Schlagwort-Archiv: Tiergarten-Süd

Jahrhundertwende an der Potsdamer Straße

Von HU-Gastblogger Pascal

Während eines Interviews mit dem Direktor des Berliner Hotels „Alt-Berlin“ kommen familiäre Geschichte, persönliche Ambitionen und das Hotel an der Potsdamer Straße zur Rede. Wir fingen mit seiner Mitgliedschaft in der Interessengemeinschaft Potsdamer Straße an.

DSC00520Im Innenhof neben den restaurierten Brunnen fand das Interview statt. Es begann mit Fragen um sein Gewerbe. Der Direktor des Hotel Altberlin betont den Charme und das Ambiente seines Hauses. Es ist im Stil der Gründerzeit gehalten, vom Interieur bis zum Kleidungsstil der Angestellten.  Das Hotel ist außerdem Mitglied im „Verbund für historische Gasthäuser und Hotels“ und gleichzeitig das einzige aus Berlin. Seine Eltern sind Gesellschafter des Hotels, speziell seine Mutter hatte die Idee für das Ambiente im Stil der Jahrhundertwende. Von ihr stammt auch „Rikes Gasthaus“, wo Gäste mit den preußischen Rezepten seiner Urgroßmutter gespeist werden. Rikes Gasthaus ist im Hotel ansässig. Weiterlesen

go public! Wo Karrieren entstehen

Von Gastblogger Volker Thomas

In diesen Räumen werden Karrieren gemacht. Donata Meyer und ihre Firmenpartnerin May-Brit Stabel von GoPublic! PR & Medienberatung/Berlin, sowie einige feste Mitarbeiter verhandeln Tourneen, vereinbaren Auftritte, stellen Künstler-Programme zusammen, gehen mit TV-Gewaltigen in Klausur und versorgen die Presse mit brandneuen Nachrichten über ihre Künstlerinnen und Künstler. Kurt Krömer wurde ua. zwischenzeitlich dort promotet, Eckart von Hirschhausen, der langmähnige Bülent Ceylan und seit ein paar Jahren ua. Murat Topal, ein Neuköllner Polizist, der sein Talent als Comedian entdeckt hat, sowie der Dresdner Kultcomedian Olaf Schubert. Weiterlesen

Auf der Bühne

Interview mit Ilona Maennchen, von freiberuflichen zur sozialen Perspektiven.

Von HU-Gastbloggerin Elsa

Als vielfältige Künstlerin in ihrem Beruf verkörpert Ilona Maennchen heutzutage ein ausgezeichnetes Beispiel von einer kreativen Berufstätigen in Berlin: freiberuflich, anpassungsfähig, teamfähig, von lokalen Berliner Projekten zu internationalen Bühnenmalereiprojekten, von Kunstwerken zu sozialen Medien. Sie definiert ihren Beruf unter Freelance Kommunikation Designerin. Ihr Unternehmen nennt Sie Art&Scenography-Designund beschreibt ihre Beschäftigung als „unique creator Design“.

Neulich hat Ilona Maennchen an der Aktion „mein Kiez“ der KinderKUNSTmagistrale teilgenommen, die von Gabriele Hulitschke konzipiert und geleitet wurde. Mit der Klasse S6 der Allegro Grundschulein der Lützowstraße gestaltete sie einen Workshop zum Thema: Variete Wintergarten gestaltet. Sie strebt an, in ihrem Berufsfeld eine Transparenz zu finden, zwischen Kunst und wirtschaftlichem Austausch. Dementsprechend interessiert sie sich auch für Crowdfunding, wo sie auch bestens vernetzt ist:

I am working in the field between culture and art´s. Cooperation between art and economic aim. If we can try to change something than we have to be open to each other.” Weiterlesen

Vorsicht · Internet!

Von HU-Gastblogger Carsten

Überwachung und Abhörung. Foto: Alexander Altmann / pixelio.de

Überwachungsanlagen an einem Telefonmast. Foto: Alexander Altmann / pixelio.de

Wir werden belauscht, kontrolliert und sogar attackiert. Infizierte Seiten im Internet schleusen durch veraltete Browser oder Plug-Ins geschickt Viren und Trojaner auf die heimische Festplatte. Was im privaten Rahmen noch nicht gleich zu einer Katastrophe führt, kann in einem Unternehmen verheerende Folgen haben. Eine gestohlene Technologie kann durchaus das Aus für ein Unternehmen bedeuten. Genau diesen Gefahren wollen Matthias Blohm und Peter Ritter mit ihrem Unternehmen Digisec begegnen. Aber nicht nur das, sie gehen auch noch einen Schritt weiter.

