Wie, ich hab ihn doch grad‘ noch gesehen!

Bruno S. ist tot.

Als ich dies in einer Redaktionssitzung heute erzählte, glaubten sie mir nicht. „Vor ein paar Tagen noch ist er doch hier vorbeigegangen.“ Dann ging es an die Computer, um es nachzuprüfen. Auf Wikipedia – da ist es schon eingetragen. Da war es auch für die Zweifler amtlich, obwohl Bruno Schleinstein. nie auf Wikipedia zu Hause war.  Auch nicht in der New York Times doch er schaffte es auch dorthin: From Berlin’s Hole of Forgottenness, a Spell of Songs

Bruno S. wurde bekannt als Kaspar Hauser in Werner Herzogs Film „Jeder für sich und Gott gegen alle„. Dann noch „Stroszek.“ Das ist schon lange, seitdem ist viel passiert und nachzulesen, zum Beispiel im Nachruf von Thomas Loy im Tagesspiegel „Welche Farbe hat das Gewissen? Wissen Sie das?“.

Bruno S. lebte in der Kurfürstenstraße und war in dieser Gegend und elsewhere ständig mit Akkordeon und Glockenspiel unterwegs. Kam spätnachts nach Hause. Machte sich seine Gedanken, malte sie, schrieb sie nieder, sprach und spielte sie aus. Hier bei einer Ausstellung von Miron Zonwir im Bongout im Prenzlauer Berg am April 22, 2009.

Ich kannte Bruno S. nicht persönlich. Dank der modernen Technik ist eine Begegnung mit Bruno S. auch jetzt noch möglich machen. Hier ein faszinierendes Portrait von Tom Littlewood für VBS.tv ( Klick Bild – skip ad – oben links – dann geht’s gleich zum Film)

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