Menschen“, eine Serie von Zeichnungen. „Ich habe sehr viele Menschen so liegen sehen, tot, und ich wünschte, sie würden schlafen,“ sagt Christophe Ndabananiye. „Ich setze mich mit Vergangenem oder Gegenwärtigem auseinander und halte dies mittels unterschiedlicher künstlerischer Medien fest.“

Für einige KünstlerInnen eröffnet die Außenperspektive auf ihre afrikanische Heimat einen Raum der Untersuchungen und Entdeckungen, der von Neu- oder Deplatzierung geprägt ist.

„In meiner Arbeit als Künstler habe ich in den vergangenen zwanzig Jahren verschiedene Einflüsse aufgesaugt und verarbeitet, nach dem gesucht, was meine Bilder zu dem Besten von mir selbst macht,“ erklärt Engdaget Legesse sein Konzept der „Empty Spaces“. „Ich habe meine alten Bilder übermalt. Es sind neue „leere Räume“ auf den alten Leinwänden entstanden.“

Nicht immer verweisen die Arbeiten der teilnehmenden KünstlerInnen offensichtlich auf Motive afrikanischer Kulturen oder kommentieren sozio-politische Begebenheiten auf dem Kontinent. In „von dort bis hier“ geht es vielmehr um die Art und Weise, wie der persönliche Lebensweg zwischen verschiedenen Kulturen die Arbeit der KünstlerInnen prägt, was die jeweiligen KünstlerInnen ausmacht. Ihr individuelle Werdegang ist dabei eine Leitlinie.

So stellen Manuela Sambo und Daniel Sambo-Richter in ihrer Ausstellung „Magnetfeld“ ihre künstlerischen Positionen gegenüber. Durch die langjährige Auseinandersetzung mit der Arbeit des jeweils anderen, sieht das Künstlerpaar Gemeinsamkeiten, die auf den ersten Blick für den Außenstehenden nicht deutlich sind. Damit geht es in ihrer Ausstellung auch um einen starken und fast intimen Dialog der Kulturen mit den Mittel der Kunst, der Malerei.

Mit der Ausstellungsserie „von dort bis hie“ erweitert die GALERIE LISTROS ihr Konzept, das seit der Gründung 2003 zu einem Perspektivwechsel auf das gängige Afrikabild einlädt. Themenbezogene Schwerpunkte wählend arbeitete sie bisher hauptsächlich mit nicht-afrikanischen KünstlerInnen in Deutschland, die sich mit afrikanischen Themen auseinandersetzen. Eine wichtige Frage hierbei war immer wieder: „Wie schafft es Kunst, eine gesellschaftliche Realität durch unterschiedliche Strategien zu reflektieren?“

Diese Frage beschäftig auch einige der Diaspora KünstlerInnen. In „Think Traces“ bezieht sich David Amaechi Dibiah auf das Prinzip der „Zero Spiral“ von den Mathematiker Lere O Shankunle und will die Notwendigkeit eines verantwortungsbewussten Handelns und Regierens aufzeigen. Nicht nur in Afrika sondern weltweit.

„Themen wie Unterdrückung, Ignoranz, Identität, Religion, Umweltmanagement dürfen und sollten keine Problemfelder mehr sein. Völkerwanderungen, die in der Geschichte der Menschheit schon immer stattgefunden haben, müssen positiv gesehen werden, denn sie sind eine Chance zur Weiterentwicklung,“ betont David Dibiah. “Was wäre denn zum Beispiel Berlin heute ohne die Sueben namens Semnonen, ohne die slawischen Stämme, die sich damals hier niedergelassen haben?“