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Die Evangelische Elisabeth Klinik

Von Gastblogger Volker Thomas

Das Haus liegt mittendrin im Kiez, bis zum Potsdamer Platz ist es nicht weiter als bis zum Nollendorfplatz und zum Park am Gleisdreieck. Zwischen diesen Koordinaten spielt sich das Leben rund um die „Potsdamer Straße“ ab: Hotels, Restaurants, Bars, Jugendherbergen und Luxusappartements, Galerien und eine bunt gemischte Bevölkerung. Für alle ist sie da: die Evangelische Elisabeth-Klinik, ein Haus, das 2012 seine 175-Jahr-Feier beging. Damit ist es – nach der Charité – die zweitälteste Klinik in Berlin. Weiterlesen

Vom Chorbuch zur Mensur

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Der Artikel ist entstanden im Rahmen des Winterkurses “Online Journalismus – Recherchieren und Bloggen” des Career Center der Humboldt Universität
Von HU-Gastblogger Henrik

Ein Hinterhof in einer Seitenstraße unweit der Potsdamer Straße in Berlin, der sogenannte Begas-Winkel. Zwischen neoklassizistischen Villen befindet sich das sogenannte Borussenhaus. Das Verbindungshaus ist der Mittelpunkt des Lebens einer Studentenverbindung. Genauer gesagt, der Studenten der Sängerschaft S! Borussia zu Berlin. Das Haus, welches seit 1961 im Besitz der Burschenschaft ist, wurde 1998 komplett saniert und bietet „neben repräsentativen Veranstaltungs- und Gemeinschaftsräumen auch großzügige, ruhige Studentenzimmer zu günstigen Konditionen“. Von außen sieht es abgesehen von einer Fahne und einem Wappen über der Tür nicht besonders aus. Am Klingelschild ist es dann schon eher Besonders: Die Zimmer haben Namen wie Pommern, Danzig oder Schlesien.

Doch was verbirgt sich hinter der Fassade ?! Weiterlesen

Ein äthiopisches Gesellschaftsspiel

Von HU-Gastblogger Sebastian

Wer Äthiopien bisher nur mit hungerbäuchigen Kindern und fortwährender Armut in Verbindung gebracht hat, der wird überrascht sein.

Jeder der einmal in Addis Abeba war wird das Bild kennen. Ein 14 jähriger in der Hocke leicht nach vorgebeugt und seine Aufmerksamkeit richtet sich auf einen Schuhe der Person die ihm gegenübersteht, während seine Hände mit flinken, geübten Bewegungen eben diesen Schuh sauber zaubern.

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Polierte Schuhe – Duplex Ngoko, Abdi Demera

In Berlin ist dieses Bild seltener zu beobachten, wer allerdings am Freitag zur ersten Aufführung des Stückes Polierte Schuhe in der Galerie Listros war, konnte nicht nur zuschauen wie der junge Getachew hockend dem Geschäftsmann vor ihm die Schuhe polierte. Sondern wie ein junger Listro, allgemein – Schuhputzer – auf Amharisch, die Zuschauer durch einige markante und interessante Punkte der umfangreichen Äthiopischen Geschichte begleitete. Getachew ist die Hauptrolle in diesem Gesellschaftsspiel und wird von Abdi Demera gespielt, der mit seiner verspielten und unbeschwerten Art den jungentlichen Getachew zum Leben erweckt. Dabei vertieft er sich im Laufe seiner Reise immer weiter in seine Fantasien. Im den einzelnen Szenen trifft er dabei auf die unterschiedlichsten Persönlichkeiten und Hindernisse. Bemerkenswert ist unter anderem auch die eigens für das Stück konstruierte Puppen- und Schattentheaterbühne und ihr kreativer Einsatz. Nicht zu vergessen ist auch die Begleitung durch Live-Musik, die zur fantasievollen Atmosphäre des Stückes beiträgt.

