Schlagwort-Archiv: Potsdamer Straße

O-TonArt Theater? Ja, unbedingt!

Von HU-Gastblogger Kay

Das Schöneberger Kieztheater kämpft ums Überleben. Es geht dabei um mehr als einen Kleinkunstbetrieb. Es ist auch die Frage nach dem Kulturverständnis einer ganzen Stadt.

Kürzlich ist mir zum ersten Mal ein Satz über Berlin zu Ohren gekommen, der normalerweise nur über Städte wie New York, Paris oder London geäußert wird: Das Tolle an Berlin sei ja, dass man zu jeder Zeit so viele verschiedene Dinge machen könne, dass man auch ruhig mal zu Hause bleiben könne.

Mal davon abgesehen, dass der kausale Zusammenhang zwischen der Vielfältigkeit der Erlebnismöglichkeiten und der Entscheidung, in seiner Wohnung zu bleiben, während draußen das wilde Leben tobt, sich mir nicht in Gänze erschließen mag, will ich nicht anzweifeln, dass das Zuhause-bleiben seinen ganz eigenen Reiz haben kann. Was allerdings die vielfältigen Erlebnismöglichkeiten angeht, so möchte ich zwar nicht laut und bestimmt widersprechen, aber doch ein wenig grüblerisch die Stirn in Falten legen. Weiterlesen

Auf den Spuren der Salons der 20er

von Gastbloggerin Angelina

Auf den Spuren der Salons der 20er

Image-0089_hochformatAm Eingang Sandstein –Stuckfassade. Durch die Einfahrt warten weiß verklinkerte Hinterhöfe. In hörbarer Nähe die Potsdamer Straße, die den Feierabend durch Busse und Autos einläutet. Hindurch zum zweiten Hinterhof. In den ersten Stock des ehemaligen Maggi-Hauses. Plötzliche Ruhe. In einigen Ecken hört man noch Leute in dem alten industriellen Haus arbeiten.

So auch Ralph Mayer. Er ist noch in einem Gespräch. Die Tür zum Büro steht offen. Ich sehe einen großen Loft. In einem Regal sehe ich zwischen Diercke Atlas, BGB und der Bibel, Kant und Wagners Tannhäuser, Bücher über das MOMA Berlin, über Stillleben und ein dickes Buch über die Potsdamer Straße. Auf seiner Internetseite beschreibt sich Mayer selbst als: „Bekennender Kunstfan, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat.“ Weiterlesen

Sofram – Mediterrane Kochkunst

Leidenschaftlich, routiniert, erfinderisch.

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Seher Yavuz | Foto: Carmen Jasmyn Hoffmann

Es klingt so einfach, wenn Seher Yavuz von ihrem persönlichen Erfolgsrezept spricht: „Frisch und jeden Tag neu“ – so kocht Yavuz im Sofram. Die Karte wechselt täglich, denn gekocht wird, was der Markt hergibt und die Inspiration hervorbringt. Insider wissen das nicht nur, sondern wissen es vielmehr zu schätzen. Die Karte mit wechselnden Hauptgerichten, allerlei Kleinigkeiten, aber auch einer Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten lockt die Gäste immer wieder in ihr Restaurant. Mediterran mit türkischem Akzent: Leidenschaft und Erfahrung kitzeln immer wieder neue Kreationen aus der Köchin und Gastronomin heraus. Seitdem sie 13 ist, fasziniert sich Yavuz für das Kochen. Auch der erste unternehmerische Rückschlag hat sie und ihren Mann nicht aus der Bahn geworfen, als die Wende ihre Gäste in die „Mitte” lockte – mit Kampfgeist haben sie das Sofram aufgebaut: In der Potsdamer Straße wird das Sofram geschätzt, denn Qualität und Atmosphäre münden in gute Kritiken. Natürlich ist ihr klar: Ohne gute Planung, die Yavuz als treibende Kraft des Soframs selbst übernimmt, und die Nähe zu ihren Gästen kommt kein Gastronom voran, der sich nicht auf einen Niedrigpreiskampf einlassen möchte: „Ich wünsche mir, dass die Menschen wissen, dass ich das alles mit viel Liebe mache“. Die meisten wissen es bereits. ( Text: Göran Halit )

Geheimtipps_Sofram_Karte

Potsdamer Straße 137, 10783 Berlin
Telefon: 030 219 64 168
rizi@web.de

Montag bis Sonntag 10.00 bis 24.00 Uhr

Jahrhundertwende an der Potsdamer Straße

Von HU-Gastblogger Pascal

Während eines Interviews mit dem Direktor des Berliner Hotels „Alt-Berlin“ kommen familiäre Geschichte, persönliche Ambitionen und das Hotel an der Potsdamer Straße zur Rede. Wir fingen mit seiner Mitgliedschaft in der Interessengemeinschaft Potsdamer Straße an.