Idee und Entstehung

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Machtspiele – Ceyhan Genc, Abdi Demera, Duplex Ngoko

Das Stück entstand aus der Feder von Lioba Reckfort, dabei half ihr Abdi Demera durch Erzählungen von seiner Heimat. Sowie die Unterstützung von Dawit Shanko, Gründer des Listros e.V. Nach eigener Angabe hat Lioba Reckfort das Stück aus einer eher deutschen Sichtweise geschrieben um das Verständnis für den Zuschauer zu verbessern. dies gelingt ihr auch, so ist zum Beispiel der Titel des Stückes – polierte Schuhe – in Äthiopien nichts außergewöhnliches wohingegen hier zu Lande dies einen Hinweis auf einen höheren gesellschaftlichen Status gibt. Mit den dargestellten Szenen soll ein etwas tieferer Einblick in Äthiopien und dessen Geschichte gegeben, und zum weiteren informieren angeregt werden. So ist die Erzählung vom ersten bis zum letzten Moment in einer leichten, ruhigen Atmosphäre geschrieben und aufgeführt wurden. Das macht die Szenen nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam für Erwachsene und Jugendliche.

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Ausstellung OUANSA REVISITED bis 24. Oktober 2013

Listros e.V.

Wer sich vor dem Besuch nicht weiter mit Äthiopien beschäftigt hat, wird durch die Aufführung einige Anregungen bekommen. Insbesondere wenn es in den Räumen des Listro e.V. aufgeführt wird, ist ein direkter Bezug zu weiteren Einblicken in Äthiopien gegeben. So sind dort zum Beispiel Werke mit Bezug auf das Leben von Listros ausgestellt, zudem kann man sich über die Arbeit des Vereins und dessen vielfältige Projekte informieren. Zur Zeit feiert der Verein sein 10 jähriges Bestehen. Auf den ersten Blick besonders beeindruckend sind die original Listro Boxen die an den Wänden im ersten Raum der Galerie bis an die Decke gestapelt sind und für die Aufführung des Stücks eine außergewöhnliche Kulisse bieten.

Vorschau

In den nächsten Wochen wird das Stück auch noch um zwei weitere Szenen erweitert, so darf man gespannt sein welche Einblicke in die äthiopische Geschichte dem Zuschauer noch gewährt werden. Die erste Aufführung des Stück fand am 9.8.2013 in den Räumen des Listro e.V. statt, die nächsten werden in den Räumlichkeiten des Intergalaktischen Kulturvereins im September stattfinden. Jedoch sind weitere Aufführungen für Interessenten um die Potsdamerstraße in der Galerie Listros geplant.

 

Intergalaktischer Kulturverein

 

Verkiezter Rewe an der Potsdamer Straße

Geschrieben von HU-Gastblogger Florian

Der Rewe in der Potsdamer Straße 128 ist mittlerweile eine Institution im Kiez. Inhaber Sulaf Ahmed hat ein offenes Ohr für die Sorgen und Anliegen seiner Kunden. Er weiß also wo der Schuh des Kiezes drückt und engagiert sich dementsprechend seit Jahren für Verbesserungen.

ReweSulaf Ahmed empfängt mich in seinem kleinen Büro. Hinter ihm mehrere Überwachungsbildschirme. Ein Schrank, ein Telefon. Alles in allem wenig dekadent. Die Tür bleibt meistens offen. Immer wieder sagen Bekannte Hallo.
Ein „Hallo“ und „Guten Tag“  von mir reicht aus um mich zu entlarven.
„Woher aus Österreich kommen Sie?“
„Wiener Speckgürtel“
„Ah. Aber hoffentlich nicht aus dem Burgenland?“
„Nein, um Gottes Willen!“
Die Burgenländer sind die Ostfriesen Österreichs. Das Wichtigste ist geklärt. Nun gehts zur Sache: Weiterlesen

Reine KopfSache

Kopfsache - der neue LadenSeit einem guten Jahr ist KopfSache nun in dem neuen Laden in der Potsdamer Straße 114. Verkleinert von 250qm auf 120qm mit angeschlossenem Schulungsraum.