DSC00520Im Innenhof neben den restaurierten Brunnen fand das Interview statt. Es begann mit Fragen um sein Gewerbe. Der Direktor des Hotel Altberlin betont den Charme und das Ambiente seines Hauses. Es ist im Stil der Gründerzeit gehalten, vom Interieur bis zum Kleidungsstil der Angestellten.  Das Hotel ist außerdem Mitglied im „Verbund für historische Gasthäuser und Hotels“ und gleichzeitig das einzige aus Berlin. Seine Eltern sind Gesellschafter des Hotels, speziell seine Mutter hatte die Idee für das Ambiente im Stil der Jahrhundertwende. Von ihr stammt auch „Rikes Gasthaus“, wo Gäste mit den preußischen Rezepten seiner Urgroßmutter gespeist werden. Rikes Gasthaus ist im Hotel ansässig. Weiterlesen

Das peppige Hotel im Herzen Berlins

Von Gastblogger Alexander

„Wir bieten hier alles, was man braucht und nichts, was man nicht braucht. Bei anderen zahlen sie für Produkte, die sie in der Regel nicht nutzen.“

B&B Hotel Berlin-Potsdamer Platz

B&B Hotel Berlin-Potsdamer Platz

Im Herzen von Berlin, zwischen Brandenburger Tor, Gedächtniskirche und Potsdamer Platz befindet sich das B&B Hotel Berlin-Potsdamer Platz. An der Potsdamer Straße 90 angekommen lockt einen das recht große B&B Logo anmutig wie eine Sonne ins Innere eines Economy-Hotels. Ein Schritt über die Türschwelle und es strahlen einen Hunderte von farbenfrohen Ampelmännchen von den Wänden entgegen. Nur noch ein Paar Schritt weiter und man steht vor der Rezeption. Dort angekommen bekommt man eine sehr warme Begrüßung vom Geschäftsführer Alexander Mies, so wie man diese vielleicht nur noch von seinen Großeltern kennt. Nichts erinnert einen mehr an den Großstadttrouble im Rücken. Losgelöst und entspannt begeben wir uns für das Gespräch in den bereits menschenleeren Frühstücksraum, stets begleitet von der peppigen Inneneinrichtung und dem Geruch von frischem Kaffee. Weiterlesen

Widersprüche erleben – der Pfarrer und sein Kiez

Pfarrer Burkhard Bornemann

Pfarrer Burkhard Bornemann im beschaulichen Hofgarten des Gemeindetreffpunktes

Von Gastblogger Kay

Pfarrer in Berlin-Schöneberg sein. Das hat Burkhard Bornemann (50) sich ausgesucht. Der Ur-Berliner, in Steglitz geboren, wusste, worauf er sich einlässt, als er vor einem Jahr seine Dorf-Kirche in Alt-Reinickendorf verließ und die Stelle an der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde übernahm . Vor der Haustür der Straßenstrich, Drogenabhängige tummeln sich rund um die imposante Zwölf-Apostel-Kirche, im Süden erhebt sich der Bahnhof Nollendorfplatz. Westlich davon beginnt der Regenbogenkiez. Im Osten die geschichtsträchtige Potsdamer Straße. Weiterlesen

Optiker Wunder: Klare Sicht auf die Potsdamer Straße

Von HU-Gastbloggerin Vanessa

Erinnern Sie sich noch an Optiker Wunder in der Potsdamer Straße 151? Über 100 Jahre war das traditionsreiche Geschäft von Stefan Wunder dort eine eine Institution.

Die Anfänge

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Joseph Wunder und seine Mitarbeiter vor dem Geschäft, damals noch Hausnummer 89.

Gegründet wurde das Geschäft im Jahre 1905 von Stefan Wunders Großvater Joseph, der eigentlich Schlachter in Schlesien war. Doch erfüllt hat ihn dieser Beruf nicht und es zog ihn in die Großstadt. In Berlin angekommen führte ihn sein Interesse für Optik und Astronomie letztendlich zu einer Optikerlehre. Er machte seinen Meister und eröffnete einen eigenen Laden. Für die Unternehmensgründung musste er sich 2000 Goldmark (ca. 10.000€) leihen, doch das Geschäft lief gut und so konnte er den Kredit bereits nach zwei Jahren zurück zahlen. Großvater Wunder, sein Sohn und sein Enkel lebten immer im Kiez um die Potsdamer Straße, nie jedoch im Haus des Geschäfts, um den Feierabend auch wirklich genießen zu können. Weiterlesen

KopfSache – kontinuierlich Werte leben

FAIR. EHRLICH. GEKONNT.