 

Welche Veränderungen hat es noch gegeben: „Ehrlich gesagt hat sich bei uns nicht soviel verändert außer der Adresse,“ sagt Mario Matalla, der das Geschäft weiterhin mit seinem Partner Oliver Strehle betreibt. „Die typische KopfSache-Potse-Atmosphäre mit den schweren Kronleuchtern ist nach wie vor da. Wir sind sehr froh, dass wir in der Potse bleiben konnten. Die Stammkunden sind alle mitgekommen und der Seitenwechsel hat viele neue Kunden hinzugewonnen.“

Übrigens kann man sich jetzt auf www.waitingsystem.com online von zu Hause aus auf die Warteliste setzen lassen. Wer die Zeitersparnis braucht, sollte diese Möglichkeit nutzen. Wer die Wartezeit aufgrund der entstehende Kiezgespräche schätzt, kann wie vorher einfach in den Laden gehen.

KopfSache - Strahlend

Im April 2013 beschrieb HU-Gastbloggerin  Laura KopfSache so: 

Die Potsdamer Straße ist geprägt von Vielfalt. Die Fassaden der Häuser sind ebenso divers, wie die Menschen, die an ihnen vorbeieilen. Doch eines scheint man hier immer wieder zu finden: Friseursalons. Allein in diesem Teil der Potse, zwischen Pohl- und Kurfürstenstraße, lassen sich drei solcher Geschäfte in nächster Nachbarschaft entdecken. Der Salon KopfSache von Oliver Strehl und Mario Matalla ist einer davon. „Wir wollen unsere Kunden mit Qualität, Freundlichkeit und fairen Preisen begeistern“ erklärt Strehl im Werbefilm auf der Internetpräsenz.

Quelle: www.facebook.com/friseur.kopfsache.tiergarten

Quelle: www.facebook.com/friseur.kopfsache.tiergarten

Im Jahr 2004 fing alles an. Mittlerweile beschäftigen die beiden Geschäftspartner rund 70 Mitarbeiter und bieten ihren Kunden in sieben Geschäften der Hauptstadt einen Anlaufpunkt für moderne Haarschnitte und Colorationen. Seit 2006 war KopfSache auch in der Potsdamer Straße 103 vertreten. Erstaunlich viel Platz gibt es hier. Auf einer Fläche von 250m2 stehen 15 Friseurstühle für die Kunden bereit, mit mehreren Föhnstationen zum selbstständigen Stylen der neuen Haarpracht. Und KopfSache denkt mit: eine Kinderecke bietet Beschäftigungsmöglichkeiten für die kleinen Gäste. Weiterlesen

Aktivisten im Kiez: Mit Engagement das Stadtbild beeinflussen

Geschrieben von Gastblogger Tobias

Was treibt einen Menschen dazu an, sich jahrzehntelang seinem Stadtteil zu widmen? Oder in frustrierenden Situationen nicht aufzugeben und sich weiter für eine Sache einzusetzen? Die Frage nach der Motivation und den Menschen dahinter, mit ihren persönlichen Geschichten wird in diesem Artikel beleuchtet.

Gleisdreieck 2

Das Gleisdreieck ist eine der letzten großen Brachflächen in der Mitte Berlins. Das ermöglicht einerseits viel Freiraum zur Gestaltung. Andererseits sind aber Konflikte zwischen Anwohnern und Investoren, die jeweils ihre Ideen vom Stadtbild verwirklichen wollen, vorprogrammiert. Am Beispiel der aktuellen Entwicklungen am Gleisdreieck wollte ich die Geschichten von Menschen hören, die sich jahrelang engagieren, um den Stadtteil lebenswerter zu machen.

Für eine bessere Atmosphäre

Josef Lückerath, ein alteingesessener Kiezbewohner, hat eine Menge erlebt. Seit nun mehr 43 Jahren lebt und engagiert er sich im Kiez. „In den 1980er Jahren fing ich auf eigene Faust an, mich bei verschiedenen Projekten und Aktionen im Stadtteil einzubringen“, erzählt er. Bei diesen ging es zum Beispiel darum, Baumfällungen und Parkplatzbauten zu verhindern. Überzeugen konnte er, da er auch selbst Ideen und Vorschläge einbrachte und nicht einfach nur dagegen war.