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Fotos: Carmen Jasmyn Hoffmann

Aller Anfang ist schwer: Doch wenn sich zwei Profis in ihrem Gebiet zusammenfinden, kann etwas Großes entstehen. Oliver Strehl ist der kreative Kopf und findet auf dem Kopf seiner Kunden den richtigen Schwung Mario Matalla schwingt gleichermaßen die Zahlen und sorgt als Betriebswirt dafür, dass die Zahlen im schwarzen Bereich bleiben. Und mit mittlerweile 10 Läden – davon 9 in der Hauptstadt – müssen die Geschäftspartner und Freunde die Sache mit Kopf angehen. 80 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind im Team und weitere kreative Köpfe werden stets gesucht. Wer hier zwei knallharte Unternehmer erwartet, liegt falsch. Fairness, ehrlicher und guter Umgang im Team sind ihnen sehr wichtig: „Über diese Werte wollen wir nicht nur reden, sondern sie auch leben, so Matalla. Das koste Zeit, gibt er zu, aber es lohne sich auch. Wer gerne arbeitet, angemessen entlohnt wird, macht sicherlich seinen Job besser: Und sie werden bestätigt, denn die meisten Kunden kommen wieder. Und die sind so facettenreich wie die Potsdamer Straße selbst genau die ist Matalla auch eine Herzensangelegenheit: Er liebt den Flair, die Mischung – „schick, urban versifft und mit Westberliner Charme.” ( Text: Göran Halit )

Geheimtipps_Kopfsache_Karte

Potsdamer Str. 114 10785 Berlin
Telefon: 030 26 55 82 00

Montag bis Freitag 10.00 bis 19.30 Uhr
Samstag 10.00 bis 16.00 Uhr

 

Café Peri – anatolische Kost

STILVOLL, HEIMATLICH, AUTHENTISCH.

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Enver Akkus – Fotos Carmen Jasmyn Hoffmann

Enver Akkus ist ein Familienmensch und ein Mann der Taten: Mit sieben Jahren verkaufte er Kaugummis vor der Schule in seiner Heimat Kappadokien, später arbei-tete er da, wo er gebraucht wurde ein Geschäftsmann mit handwerklichem Geschick. Die Einrichtung hat er selbst gebaut und es ist die Arbeit eines Profis: Hier passt Stein auf Stein und Fliese auf Fliese. Doch der heutige Gastronom bleibt bescheiden: Ein Stück Käse, Brot und die Familie reicht, um glücklich zu sein. Seine Gäste bekommen natürlich mehr im Sommer sogar auf der großen und neu ausgebauten Terrasse des Café Peris, dessen Name stets von zwei Türmen begleitet wird – für Akkus ein Stück Heimat mitten in Berlin. Seine Gäste erwartet mediterrane Vorspeisen oder auch eine Eigeninterpretation der klassischen Folienkartoffel. Akkus hat sie verfeinert und serviert seine Spezialität anatolisch. Und seine Linie ist klar: Auch der Latte Macchiato wird im „Anatolia-Style” zubereitet. Was die anatolische Kaffee-Variation ausmacht, findet man am besten selbst heraus und gesellt sich zu Akkus Stammkunden, schaut den Kindern beim Spielen zu oder genießt das anatolische Flair im Café Peri direkt am Kleistpark. Platz hat Akkus genug in seiner „gemütlichen Oase aus Mittelanatolien”.

Geheimtipps_Peri_Karte

Potsdamer Str. 203, 10783 Berlin
Telefon: 030 403 99 332
www.cafe-peri.de
info@cafe-peri.com
Montag bis Sonntag 9.00 bis 22.00 Uhr

Orient House – Brautmode und Abendkleider

STILVOLL, INDIVUDUELL, CHARMANT.

Nevin Ibrahim |Foto: Carmen Jasmyn Hoffmann

Bereits mit 20 Jahren startet Nevin Ibrahim in die Selbstständigkeit und besetzt seither eine Nische: Brautmode und Abendkleider für jeden Geschmack und speziell für die arabische und türkische Frau – passende Kopfbedeckungen und Accessoires runden die individuell gestalteten Unikate ab. Doch die Kulturenvielfalt und Neugierde der Menschen rund um die Potsdamer Straße wirbelt die konzeptionelle Ausrichtung des Ladens durcheinander. Hier schafft das Angebot die Nachfrage: Ihre Kunden kommen aus vielen Ländern der Welt, Kopftücher werden zu modischen Accessoires der westlichen Kulturen das Kopftuch zum Schal umfunktioniert. Stammkunden wissen nicht nur die Arbeit von Ibrahim zu ,schätzen, es ist auch die Freundlichkeit, der Charme und die Überzeugungskraft, die sie versprüht. Mittlerweile hat die Unternehmerin eine Änderungsschneiderei angegliedert, in der sie Kleider nach Wunsch anpasst und individualisiert. Keiner geht enttäuscht raus, sagt die Jungunternehmerin und weiß, dass es nicht minder an ihrer persönlichen Beratung liegt. Service ist meine Marke.

Geheimtipps_Orienthaus_KartePotsdamer Str. 155, 10783 Berlin
Telefon: 0176 56 45 09 22
www.orienthaus-berlin.dewww.facebook.com/orienthaus.berlin
Montag bis Freitag 11.00 bis 19.00 Uhr
 Samstag 11.00 bis 17.00 Uhr