Motivation für seine aufwendige und zeitintensive Einbringung ist, die Lebensqualität im Stadtteil zu verbessern. „Mein Wunsch ist es, der Anonymität in der Großstadt entgegen zu wirken und eine angenehme Atmosphäre im Kiez zu schaffen“, sagt Josef Lückerath. Daher ist er auch über Bekannte in den Quartiersrat Tiergarten Süd gekommen, wo er seit 5 Jahren tätig ist. „Mir ist vor allem der Kontakt zu den Menschen hier wichtig“, betont er.

Das neue Gesicht des Gleisdreiecks

Gleisdreieck 1

Besondere Erfolge zeigen, dass sich die Arbeit und Energie lohnt. „Wir sind froh darüber, dass das Kurfürstenzentrum umgestaltet wird. Das ist schon ein Erfolg“, erzählt Josef Lückerath, „Aber es gibt noch genug zu tun“. Die Entwicklung am Gleisdreieck sieht er kritisch. „Durch die Neubauten erwarten wir einen Bevölkerungszuwachs von 18 bis 20 Prozent. Die Frage ist, wie man damit umgeht“, bemerkt er. Er sieht die Lage realistisch: „Natürlich wäre mehr Park und Grünfläche schöner, aber es muss hingenommen werden, dass teilweise bebaut wird“. Seine eigentliche Befürchtung ist, dass durch den Zuzug von wohlhabenderen Bevölkerungsschichten die Mieten steigen. Ihm ist es wichtig, die neuen Bewohner einzubinden.

Für die Zukunft erhofft er sich einen lebenswerteren Stadtteil. Die bereits erreichten Erfolge „müssen aber gepflegt werden“, betont er. „Ich wünsche mir einfach eine gute Stimmung im Kiez“.

Engagement zahlt sich aus, hat aber seinen Preis

Gabriele Hulitschke ist über Umwege Mediengestalterin geworden. Ihre Erfahrungen im Beruf helfen ihr auch beim Ehrenamt. So hat sie die Öffentlichkeitsarbeit der Kinder-Magistrale übernommen und nach kurzer Zeit sogar die Leitung. Die Initiative organisiert zum Beispiel Kunstaktionen für Kindergruppen. „Da erfahren wir von allen Seiten positive Resonanz“, sagt Gabriele Hulitschke. Durch ihr Interesse für ihren Kiez ist sie schnell ins Ehrenamt gerutscht. Als Mediengestalterin vermisste sie einen Ort für Gleichgesinnte. „Da wurde ich direkt angesprochen, mich doch auch gleich für andere einzusetzen“, erzählt sie. „Engagement ist für mich lebensbereichernd, es ist ein Lernprozess. Wenn man selbst beginnt Projekte zu initiieren oder Verantwortung zu übernehmen, ist der Wandel aber deutlich zu merken“, sagt sie. Ansonsten kann man sich schnell überfordern und verausgaben. „Ich musste auch lernen nein zu sagen“, schmunzelt sie.

Bei ihren vielen Tätigkeiten, stellt sich die Frage, wie das eigentlich zu schaffen ist. Denn neben der Kinder-Magistrale unterstützt sie auch die projektbegleitende Arbeitsgruppe (PAG) zum Gleisdreieck und ist als Quartierrätin aktiv. „Man braucht eine Menge Kraft“, sagt Gabriele Hulitschke, „Aber es macht ja auch Spaß“. Sie meint, dass man die wichtigen Dinge im Hinterkopf behalten muss, um mit dem Druck umzugehen. „Es hilft auf jeden Fall Gleichgesinnte um sich zu haben“, stellt sie fest, „Manchmal gibt es mehr Unterstützer als man denkt“.

Ein Ausblick

Im Kiez

Bezahlbare Mieten sind ihr Hauptziel für die Zukunft. „Außerdem wünsche ich mir Baugemeinschaften, die soziales Wohnen und WG-Formen ermöglichen“. Mit mehreren Kunstaktionen möchte sie den Menschen Probleme im Kiez vor Augen führen. „Mit Kunst kann man das auf eine ganz andere Art und Weise erreichen“, findet Gabriele Hulitschke.

Beide Aktivisten üben mit ihrem Engagement einen entscheidenden Einfluss auf das Stadtgebiet um die Potsdamer Straße aus und tragen ihren Teil dazu bei die Gegend lebenswerter zu machen. Mitmachen lohnt sich!